Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft

IW-Studie zum Gehalt: Wenn Sie so viel verdienen, gehören Sie zur Oberschicht in Deutschland

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Die meisten Menschen fühlen sich ärmer als sie sind

Wer gehört in Deutschland zur Oberschicht? Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln deckt Verblüffendes auf!

Köln - Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat eine Studie mit erstaunlichen Ergebnissen zum Thema Einkommen in Deutschland veröffentlicht. 

Die Oberschicht schätzt Einkommen laut IW-Studie falsch ein

Wichtig bei der Studie ist das sogenannte bedarfsgewichtete mittlere Einkommen. Größere Haushalte haben beispielsweise einen höheren Bedarf an Lebensmitteln und größeren Wohnungen, dafür können sie in anderen Bereichen sparen. In Deutschland lag das mittlere Nettoeinkommen bei monatlich 1869 Euro – 50 Prozent der Bundesbürger hatten also ein höheres Einkommen, 50 Prozent ein niedrigeres Einkommen. 

IW-Studie: Oberschicht fühlt sich nicht reich

Die IW-Experten werteten für ihre Analyse Daten aus den Haushaltsbefragungen des sozioökonomischen Panels 2016 aus. Interessant ist aber die Selbsteinschätzung der meisten Menschen. Die liegt nämlich oft komplett daneben. Die Autoren der Studie stellten nämlich fest: Die Mehrheit der Reichen fühlen sich nicht reich und sortieren sich eher zu Mittelschicht. Aber auch die Ärmeren unter uns schätzen sich falsch ein. Selbst mit einem eher mittleren Einkommen sehen sich Menschen ohne einen Schul- oder Berufsabschluss bei den Ärmeren und fühlen sich damit ärmer als sie sind.

IW-Studie zum Gehalt: Wenn Sie so viel verdienen, gehören Sie zur Oberschicht in Deutschland

Zu den einkommensreichsten zehn Prozent unserer Gesellschaft zählt man schon, wen man als Single mehr als 3440 Euro netto im Monat verdient. Paare ohne Kinder und Paare, deren Kinder bereits ausgezogen sind, gehören ab einem Haushaltsnettoeinkommen von 5.160 Euro zu der Gruppe der reichsten zehn Prozent. Was dann folgt, ist kein Geheimnis. Der Besuch einer Universität habe Auswirkungen auf den Geldbeutel, so das IW. Und „Akademiker haben eine besonders hohe Chance, die oberen Bereiche der Einkommensverteilung zu erreichen“. 

Beim tatsächlichen Einkommen ist nicht nur die Bildung, sondern auch der Wohnort entscheidend. Bewohner auf dem Land stehen schlechter da als Stadtbewohner. Das mittlere Einkommen in städtischen Regionen liegt 116 Euro oberhalb des Einkommens von Landbewohnern. Außerdem gibt es einenUnterschied im Osten und im Westen Deutschlands. Wie das IW berichtet, gehört man im Osten als Single mit einem Einkommen von 2.839 Euro netto zu den Top zehn Prozent, in Westdeutschland zählt man damit nur zu den Top 20. 

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