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Scholz will Einbürgerung erleichtern – Wirtschaftsweisen-Chefin lobt Pläne: „Unbedingt zu begrüßen“

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Die Ampel-Koalition will Einbürgerungen erleichtern und das Staatsbürgerschaftsrecht reformieren. Die Opposition warnt, die Wirtschaft dagegen begrüßt die Idee.

Berlin - Die Regierung von Kanzler Olaf Scholz (SPD) will die Hürden für Einbürgerungen senken: Ausländer sollen schneller und leichter die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Die Vorsitzende der „Wirtschaftsweisen“, Monika Schnitzer, hat sich nun hinter die Reformpläne gestellt.

Eine erleichterte Einbürgerung stärke die Integration der in Deutschland lebenden und arbeitenden Ausländerinnen und Ausländer sowie deren Kinder, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Angesichts des demografischen Wandels und des steigenden Fachkräfte- und Arbeitskräftemangels ist das unbedingt zu begrüßen.“

Monika Schnitzer
Monika Schnitzer ist Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. © Michael Kappeler/dpa

Deutsche Staatsbürgerschaft: Auch Mittelstand ist für die Pläne der Ampel-Koalition

Auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft befürwortete die Pläne der Ampel-Koalition: Geringere bürokratische Hürden bei der Einbürgerung von Softwareingenieuren und Pflegekräften könnten sich langfristig als wichtiger Standortvorteil für Deutschland erweisen, sagte Bundesgeschäftsführer Markus Jerger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Nach einem Entwurf des Innenministeriums soll man statt wie bislang nach acht Jahren künftig bereits nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland die Staatsbürgerschaft erhalten können. Bei „besonderen Integrationsleistungen“ soll dies schon nach drei Jahren möglich werden. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn Einwanderer besondere schulische oder berufliche Leistungen oder ehrenamtliches Engagement zeigen oder sie besonders gut Deutsch sprechen.

Schnellere Einbürgerungen: CDU warnt vor „schwerem Fehler“

Die Union lehnt das Vorhaben strikt ab: „Die Ampel begeht einen schweren Fehler, wenn sie die Kriterien für den Erhalt der Staatsbürgerschaft aufweicht“, sagte CDU-Generalsekretär Mario Czaja den Funke-Zeitungen. „Die Staatsangehörigkeit ist kein Artikel, den es bei Black Friday im Sonderangebot gibt.“ Auch in Teilen der FDP gibt es Vorbehalte.

Die deutsche Staatsbürgerschaft wie Auslegeware feilzubieten, setzt ein falsches und gefährliches Signal, kommentiert auch Georg Anastasiadis, Chefredakteur des Münchner Merkur. Die FDP protestiere zu Recht gegen die Pläne. (dpa/smu)

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