US-Wahl 2020

Um gegen Trump zu gewinnen: Obama warnt Demokraten vor radikaler Entwicklung

+
Der amtierende US-Präsident Donald Trump. 

US-Wahl 2020: 18 Bewerber haben sich für die Demokraten bereit gestellt. Jetzt mischt sich Ex-Präsident Obama ein und warnt vor einer radikalen Entwicklung.

  • Am 3. November 2020 ist die US-Präsidentschaftswahl.
  • Für die Demokraten haben sich bereits 18 Bewerber gemeldet, die gegen Amtsinhaber Donald Trump antreten wollen.
  • Der ehemalige Präsident Barack Obama warnt seine Partei jetzt vor einer radikalen Entwicklung.

Washington - In den USA hat der Wahlkampf begonnen. Am 3. November 2020 wird sich der Republikaner und amtierende US-Präsident Donald Trump zur Wiederwahl stellen. Für seine Partei sieht der ehemalige demokratische US-Präsident Barack Obama aber eine gute Chance, sich gegen den umstrittenen Trump durchzusetzen. Wenn sie nicht einen bestimmten Fehler machen, warnt Obama.

Bisher hat sich der ehemalige US-Präsident weitgehend zurückgehalten, mit Wahlkampf-Tipps für seine Partei. Aber jetzt scheint es ihm dann doch notwendig eine Warnung an die Demokraten auszusprechen. Obama warnt seine Partei bei der Vorauswahl der Präsidentschaftskandidaten vor einem massivem Linksschwenk. Das berichtet welt.de.

Zu links für Trump: Obama warnt die Demokraten vor radikalem Wandel - US-Wahl 2020

Der ehemalige Präsident scheint davon überzeugt, dass viele Wähler offen für die Demokraten seien. Obama scheint aber einen radikalen Linksschwenk in seiner Partei zu erkennen, der potenzielle Wähler abschrecken könnte. In der Rede, die Obama am Freitag vor wohlhabenden Spendern hielt, soll der ehemalige Präsident nicht konkret auf das demokratische Bewerberfeld eingegangen sein, berichtet welt.de.

Der Verdacht liegt aber nahe, dass Obama sich auf die Kandidaturen der linken Senatoren Elizabeth Warren und Bernie Sanders bezog.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama.

Warren hat jüngst dem Kapitalismus den Kampf angesagt und Pläne zu einem „Umbau Amerikas“ vorgestellt. Ihre Argumentation: Nicht Donald Trump sei das Hauptproblem. Wenn ein Land einen solchen Präsidenten wähle, dann müsse es schon zuvor tiefgreifende Probleme gegeben haben, sagt sie in einer Rede, die sie auf Twitter teilt. Damit könnte sie nicht nur bei Wechselwählern und Republikanern, die mit Trump unzufrieden sind, auf Unverständnis stoßen. Denkbar ist, dass sich sogar die reichen Unterstützer des demokratischen Wahlkampfs auf den Schlips getreten fühlen.

Vor US-Wahl 2020: Obama warnt die Demokraten vor radikalem Linksruck

Sanders Kernpunkte sind eine allgemeine Krankenversicherung, höhere Spitzensteuersätze, ein gesetzlicher Mindestlohn sowie mehr Engagement beim Klimaschutz. Das macht ihn in den USA schon fast zum demokratischen Sozialisten.

Sowohl Sanders als auch Warren fordern einen strukturellen Wandel, vor dem Obama ausdrücklich warnt: „Der Durchschnittsamerikaner glaubt nicht, dass wir das System komplett niederreißen und neu gestalten müssen. Und ich denke, dass es wichtig ist, das nicht aus dem Blick zu verlieren“, zitiert welt.de.

Bernie Sanders. 

Wahlkampf in den USA: Demokraten müssen sich entscheiden - das Bewerberfeld ist groß

Das Bewerberfeld für die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten wird wieder größer: Am Donnerstag gab der Ex-Gouverneur des Bundesstaats Massachusetts, Deval Patrick, seinen Einstieg in das Rennen bekannt. Der 63-Jährige, der einer der ersten schwarzen Gouverneure gewesen ist, schrieb im Onlinedienst Twitter, er wolle als Herausforderer von US-Präsident Donald Trump für einen „besseren, nachhaltigeren und inklusiveren Amerikanischen Traum für alle“ kämpfen.

Mit Patricks Bewerbung kämpfen derzeit 18 Kandidaten um die Nominierung für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten 2020. Zuletzt war der frühere New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg in das Rennen eingestiegen. Andere Bewerber wie der Ex-Kongressabgeordnete Beto O'Rourke zogen ihre Bewerbung zurück.

Video: Nach Aussage vor US-Kongress: Trump schüchtert Zeugin auf Twitter ein

nai/dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare