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Hund: Kampfhunde in Deutschland - Alle Infos zu gefährlichen Rassen

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Kampfhunde in Deutschland - Alle Infos. Welche Rassen als gefährlich gelten, listen die einzelnen Bundesländer auf.

Hund: Kampfhunde in Deutschland - Alle Infos. Welche Rassen als gefährlich gelten, listen die einzelnen Bundesländer auf.

Hannover - Hunde gelten bei vielen Deutschen als "bester Freund". Werden sie aggressiv, liegt die Schuld Experten zufolge meist beim Halter. Tödliche Unfälle sind selten, wie extratipp.com auflistet.

Hund: Kampfhunde in Deutschland - Alle Infos zu gefährlichen Rassen

Eine deutschlandweite Regelung zur Haltung von Kampfhunden gibt es nicht. Welche Rassen bei Hunden als gefährlich gelten, listen die einzelnen Bundesländer auf. Häufig werden Rassen wie 

  • Pitbull Terrier, 
  • Bullterrier, 
  • Staffordshire Bullterrier oder 
  • American Staffordshire Terrier 

als gefährlich eingestuft. Für sie gilt auch ein bundesweites Importverbot. In Hessen, wo jetzt ein Baby getötet wurde, ist das Halten von gefährlichen Hunden in einer speziellen Verordnung aus dem Jahr 2003 geregelt. 

Zur Liste der gefährlichen Hunde gehören zehn Rassen und Gruppen, darunter ist der Pitbull-Terrier oder der Staffordshire-Terrier. Ein Halter braucht für diese "Listenhunde" - das Wort Kampfhund wird von den Behörden nicht verwendet - eine Erlaubnis der Ordnungsbehörden der jeweiligen Kommunen. Der Halter muss auch eine Sachkundeprüfung ablegen. Außerdem muss für den Hund eine "positive Wesensprüfung" vorliegen.

In Zusammenarbeit mit den drei Regierungspräsidien des Landes wird die Liste der gefährlichen Hunde regelmäßig angepasst. Zuletzt wurde 2008 der Rottweiler in die Liste neu aufgenommen. Aus der Liste gestrichen wurden die Rassen Mastiff, Mastino Napoletano und Fila Brasileiro.

Hunde: Jedes Jahr sterben Menschen in Deutschland  wegen Hundebissen

Jährlich sterben in Deutschland im Schnitt drei bis vier Menschen an Hundebissen oder nach Hundestößen. Das Statistische Bundesamt zählte von 1998 bis 2015 insgesamt 64 Todesopfer.

Hundebisse werden bundesweit nicht statistisch erfasst. Für das Jahr 2010 zählte die gesetzliche Unfallversicherung 3610 gemeldete Bissverletzungen - davon etwa 75 Prozent durch Hunde und Katzen. In einer Dissertation, die Beißstatistiken der Bundesländer für 2012 auswertet, werden knapp 3000 Hundebisse an Menschen gezählt. Wenn die Attacken tödlich enden, sind demnach meist Menschen Opfer, die sich schlecht verteidigen können - also Ältere und kleine Kinder.

Hunde: Was sind eigentlich Kampfhunde?

Das Online-Lexikon "Wikipedia" definiert Kampfhunde so: "Als Kampfhunde im eigentlichen Sinne werden Hunde bezeichnet, die zu Tierkämpfen, insbesondere zu Hundekämpfen, aber auch zu Kämpfen z. B. gegen Bullen gezüchtet, ausgebildet und eingesetzt wurden. 

Der Begriff bezeichnete ursprünglich keine bestimmte Hunderasse, sondern ein bestimmtes Einsatzgebiet. Später wurden speziell für den Tierkampf einige klar voneinander abgetrennte Hunderassen gezüchtet, bei deren Nachfolgern heutzutage jedoch in den offiziellen Zuchtlinien die besondere Tierkampfeignung nicht mehr zu den Zuchtzielen zählt. 

Hundekämpfe sind aktuell in vielen Ländern verboten, finden aber mancherorts im kriminellen Umfeld dennoch statt." 

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