Im ZDF-Talk

Macht sie Spahn zum Generalsekretär? Lanz fragt Kramp-Karrenbauer so lange aus, bis sie vielsagend grinst

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Annegret Kramp-Karrenbauer gab bei Markus Lanz überraschende Einblicke.

Annegret Kramp-Karrenbauer überrascht bei Markus Lanz mit Aussagen zu Drogen, Wolfgang Schäuble - und einem möglichen Bündnis mit Jens Spahn.

Der Machtkampf in der CDU hat die deutschen Polit-Talkshows weiter fest im Griff. Bei Markus Lanz überraschte Annegret Kramp-Karrenbauer, neben Friedrich Merz die aussichtsreichste Kandidatin auf den Parteivorsitz bei der Wahl am Freitag, mit Aussagen zu Wolfgang Schäuble, dem scheinbar aussichtslosen dritten Kandidaten für das Spitzenamt, Jens Spahn - sowie ihrem Verhältnis zu Alkohol und Drogen.

AKK bei Markus Lanz: Mit Jens Spahn gegen Markus Lanz?

Will Annegret Kramp-Karrenbauer Jens Spahn mit der Aufsicht auf einen hohen Posten auf ihre Seite ziehen? „Sie könnten ihm ein Angebot machen, dass er nicht ablehnen kann“, spekulierte Markus Lanz gleich zu Anfang seiner Sendung. Welches Angebot Lanz meinte, war klar: Egal wie die Wahl zum CDU-Vorsitz ausgeht, das Amt der bisherigen Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer wird frei. Spahn könnte es übernehmen - wenn er Kramp-Karrenbauer am Freitag unterstützt.

Diese Unterstützung könnte das Rennen um den Parteivorsitz entscheiden. Die Umfragen zeigen derzeit deutlich, dass Spahn wohl die wenigsten Stimmen bei der Wahl zum CDU-Parteivorsitzenden erhalten wird. Erringt im ersten Wahlgang keiner der beiden andere Kandidaten eine Mehrheit, käme es zur Stichwahl zwischen Merz und Kramp-Karrenbauer. Je nachdem, für welchen Kandidaten sich Spahn ausspricht, könnte seine Unterstützung das enge Rennens entscheiden - wenn ihm seine Unterstützer folgen. 

Bei Markurs Lanz: Kramp-Karrenbauer mit verstecktem Angebot an Jens Spahn

Kramp-Karrenbauer reagierte auf diese Idee diplomatisch. Es würde keine Absprache mit Jens Spahn geben, wen er in diesem Falle unterstützen wolle. Ohnehin seien die Delegierten frei in ihrer Wahlentscheidung und ließen sich angesichts des knappen Rennens kaum von Vorgaben beeinflussen. 

Dennoch: Als neuer Generalsekretär wäre ihr Spahn lieber als Merz, räumte Kramp-Karrenbauer ein. Spahn wisse besser, wo die Herausforderungen liegen. „Er bringt vieles mit, was ihn für viele Ämter in der Partei ertüchtigt. Sicherlich auch Generalsekretär. Theoretisch könnte er das. Die andere Frage ist, ob er es dann wird“, sagte AKK vielsagend grinsend.

Schon ein indirektes Job-Angebot?, will Lanz wissen? Kramp-Karrenbauer wiegelt lachend ab: „Das haben nur sie so verstanden.“ Dennoch: Sollte sich Spahn am Freitag entscheiden müssen, ob er Merz oder AKK in einer wahrscheinlichen Stichwahl unterstützt, wüsste er nun, bei welchem Kandidaten er auf den Posten als Generalsekretär zumindest hoffen darf. Kramp-Karrenbauer deutete bereits an: Sollte sie gewählt werden, habe sie bereits einen Vorschlag im Hinterkopf.

Kramp-Karrenbauer bei Lanz: Keine Enttäuschung von Schäuble

Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages sprach sich klar für Friedrich Merz als neuen Parteivorsitzenden aus, soll seine Kandidatur vorbereitet und den Kandidaten gecoacht haben. Enttäuscht sei Kramp-Karrenbauer davon nicht, sagte sie zu Markus Lanz. „Er ist mir nicht in den Rücken gefallen. Er hat sich positioniert, das ist sein gutes Recht. Das haben andere auch gemacht.“

Enttäuschter sei sie vom Verhalten der CDU-Parteispitze. Als Angela Merkel in einer Vorstandssitzung bekanntgab, nicht mehr als Parteivorsitzende zu kandidieren und um zwei Stunden Ruhe bat, bis dies öffentlich wird, landete die Nachricht nur 59 Minuten später bei Twitter. „Und das ist schon lange“, meinte Kramp-Karrenbauer.

Lanz zu Kramp-Karrenbauer: Haben Sie schon mal gekifft?

Eine Frage überraschte Kramp-Karrenbauer dann doch. „Haben Sie schon mal gekifft?“, wollte Markus Lanz von der Spitzenkandidatin für den CDU-Parteivorsitz wissen. „Nein“, antwortete diese. „Ich habe den Eindruck, um in gewisse politische Ämter zu kommen, muss man diese Frage mit ´ja` beantworten.“ Dennoch habe sie das nie gereizt. Sie habe zwar jahrelang geraucht, sich ihr Fantasiewelten aber durch das Lesen erschlossen. 

Richtig betrunken sei sie allerdings einige Male gewesen, sagte Kramp-Karrenbauer. „Im Alter braucht man allerdings immer länger, um sich wieder zu erholen.“ Deswegen trinke sie nur selten.

Die wichtigsten Entwicklungen des CDU-Parteitages lesen Sie in unserem News-Ticker nach. 

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