Nächster Fall von Extrem-Tuning

Lüdenscheid: VW Golf GTI von Polizei gestoppt - Beamte sprachlos bei Blick unter Wagen

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Neuer Fall von Extrem-Tuning in NRW - und wieder ist es ein VW Golf GTI!

Die Polizei hat in der Nähe von Lüdenscheid einen VW Golf GTI gestoppt - Schock bei Blick unter den Wagen!

Update vom 11. Juli 2019: Schon wieder ein getunter VW Golf GTI! Und schon wieder heißt der Tatort Lüdenscheid! Im keine zehn Kilometer entfernten Halver haben Polizeibeamte jetzt einen Wagen gestoppt, weil das Fahrzeug viel zu heftig umgebaut war. Über den Vorfall berichtet extratipp.com*.

Donnerstagmorgen (5. Juli 2019) im Märkischen Kreis (412.000 Einwohner in Nordrhein-Westfalen). Eine Polizeistreife befährt die Bundesstraße 229 in der Nähe von Lüdenscheid. Den erfahrenen Beamten sticht sofort ein massiv getunter VW Golf GTI ins Auge. Die Ordnungshüter ziehen den roten Wagen aus dem Verkehr - und bringen ihn samt Fahrer zum nächsten Sachverständigen. Dort kommt das Auto auf die Hebebühne. Beim Blick unter das Fahrzeug dann der Schock!

35 mitunter sehr gefährliche Mängel findet der Fachmann, darunter

  • illegale Tieferlegung
  • nicht ordnungsgemäß verbaute Federn
  • am Radkasten schleifende Reifen
  • zu lauter Auspuff

Den Besitzer des VW Golf GTI, ein 25-Jähriger aus der Nähe von Lüdenscheid, erwartet nun eine saftige Strafe. Die setzt sich zusammen aus mehreren Hundert Euro Bußgeld sowie mindestens zwei Punkte in Flensburg. Pikant: Der junge Mann war mit seinem getunten Auto bereits bei der Hauptuntersuchung aufgefallen. Deshalb baute er die kritisierten Teile aus beziehungsweise um. Nachdem er die begehrte Plakette erhalten hatte, brachte der Extrem-Tuner seinen Wagen auf die nächstbeste Hebebühne und schraubte alles wieder zurück. Jetzt dürfte dem Hobbybastler zunächst das Handwerk gelegt sein.

Die Polizei fährt auf jeden Fall klare Kante. Die Beamten kündigen in ihrer Pressemeldung an: "Wir werden weiterhin mit aller Vehemenz gegen illegales Tuning vorgehen. Insbesondere dann, wenn es - wie im vorliegenden Fall - Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer birgt." Und hier sind die Bilder, die die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis veröffentlicht hat:

Polizei Lüdenscheid zieht getunten VW Golf GTI raus - Schock bei Blick unters Auto 

Ursprüngliche Meldung: Frankfurt - In einem hessischen Tuning-Forum bei Facebook wird gerade ein Fall aus Lüdenscheid heiß diskutiert: Dort wurde ein VW Golf GTI am Freitag (15.06.2018) aus dem Verkehr gezogen. Die Beamten machten sogar Fotos, weil der Fall so spektakulär ist. Folgendes ist passiert:

Polizei Lüdenscheid zieht getunten VW Golf GTI  aus: Schock bei Blick unters Auto 

VW-Golf-GTI-Fahrer auf B229 in Lüdenscheid mit Smartphone am Steuer erwischt

Gegen Mittag fuhr der Fahrer des betroffenenVW Golf auf der B229 in Lüdenscheid. Der Mann wusste nicht, dass die Polizei an diesem Tag die Bundesstraße kontrollierte. Besonders scharf waren die Ordnungshüter auf Fahrer mit Handy in der Hand. Tatsächlich war auch der GTI-Fahrer mit seinem Smartphone beschäftigt, als ihn die Polizisten dabei ertappten. 

Den Beamten fiel schnell auf, dass der VW Golf aus Unna einige "Tuningmaßnahmen" hinter hinter sich hatte.Beim Blick unter den Wagen dann der Schock für die Polizisten: nicht einmal eine Zitrone würde noch unter den VW Golf GTI passen - das ist gefährlich! In der Polizeimitteilung heißt es: "Der VW war massiv tiefergelegt." Die sog. "Bodenfreiheit" betrug stellenweise weniger als vier Zentimeter (Lesen Sie auch: Notarzt will helfen - plötzlich bedroht ihn ein ganzer Familienclan).

In der Polizeimitteilung heißt es: "Der VW war massiv tiefergelegt." Weniger als vier Zentimeter betrug der Abstand zum Boden.

Wurden diese Umbauten nach den gesetzlichen Vorschriften durchgeführt? Natürlich nicht. Neben dem unzulässigen tieferlegen entsprach auch die verbaute Rad-Reifen-Kombination nicht den Vorschriften. Bereits am Anhalteort der Polizei "zeigten sich Schleifspuren im Unterbodenbereich und im Radhaus", wie es in der offiziellen Pressemitteilung steht.  

Polizei Frankfurt zieht VW Polo raus - und bekommen Schock beim Blick unter den Wagen

VW-Golf-GTI-Fahrer auf B229 in Lüdenscheid angehalten: Das sind die Konsequenzen

Auch die Geräusche, die der Wagen von sich gab, zogen eine weitere Überprüfung nach sich. Der GTI wurde sogar bei einer technischen Prüfstelle vorgeführt. Die Prüfer konnten alle nur den Kof schütteln. Sie stellten fest, dass sich die unzulässig verbauten Federn wegen der fehlenden Vorspannung mühelos mit bloßer Handkraft entnehmen ließen. 

Die Prüfer fest, dass sich die unzulässig verbauten Federn wegen der fehlenden Vorspannung mühelos mit bloßer Handkraft entnehmen ließen. 

Dieser Mangel sowie die zahlreichen Kratz- und Aufsetzspuren, die unzulässige Klappenauspuffanlage und die daraus resultierenden Geräuschemissionen führte dann im Ergebnis zur Feststellung: "Verkehrsunsicher!". Pech für den GTI-Fahrer aus Unna: Die Kennzeichen wurden noch an Ort und Stelle sichergestellt. 

Wie tief der Wagen lag zeigte sich beim Verlassen der Prüfstelle. Am Ende der Hebebühne fuhr sich der VW Golf sogar fest. Teile des Unterbodens rissen ab.
Den Fahrer erwartet ein Bußgeld in Höhe von ca. 350 Euro. Gegen den Fahrzeughalter (der Vater des Mannes) wird ebenfalls Anzeige erstattet.

Zivilfahnder der Polizei haben einen VW Golf in der Nähe von Offenbach aus dem Verkehr gezogen. Im Wagen fanden die Fahnder 95 Gründe für eine Verhaftung. Über den Vorfall berichtet extratipp.com*.

Mehr dazu: Lüdenscheid: Kontrolle dauert ewig! Mann füllt Urinbecher mit was VÖLLIG anderem, wie extratipp.com* berichtet.

Matthias Kernstock

*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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