Monokelkobra bleibt verschwunden

Kobra-Schock in Herne: Anwohner schaut in Hinterhof und fällt fast tot um

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Kobra-Schock in Herne: Anwohner schaut in Hinterhof und fällt fast tot um

Kobra-Schock in Herne: Anwohner schaut in Hinterhof und fällt fast tot um

Herne - Seit Tagen hält eine giftige Schlange eine ganze Straße in Nordrhein-Westfalen in Atem: Nachdem eine Kobra ihrem Besitzer entkommen war, ist die Bruchstraße in Herne abgesperrt. Die Behörden vermuten, dass sich das Tier noch in dem Haus befindet, in dem es seinem Halter abgehauen war. Aus diesem Grund wurden vier Reihenhäuser gesperrt, die durch den Keller miteinander verbunden sind. Deshalb dürfen die Anwohner auch nicht zurück in ihre Häuser, Feuerwehr und Ordnungsamt suchen nach wie vor nach dem gefährlichen Reptil. Und auch die Medien sind seit Tagen vor Ort, um über den Ausnahmezustand in Herne zu berichten.

Irgendwie war es der Monokelkobra am Sonntag, 25. August gelungen, aus ihrem Terrarium im Haus in der Bruchstraße in Herne zu kriechen. Ein Biss der gefährlichen Giftschlange kann tödlich sein. Für den Notfall wurde in kürzester Zeit ein Antiserum organisiert, das Gegengift werde derzeit in der Universitätsklinik in Düsseldorf bereitgehalten.

Anwohner in Herne im Kobra-Schock - jetzt stressen auch noch unverschämte Gaffer

Doch nicht nur die Angst vor der giftigen Kobra und der Trubel um ihre Straße geht den Leuten in Herne langsam tierisch auf die Nerven. Vor allem die Gaffer sind es, die die Anwohner fassungslos machen. Besonders lästig seien laut Nachbarn zum einen die Leute, die mit dem Auto langsam an den evakuierten Reihenhäusern vorbeifahren, um mit dem Smartphone Fotos zu schießen oder Filmchen zu drehen. Noch viel schlimmer aber sei die Dreistigkeit der Schaulustigen, die zu Fuß zu jeder Tageszeit unterwegs sind und hoffen, die gefährliche Schlange auf ein Bild bannen zu können. 

Kobra-Schock in Herne: Anwohner entdeckt die dreistesten Gaffer im eigenen Hinterhof

Neben den Gaffern halten sich auch die evakuierten Anwohner auf der Straße vor ihren gesperrten Häusern auf. Angespannt verfolgen sie die Entwicklung der Suche nach der Kobra - schließlich wollen alle so bald wie möglich wieder nach Hause. Inzwischen durften sie zumindest kurz in ihre Wohnungen, um dort Kleidung zum Wechseln sowie das Nötigste zu holen. Einer von ihnen erzählt die krasseste Geschichte: Beim Blick in seinen Hinterhof bot sich ihm eine so skurrile Szene, dass er fast umgefallen wäre. „Da war eine Familie mit Kindern, die mit Taschenlampen unterwegs waren“, erzählt der fassungslose Mann im Online-Portal derwesten.de. Abgesehen davon, dass er die ganze Aktion schon wegen der Giftschlange für völlig unverantwortlich hält, findet er das Verhalten gegenüber den Menschen, die hier leben, auch total respektlos.

Letzte Lösung in Herne: Verschwundene Kobra soll mit Giftgas getötet werden

Sollte die Kobra weiterhin verschwunden bleiben, will ein Experten-Team das Haus in Herne in Schutzfolie packen und die gefährliche Giftschlange mit einem Biogas buchstäblich ausräuchern. Auch diese Aktion macht den Nachbarn Sorgen. Ob das nicht gefährlich sei, will ein Anwohner wissen. Wenn das Gas für das Reptil tödlich ist, kann es ja für den Menschen auch nicht gut sein. Und: Sollten die Experten wirklich zu diesem letzten Mittel greifen müssen, dann wird sich die Rückkehr der Bewohner in ihre Häuser noch weiter verzögern, denn die Vorbereitungen für den Gas-Einsatz sollen 14 Tage dauern.

Neben der Dauerbedrohung durch die entwischte Kobra fragen sich die Leute in Herne auch, was die Flucht des Reptils kosten wird - und wer das alles zahlen soll. „Wenn wir die Schlange haben, werden wir alles versuchen, die Schlange zuzuordnen. Wir werden natürlich gerne den Halter der Schlange in Haftung nehmen“, sagte Ordnungsdezernent Johannes Chudziak. Der mutmaßliche Kobra-Halter soll allerdings nach Angaben der Nachbarn arbeitslos sein und Hartz IV beziehen.

Der Besitzer der ausgebüxten Kobra aus Herne ist untergetaucht

In der Wohnung des mutmaßlichen Besitzers der ausgebüxten Kobra haben die Behörden 22 Schlangen gefunden. 20 davon sollen giftig sein, nur 13 Reptilien hatte der Mann angemeldet. Er bestreitet nach Angaben der Stadt Herne jedoch, dass die Tiere aus seinen Beständen stammen. Wie RTL.de berichtet, ist der 22-jährige Schlangenbesitzer inzwischen untergetaucht.

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