Jetzt gibt‘s Saures 

"Höhle der Löwen" (Vox): Juror flippt aus, weil Hipster lügt

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Beef bei „Die Höhle der Löwen“.

Die VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ startet 2019 in die sechste Staffel. Ein Gründer aus Frankfurt stellt ein ungewöhnliches Sportgerät in der Show vor.

Update vom 25. September 2019: Carsten Maschmeyer (60) zeigte sich entsetzt in der aktuellen Folge von „Die Höhle der Löwen“. So etwas hatte sich in der VOX-Show schließlich noch niemand getraut. Die beiden Freunde Raphael Fellmer (36) und Martin Schott (31) stellen eine mutige Behauptung auf: 26 Millionen Euro Gewinn wollen sie in den nächsten fünf Jahren ihrer Firmengeschichte erzielen. Und das mit einem Start-Up. Bei solch rosigen finanziellen Aussichten wollen die Gründer auch eine beachtliche Summe von den Investoren in der „Höhle der Löwen“ kassieren. Überschaubare sechs Prozent der Firmenanteile an „Sir Plus“ gibt es für 700.000 Euro. 

Doch was ist die Idee hinter dem Unternehmen? Fellmer und Schott wollen sich mit ihrer Firma dem Problem stellen, dass in Deutschland etwa die Hälfte aller Lebensmittel im Müll lande, wie die Gründer in der "Höhle der Löwen" erklären. Die beiden Visionäre möchten Lebensmittel von Produzenten kaufen, die bereits abgelaufen oder aussortiert wurden. Diese Lebensmittel sollen dann günstiger an die Verbraucher weiter verkauft werden. Auch mit krummen Gemüse könne man so Geld sparen.

"Höhle der Löwen": Juror beschimpft Gründer als obergierige Kapitalisten und Moralapostel

So weit, so gut. Nichts Geringeres als die Welt zu retten, haben sich die Gründer als Ziel gesetzt. „Wir bieten den Menschen die Möglichkeit an, Lebensmittel zu retten und dabei Geld zu sparen“, sagt Fellmer in der „Höhle der Löwen“. Eine neue nachhaltige Lebensmittelkette wollen die Männer aufbauen. Mindestens 130 Millionen Euro Umsatz ließe sich in fünf Jahren damit machen, sagen die Gründer in der aktuellen Folge von „Die Höhle der Löwen“.

Investor Georg Kofler (62) glaubt nicht an die gute Intention dahinter. Mehr noch: Der Löwe findet, Raphael Fellmer und Martin Schott würden sich als Moralapostel aufspielen, hätten aber nur das große Geld im Kopf: „Was mich fundamental stört, ist Euer moralisierendes Schöngerede von Eurem Geschäftsmodell. Ihr tretet hier ein wie die Moralapostel, die die Welt retten wollen. Und kommt mit einer Bewertung, die Euch als obergierige Kapitalisten erscheinen lässt.“

"Höhle der Löwen": Juror sieht Wolf im Schafspelz - dabei ist alles anders

Georg Kofler ist fassungslos. Der 62-Jährige glaubt, den Wolf im Schafspelz vor sich zu haben: „Eure Bewertung ist absurd. Ihr sagt: ‚Ich war fünf Jahre Geldstreiker, aber möchte jetzt mit einem Schritt zum Multimillionär werden’. Das ist gieriger als der freie Kapitalist. Weil mich das so echauffiert, weil ich Euch so unglaubwürdig finde, bin ich jetzt schon mal raus.“

Nicht ganz so laut aber ebenfalls wenig begeistert zeigen sich die restlichen Investoren. Den Gründern bleibt nichts, als betroffen aus der „Höhle der Löwen“ abzuziehen. Überrollt und überbügelt fühlt sich Fellmer, gibt er am Höhlenausgang zu. Dabei wollte er nur den möglichen Gewinn so gut wie möglich präsentieren. Einen wichtigen Faktor hatte er laut bild.de nicht erwähnt: 80 Prozent ihres Verdienstes wollten die Gründer in nachhaltige Projekte und soziale Vereine stecken. Ebenfalls für Wirbel sorgt die Idee zweier Gründer aus Bremen, die ein Auto für einen Euro anbieten wollen, wie nordbuzz.de* berichtet. 

„Höhle der Löwen“ (VOX): Frankfurter hat geniale Idee - diese Kletterwand ist einzigartig

Ursprüngliche Meldung: Köln - Es wird wieder gegründet und investiert im deutschen Fernsehen - Die VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“ startete am 3. September 2019 in die sechste Staffel. Die Show funktioniert ganz nach dem Prinzip der amerikanischen Show „Shark Tank“, was so viel wie Haifischbecken bedeutet: Junge Unternehmer stellen in einer Fernsehsendung ihre Erfindungen und Dienstleistungen vor. 

Begutachtet werden die Ideen von einer Reihe Investoren. Wenn die Investoren von dem Geschäftsmodell der sogenannten Gründer überzeugt sind, können sie in der „Höhle der Löwen“ in deren Business investieren. Die Gründer sind nicht immer nur auf der Suche nach finanziellen Investments, sondern zum Teil auch nach dem Know-how der erfahrenen Geschäftsleute. 

“Die Höhle der Löwen“ bekommt Zuwachs - Neuer Investor in der sechsten Staffel

In den Vereinigten Staaten wurde die Gründershow „Shark Tank“ zum ersten Mal 2009 ausgestrahlt. In Deutschland ging man 2014 mit der ersten Staffel von „Die Höhle der Löwen“ an den Start. In der fünften Staffel investierten Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Judith Williams und Georg Kofler in die kreativen Ideen der Bewerber. 2019 vervollständigt Nils Glagau die Jury der TV-Show „Die Höhle der Löwen“. Der 43-Jährige ist Geschäftsführer der Firma Orthomol. Das Familienunternehmen stellt Nahrungsergänzungsmitteln her. 

2019 vervollständigt Nils Glagau die Jury der TV-Show „Die Höhle der Löwen“.

Vom Superkleber über eine Hochzeitsplaner-App bis hin zur veganen Pizza - In der „Höhle der Löwen“ ist jede Idee willkommen. Wie vielversprechend ein Investment tatsächlich ist, entscheidet die Jury nach der Vorstellung der jeweiligen Erfindung. 

Bislang kam die Fernsehsendung beim Publikum gut an. 2018 erzielte “Die Höhle der Löwen“ an einem Montagabend im September unter anderem 20,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Mit einem Marktanteil und 1,77 Millionen jungen Zuschauern war die VOX-Show “Die Höhle der Löwen” an diesem Montag im Vorjahr die Nummer 1, informiert meedia.de. Das Finale der fünften Staffel der Sendung „Die Höhle der Löwen“ sahen am 20. November 2018 durchschnittlich 3,04 Millionen Zuschauer auf dem Sender VOX, wie statista.com berichtet. 

Frankfurter stellt “Everest Climbing“ bei „Die Höhle der Löwen“ vor

In der zweiten Folge der sechsten Staffel von „Die Höhle der Löwen“ stellt ein Frankfurter eine ganz besondere Erfindung vor: Eine unendliche Kletterwand, wenn man so will. Der Frankfurter Dariusz Salamonowicz und sein Geschäftspartner Piotr Maleck präsentieren in der VOX-Sendung ein neuartiges Sportgerät, wie fnp.de* berichtet. Es handelt sich dabei um eine Kletterwand an der fünf Laufbänder entlangziehen. An diesen Laufbändern sind Klettergriffe befestigt. Salamonowicz erklärt den „Löwen“ seine patentierte Erfindung in Folge 2: "Wir haben ein System entwickelt, das die Position der Klettergriffe relativ zueinander ständig und automatisch verändert, und zwar während des Kletterns.“ Das Schwierigkeitslevel lässt sich mit dem Winkel der Kletterwand erhöhen. Bis zu 45 Grad steil kann, man das Gerät stellen.

Auf diese Art und Weise scheint die Kletterroute auf der eigentlich nur wenige Meter langen Wand unendlich. Zudem wiederholt sich die Stellung der Klettergriffe zueinander nie. Einen fetzigen Namen hat sich der Frankfurter für das Sportgerät auch schon überlegt: „Everest Climbing“ heißt die Wand der Unendlichkeit. 15 Prozent der Firmenanteile an „Everest Climbing“ würden der Hesse und sein Partner für 220.000 Euro abgeben. Ob sich einer der Investoren auf den Deal einlässt, ist am 10. September auf dem Sender VOX zu sehen.

* fnp.de, nordbuzz.de und extratipp.com* sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Während sich „Die Höhle der Löwen“ bereits in der sechsten Staffel befindet, möchte Johannes B. Kerner künftig mit einer neuen Show wieder auf Sendung gehen. 

Seit 2018 kursiert eine „Höhle der Löwen“-Mail, die Nutzer auf jeden Fall sofort löschen sollten, berichtet extratipp.com*. Denn dahinter steckt Betrug! Zwar flippte kürzlich niemand aus, doch nach der letzten Ausstrahlung von „Die Höhle der Löwen“ folgte der Schock - denn Frank Thelen lehnte ein Investment nachträglich doch ab.

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