Hunde sind gestresst

Hunde: Tipps für Silvester mit Haustieren 

Diese Tipps helfen Hundehalter/innen, den Silvesterabend mit Knallkörpern und Feuerwerk besser auszuhalten.

München - Eine große Mehrheit der mehr als 600 Tierhalter*innen, die an einer aktuellen Online-Umfrage der Welttierschutzgesellschaft (WTG) teilgenommen haben, befürwortet eine strengere Regulierung der Silvester-Feuerwerke, wie zum Beispiel ein flächendeckendes Verbot für Privatpersonen. Die Ergebnisse der Umfrage unterstreichen, welche Belastung die Feuerwerke rund um Silvester für Haustiere und damit auch für ihre Halter*innen darstellen. Nahezu neun von zehn Befragten bemerken Verhaltensänderungen ihrer Tiere rund um Silvester, in den allermeisten Fällen zeigen die Tiere Angstsymptome. Als Reaktion darauf bleiben mehr als 90 Prozent der befragten Personen am Silvesterabend bei ihren Tieren zu Hause.

Hund: Das stresst Tiere an Feuerwerken und Knallkörpern

Auslöser für Stressreaktionen der Tiere auf Feuerwerke und Knallkörper sind zum einen die Geräusche, denn Haustiere wie Katzen oder Hunde (Hund: Zahlen und Statistiken zu Hunden in Deutschland) haben ein viel sensibleres Gehör als Menschen, erklärt Daniela Schrudde, Tierärztin und Leiterin für Tierschutzarbeit bei der Welttierschutzgesellschaft in Berlin. Dadurch reagieren sie auch auf Laute in weiter Ferne, die das menschliche Ohr nicht wahrnimmt. Darüber hinaus sind es die Lichtreize und die unbekannten, vom Feuerwerk verursachten Gerüche, die Unsicherheiten auslösen können. Alles zusammen kann zu einer Vielzahl an Stressreaktionen führen, zu denen starkes Zittern sowie Nahrungsverweigerung und im schlimmsten Fall das Wegrennen zählen.

Mehr als 97 Prozent der Befragten haben in der WTG-Umfrage mindestens eine Forderung unterstützt, die eine Einschränkung der Silvesterfeuerwerke bedeuten würde. Ein flächendeckendes Verbot von Feuerwerkskörpern für Privatpersonen wünscht sich mehr als die Hälfte der Befragten (53,5 %). Danach folgen die Forderungen, Feuerwerke nur noch an zentralen Orten in Städten und Gemeinden zu erlauben (47,5 %) sowie generell sämtliche öffentliche und private Feuerwerke zu verbieten (35,9 %).*

Grausame Tat eines Hundebesitzers. Ein Unbekannter setzt mitten in Hongkong seinen Vierbeiner aus. Der Hund reagiert verzweifelt. Tierbesitzer werden bei diesen Bildern weinen.

Hund: Diese Tipps unterstützen Sie, die Furcht Ihrer Tiere vor den Silvesterfeuerwerken zu mindern

Bereits in den Wochen vor Silvester sollten Halter*innen besonders sensibler Tiere testen, wie ihre Schützlinge auf Beruhigungsversuche reagieren. Dazu können sie in einem Stressmoment den Puls des Tieres messen und zeitgleich versuchen, das Tier durch Streicheln zu beruhigen. Wenn dies für das Tier entspannend wirkt, wird der Puls fünf Minuten später deutlich niedriger liegen. Ein solches Eingreifen ist dann auch eine Strategie für Silvester. - In den Tagen rund um Silvester sollten Hunde immer an der Leine und nur in ihnen bekannten Gebieten ausgeführt werden. Freigängerkatzen sollten jeweils ein bis zwei Tage vor und nach Silvester im Haus bleiben. - Wenn am Silvestertag die Feuerwerke zunehmen, sollten Halter*innen ihre Tiere nicht mehr allein lassen und ihnen Rückzugsmöglichkeiten in möglichst abgedunkelten, ruhigen Zimmern bieten. Das Tier sollte diese Räume bereits kennen und sich dort wohlfühlen. Musik oder Fernsehgeräusche können für eine gewohnte Kulisse sorgen und dadurch beruhigend wirken. Als letzte Option zum Schutz vor dem Feuerwerk bleibt z.B. Hundehaltern die Fahrt über die Autobahn. In deren Umgebung gibt es weniger Feuerwerke, außerdem nehmen viele Tiere das Auto als Schutzraum wahr. - Um für den Notfall vorzusorgen, wenn das eigene Tier wegen der Feuerwerke ausreißt, sollte am Halsband ein Adressanhänger mit Kontaktdaten der Halter*in angebracht sein. Grundsätzlich ist es wichtig, das eigene Haustier zu chippen und zu registrieren.

Wegen

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nun einen äußerst radikalen Schritt: Betroffen hiervon sind die Feierlichkeiten an Silvester. Die Reaktionen der Kunden fallen eindeutig aus.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Thomas Warnack/dpa

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