Besetzung der Doppelspitze

Personalkarussell bei den Grünen: Özdemir hält Quotierung für nicht mehr zeitgemäß

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Cem Özdemir macht sich über die Zukunft seiner Partei Gedanken.

Der scheidende Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir hat seiner Partei empfohlen, die strengen Quotierungsregeln bei der Besetzung von Spitzenämtern zu überdenken.

Berlin - „Das mit der Frauenquote hat sicherlich seine Berechtigung. Da zeichnen sich die Grünen auch aus“, sagte er am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Die Quote nach den Frauen und nach den Flügeln, die in gar keiner Geschäftsordnung oder Satzung stehe, „das ist dann vielleicht manchmal ein bisschen zu viel des Guten“.

„Die doppelte Doppelquote führt dann eben manchmal dazu, dass man de facto keine Wahl mehr hat, sondern dass der oder die, die zur Wahl stehen, die sind es dann halt auch.“ Man sollte überlegen, ob man die Quotierung wirklich jedes mal brauche und „ob es nicht besser wäre, wenn man die Leute danach aussucht, von denen man glaubt, dass sie die Aufgabe am besten können“.

Die Grünen besetzen die Doppelspitze in der Partei und in der Bundestagsfraktion traditionell jeweils mit einer Frau und einem Mann. Außerdem sollen der linke und der Realoflügel vertreten sein.

Nach Rückzug: Peter sieht Partei gut aufgestellt

Zuvor hatte auch die bisherige Vorsitzende Simone Peter erklärt, dass sie nicht mehr für das Amt der Parteivorsitzenden kandidieren möchte. 

Die scheidende Funktionärin sieht ihre Partei vor der Wahl der neuen Führung Ende des Monats gut aufgestellt. „Mir ist wichtig, dass die verschiedenen Meinungen, Richtungen, Strömungen in der Parteispitze weiterhin vertreten sind“, sagte sie am Montag vor Beginn einer Vorstandsklausur in Berlin. Sie wolle sich einer Erneuerung an der Spitze der Partei nicht verschließen.

dpa

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