Tiere sind nicht glücklich

Sie sollten Ihre Hunde niemals umarmen - egal wie niedlich er Sie ansieht

  • Philipp Mosthaf
    vonPhilipp Mosthaf
    schließen

Hunde sind der beste Freund des Menschen - also zeigen wir den Tieren das auch gerne. Sie sollten Ihre Hunde nicht umarmen - egal wie niedlich sie sind. 

  • Hunde sind die beliebtesten Haustiere in Deutschland
  • Die Liebe zu den Vierbeinern ist oft grenzenlos
  • Was viele Hundebesitzer jedoch nicht wissen: Sie sollten die Hunde nie umarmen

Brooklyn - Knapp zwölf Millionen Hunde (Hund: Zahlen und Statistiken zu Hunden in Deutschland*) leben in Deutschland. Über neun Millionen Hunde (Hunde: Die teuersten Rassen der Welt*) werden dabei als Haustier gehalten. Nach den Katzen sind Hunde (Hund: Kampfhunde in Deutschland - Alle Infos zu gefährlichen Rassen*) damit das beliebteste Haustier in Deutschland. Und die Liebe zur den Vierbeinern ist riesengroß. Hunde sind für ihre Besitzer nicht einfach nur Tiere. Sie sind ein Teil der Familie, ein vollwertiges Mitglied.

Viele Besitzer lassen ihre Hunde (Hund: Tödliche Angriffe von Hunden in Deutschland - eine Liste*) in der Wohnung schlafen - auf der Couch oder sogar im Bett. Die Zuneigung zu den Vierbeinern ist unermesslich. Im Zusammenleben zwischen Hund und Mensch kommt es vonseiten der Besitzer auch sehr oft zu Streicheleinheiten und Umarmungen. Doch Hunde sollte man nicht umarmen. Das hat Gründe.

Hunde sind nicht glücklich, wenn sie umarmt werden

Hundebesitzer umarmen ihre Tiere wahrscheinlich täglich. Auf den ersten Blick hat es auch den Anschein, als würden sich die Hunde darüber freuen. Zumindest in Ordnung sollte es für die Tiere doch sein, wenn sie von ihrem Besitzer umarmt werden und Streicheleinheiten bekommen. Doch in Wahrheit sind Hunde alles andere als davon begeistert, wenn die Liebe und Zuneigung des Menschen Überhand nimmt.

Hunde lassen sich ungern umarmen.

„Viele Experten werden zustimmen, dass es nicht ideal ist, einen Hund zu umarmen“, so die Hundepsychologin Alexandra Horowitz in einem Interview, dass von businessinsider.de übersetzt wurde. Die Hunde-Expertin habe nach eigenen Angaben noch nie einen Hund mit dem Schwanz wedeln sehen, wenn er umarmt wurde. „Hunde lassen es über sich ergehen.“

Hunde lassen Umarmungen über sich ergehen

Dabei gibt es mehrere Gründe, die dagegen sprechen, den Hund zu umarmen. Hunde-Psychologin Horowitz erklärt: „Hunde mögen keine Umarmungen.“ Das erkenne man an der Körpersprache der Haustiere. „Sie legen ihre Ohren an, sie lecken ihre Lippen. Oder sie gähnen, was ein anderes Zeichen für Stress ist.“ Manche Hunde versuchen der Umarmung zu entfliehen oder würden Walaugen zeigen - also das Weiße in ihren Augen wird sichtbar. Als das seien Anzeichen dafür, dass es Hunde unbequem finden umarmt zu werden.

Banal ausgedrückt kann man natürlich sagen, dass es die Hunde über sich ergehen lassen. Erwachsene können das Verlangen einschränken, ihren Hund umarmen zu wollen. Schwieriger wird das bei Kindern. Sie können ihren Wunsch nach einer Umarmung nicht kontrollieren. In manchen Fällen kommt es dann zu Problemen, etwa, wenn sonst ruhige und brave Hunde sich von dem Kind bedrängt fühlen und daraufhin aggressiv werden. „Das Kind ist auf Augenhöhe mit einem Hund, kann daher schlimmer Verletzungen im Gesicht erleiden“, so Hunde-Expertin Horowitz. Daher sollten Hundebesitzer ihren Kindern im Umgang mit Hunden Grenzen setzen - selbst wenn es schwerfällt. Denn für Hunde kann die Liebe und Zuneigung auch manchmal zu viel werden.

Das Verhalten von Hunden zu deuten ist nicht immer einfach. Sobald Ihr Hund sich jedoch schlagartig so benimmt*, sollten Sie sofort handeln.

*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare