Kampf um Neuwahlen

Frontaler Angriff: Boris Johnson fordert Jeremy Corbyn zu klarer Position auf

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Boris Johnson greift Jeremy Corbyn an.

Boris Johnson fordert den Oppositionsführer Jeremy Corbyn zu einer klaren Position im Brexit-Streit auf - auch in Hinblick auf die kommenden Neuwahlen.

  • Der britische Premierminister Boris Johnson fordert eine klare Position von Jeremy Corbyn.
  • Konkret geht es um den Brexit, bei dem der Wähler ein „klares Bild“ vor Augen haben sollte.
  • Corbyns Labour-Partei hat in der Brexit-Frage eine komplizierte Position.

London - Der britische Premierminister Boris Johnson hat von Oppositionsführer Jeremy Corbyn eine klare Position zum Brexit gefordert. Bei der bevorstehenden Parlamentswahl am 12. Dezember müssten die Wähler ein „klares Bild“ vor Augen haben, was die jeweiligen Spitzenkandidaten hinsichtlich des britischen Austritts aus der Europäischen Union unternehmen wollten, heißt es in einem Schreiben Johnsons an Corbyn, das am Dienstag vom Regierungssitz Downing Street veröffentlicht wurde.

Brexit: Boris Johnson mit Vorwürfen gegen Oppositionsführer Jeremy Corbyn

Johnson warf Corbyn vor, seit Monaten die Auskunft darüber zu verweigern, welche Art von Abkommen er mit der EU abschließen wolle. „Nun ist der Zeitpunkt gekommen, klarzustellen und zu erläutern, worin Ihr Projekt wirklich besteht“, heißt es in dem Schreiben des Premierministers. DasAbkommen, das er mit der EU ausgehandelt habe, sei die einzige Möglichkeit, den Brexit über die Bühne zu bekommen.

Corbyns Labour-Partei hat in der Brexit-Frage eine komplizierte Position. Wenn die Mehrheitsverhältnisse nach der Parlamentswahl dafür reichen, will Labour ein neues Abkommen mit der EU aushandeln und danach eine Volksabstimmung dazu abhalten, bei der die Briten auch für den Verbleib in der EU stimmen sollen können. Das überarbeitete Abkommen soll eine Zollunion mit der EU umfassen.

Opposition gegen Boris Johnson: Vorwürfe in Sachen Brexit-Abkommen

Wegen des Labour-Wunsches nach nochmaliger Überarbeitung des Brexit-Abkommens warf Johnson Corbyn vor, er wolle offenbar „zum Ausgangspunkt zurückkehren“. Corbyn seinerseits legt Johnson zur Last, sein „wirkliches Programm“ bestehe darin, an die konservative Doktrin der früheren Premierministerin Margaret Thatcher anzuknüpfen. Johnson verfolge eine „rückwärtsgewandte“ Politik, mit der er die Rechte kassieren wolle, die in Generationen des Kampfes für die Arbeitnehmer erstritten wurden, heißt es im Manuskript einer Rede, die Corbyn am Dienstag halten wollte.

afp

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