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Hunde mögen ein eigentlich gut gemeintes Verhalten von euch ganz und gar nicht

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Menschen tätscheln und kraulen ihre Hunde gerne am Kopf. Was für die Besitzer ein gut gemeintes Verhalten sein soll, können Hunde nicht ausstehen. Dafür gibt es Lösungen.

  • Hunde gehören nach den Katzen zu den beliebtesten Haustieren
  • Knapp 10 Millionen Hunde leben in deutschen Haushalten
  • Was viele Menschen nicht wissen: Hunde hassen ein gut gemeintes Verhalten

Raleigh - Sie sind der beste Freund des Menschen: Hunde (Hund: Zahlen und Statistiken zu Hunden in Deutschland*). Laut statista.com leben 34,3 Millionen Haustiere in Deutschland, davon 9,4 Millionen Hunde (Hunde: Die teuersten Rassen der Welt*), wie extratipp.com* berichtet. Nach den Katzen sind Hunde (Hund: Kampfhunde in Deutschland - Alle Infos zu gefährlichen Rassen*) damit auf dem 2. Platz der in Deutschland lebenden Haustiere. Für viele Hundebesitzer sind die Vierbeiner weitaus mehr als ein Haustier. Hunde dürfen ins Haus, schlafen im Bett und werden rundum versorgt - Hunde sind schlichtweg für viele Besitzer ein echtes Familienmitglied.

Obwohl der Hund (Hund: Tödliche Angriffe von Hunden in Deutschland - eine Liste*) schon seit Jahrhunderten der beste Freund des Menschen ist, gibt es immer wieder Fakten, die uns überraschen und die vielen so nicht bekannt sind. Denn tatsächlich gibt es bei uns Menschen ein Verhalten, dass die Vierbeiner überhaupt nicht mögen.

Hunde zeigen eine bewusste Körpersprache, wenn sie etwas nicht mögen

Tatsächlich mögen es Hunde nicht, wenn man sie am Kopf berührt oder auf den Kopf klopft. Das hat der AKC, der American Kennel Club, herausgefunden. Der AKC ist der größte Dachverband der Rassehundezüchter in den USA. Hunde zeigen demnach eine bewusste Körpersprache, wenn sie ein Verhalten des Menschen nicht mögen. Und, auch wenn das Tätscheln und Kraulen am Kopf von den Hundebesitzern nur lieb gemeint ist, so mögen es unsere Vierbeiner einfach nicht. 

Dies zeigt sich dann, wenn sich die Hunde wegducken, den Kopf senken, einfach weiterlaufen, die Ohren zurücklegen oder das Walauge sichtbar wird, also das Weiße in ihren Augen. Warum Hunde dieses Verhalten der Menschen nicht mögen, hat mehrere Gründe. Diese sollten den Hundebesitzern zu denken geben, denn: Hund ist eben nicht gleich Kind. Kinder mögen es sicherlich, wenn man ihnen liebevoll durchs Haar streicht. Bei Hunden ist es eben nicht so.

Hunde mögen es, am Kinn gestreichelt zu werden. Jedoch nicht am Kopf.

Darum mögen es Hunde nicht, wenn man sie am Kopf berührt

Warum Menschen immer dazu geneigt sind, ihre Hunde am Kopf zu berühren, liegt auf der Hand: Der Kopf des Tieres ist der zu am leichtesten erreichbare Körperteil. Bei vielen Hunden müssen wir uns nicht mal bücken, um ihnen den Kopf streicheln zu können. Doch bei den Vierbeinern löst dies schlicht und ergreifend Unbehagen und Stress aus. Dies hat damit zu tun, dass es Hunde von Natur aus nicht mögen, wenn etwas von oben auf sie herab greift. Das löst Stress bei den Tieren aus.

Auch aus diesem Grund gibt es nicht wenige Hunde, die davon laufen, wenn ihr Herrchen oder ihr Frauchen sie versucht, an die Leine zu nehmen. Doch es gibt eine gute Nachricht: Hunde kann man daran gewöhnen, das Kopfkraulen als etwas Positives zu empfinden.

Hundebesitzer können ihre Tiere konditionieren.

Bringen Sie ihrem Hund bei, dass Berührungen am Kopf etwas Gutes sind

Hundebesitzer müssen ihren Tieren beibringen, dass das Kraulen, Tätscheln oder Streicheln am Kopf etwas Positives bedeutet. Auf keinen Fall sollte man fremden Menschen erlauben, den Kopf des Hundes zu tätscheln. Die Tiere müssen erst darauf trainiert werden. So sollten Hundebesitzer fremde Menschen bitten, das Tier am Kinn, im Brustbereich oder am Rücken zu streicheln, das mögen die Hunde sehr. Dabei sollten Sie ihren Hund umdrehen, sodass er dem Fremden den Rücken zudreht. Belohnen Sie ihn zwischendurch immer wieder mit einem Leckerli. Dieser Vorgang sollte mehrere Wochen lang wiederholt werden.

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Im nächsten Schritt nähern wir uns dann dem Kopfkraulen oder -tätscheln. Hierbei spielt die Position des Hundebesitzers eine wichtige Rolle. Starten Sie damit, indem Sie sich neben den Hund auf den Boden oder einen Stuhl sitzen und arbeiten Sie sich Stück für Stück hoch, bis Sie schließlich stehen. Jedesmal, wenn Hundebesitzer dann nach dem Kopf ihres Tieres greifen, sollten Sie ihm ein Leckerli geben oder eben ein Lob-Wort wie „Gut“ oder „Ja“ aussprechen. Auf diese Weise assoziiert der Hund damit einen positiven Vorgang, zudem wird er beruhigt. Dieses Training wird auch Konditionierung genannt. Das Gehirn des Hundes wird auf bestimmte Ereignisse trainiert. Verbringen Sie täglich fünf Minuten mit dem Hund und dem Konditionieren.

*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Sven Hoppe/dpa

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