Warnung auch in Niedersachsen

Wilke: Wurst-Rückruf! Tödliche Listerien-Keime - jetzt gibt es neuen Verdacht

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Sind Keime aus Wurst des Herstellers Wilke auch für Todesfälle in Niedersachsen verantwortlich?

In Wurst der Firma Wilke wurden Listerien-Keime nachgewiesen. Nach dem Rückruf und Todesfällen gibt es in Hannover nun einen schrecklichen Verdacht für Niedersachsen.

  • In Wurstwaren der hessischen Firma Wilke wurden Listerien Keime nachgewiesen
  • Nun äußerte das Landesgesundheitsamt in Hannover einen schrecklichen Verdacht
  • Möglicherweise sind auch in Niedersachsen Menschen an den Wurst-Keimen erkrankt

Hannover - Offenbar sind auch in Niedersachsen drei Menschen an Listerien-Keimen aus Wurst des Herstellers Wilke aus Hessen erkrankt. Zwei sind mittlerweile gestorben. Das Landesgesundheitsamt in Hannover hat am Dienstag bestätigt, dass in diesen Fällen Listerien nachgewiesen wurden. Die drei Betroffenen in Niedersachsen sind zwischen 50 und 90 Jahre alt. Über die Killer-Keime in Niedersachsen berichtet nordbuzz.de*.

Bei einer der verstorbenen Personen ist jedoch eine andere Erkrankung die Todesursache, bei der zweiten ist unklar, ob die Keime verantwortlich sind. Es handelt sich zudem nicht um akute Fälle von Listerien. Zwei Infektionen ereigneten sich bereits im Frühjahr, der dritte schon im vergangenen Jahr. Bei der Frau, die 2018 verstorben ist, könne nicht mehr abschließend geklärt werden, ob Listerien-Keime aus der Wilke-Wurst ihren Tod verursacht haben.

Listerien-Keime in Wurst von Wilke wahrscheinlich für Erkrankungen in Niedersachsen verantwortlich

Ob es sich bei den Vorfällen in Niedersachsen tatsächlich um dieselben Keime wie in Hessen handelt, ist noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen. Man wisse nicht, ob die betroffenen Personen tatsächlich Wurst der Firma Wilke gegessen haben. Allerdings sei ein Zusammenhang wahrscheinlich, da die gefundenen Keime genetisch eng mit den Listerien verwand seien, die in der Wilke-Wurst gefunden wurden. Das berichtet focus.de.

Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Geschäftsführer der Wurstherstellers Wilke aus Hessen eingeleitet. Fleischprodukte des Unternehmens sind für zwei Todesfälle in Südhessen verantwortlich. Nun kommen möglicherweise die Fälle aus Niedersachsen hinzu. Bis zu 37 weitere Personen sind wohl nach dem Verzehr der mit Keimen belasteten Wurst von Wilke erkrankt.

Listerien-Keime in Niedersachsen: Wilke hat Wurst unter anderem Namen verkauft

Der Skandal um die mit Listerien-Keimen belastete Wurst der Firma Wilke war am 2. Oktober bekannt geworden. Das Robert-Koch-Institut hatte die Bakterien nachgewiesen. Das Unternehmen, das seine Wurst auch unter anderem Namen verkauft hat, hat seine Produktion inzwischen gestoppt und Insolvenz angemeldet. Das berichtet Kreiszeitung.de. Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert von den Behörden mehr Informationen zum Schutz vor den Keimen aus Wurst von Wilke. Das bisherige Krisenmanagement hält Foodwatch für katastrophal. Inzwischen ist die Wilke-Wurst mit den Killer-Keimen auch in Hamburgs Kitas aufgetaucht - 187 Einrichtungen könnten betroffen sein.

*nordbuzz.de und kreiszeitung.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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