Kuss für die Ewigkeit

Dreijähriger wird von Verwandtem geküsst - kurz darauf kämpft er um sein Leben

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Ein Kind hat sich einen gefährlichen Herpes-Virus eingefangen.

Ohne Bedenken lässt eine Frau aus England ihren Dreijährigen von Verwandten küssen. Doch wenig später lässt der Kuss ihren Jungen fast erblinden und bringt ihr Ungeborenes in Lebensgefahr.

Manchester/England - Hayley Etheridge kümmert sich um ihren süßen dreijährigen Sohn. Auch auf ihr zweites Kind freut sich die junge Mutter schon. Sie ist in der 35. Woche schwanger, und die kleine Familie lebt glücklich in England. Doch wie aus dem Nichts bekommt ihr kleiner Baylie-Grey einen schlimmen Herpes-Ausschlag und droht zu erblinden. extratipp.com* berichtet über das ungewöhnliche Krankheitsbild.

Zuerst schien für die junge Mutter mit ihrem dreijährigen Baylie-Grey alles in Ordnung zu sein. Doch auf einmal bekommt der Kleine einen Ausschlag im Gesicht und wird sehr träge. Verzweifelt überlegt die 24-Jährige, welche Ereignisse dem Ausschlag vorangegangen waren. Kürzlich hatte ein Verwandter ihren Sohn geküsst. Aber auch andere Familienmitglieder hatten Baylie geherzt. Mittlerweile war es unmöglich nachzuvollziehen, mit wem ihr Dreijähriger alles Hautkontakt hatte. Der Herpes-Ausschlag breitet sich immer mehr über das Gesicht des Kleinkindes aus. Besorgt fährt Hayley mit ihrem Sohn ins North Manchester General Hospital. Dort finden die Ärzte schnell heraus, was der Junge aufgeschnappt hat, wie die Frau Manchester Evening News erzählt.

Dreijähriger Junge wird von Verwandtem geküsst - der Herpes-Schock folgt im Krankenhaus

Auf ihrer Facebook-Seite beschreibt die junge Frau die angespannte Situation im Krankenhaus: „Ich erinnere mich, wie ich weinend mit den Ärzten gesprochen habe, ihnen meine Fragen gestellt und Antworten bekommen habe, die keine Mutter hören möchte. Sie sagten mir, dass Baylie erblinden könnte, wenn sich das Virus auf seine Augen ausbreitet - ich war absolut verängstigt. Ich hatte keine Ahnung, dass ein einfaches Fieberbläschen-Virus für ein Kind so gefährlich sein kann.“

Die Mediziner erklären der Engländerin, dass ihr Junge sich mit dem Herpes-Simplex-Virus Typ 1 infiziert hat. Plötzlich scheinen die Küsse der Verwandten nicht mehr so harmlos. Denn HSV-1 kann durch Speichel und Hautkontakt übertragen werden.

Dreijähriger Junge wird von Verwandtem geküsst - diesen Virus fängt er sich ein

Der Herpes-Simplex-Virus Typ 1 ist auch als „oraler Herpes“ bekannt. Zu den Symptomen von Herpes oralis zählen schmerzhafte Blasen oder Geschwüre im und um den Mund sowie Lippenherpes. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist HSV 1 - wie HSV 2 oder Herpes genitalis - lebenslang, und die Blasen oder Geschwüre können nach der Erstinfektion regelmäßig wiederkehren. 

Hayley Etheridge hat Angst, dass sich der Virus bei ihrem dreijährigen Jungen weiter ausbreitet und Baylie womöglich durch den Herpes erblindet. Denn vor allem für Babys und Kleinkinder kann der Virus besonders gefährlich werden. 

Dreijähriger Junge wird krank (Herpes) und bringt Bruder in Lebensgefahr

Auch für ungeborene Kinder kann der orale Herpes fatal sein. Hayley, die mit ihrem zweiten Sohn Vito schwanger ist, muss ebenfalls sofort behandelt werden. Die Ärzte warnen die 24-Jährige, dass wenn sie sich über Bailey mit dem Virus infiziert habe, könnte es sein, dass sie den HSV 1 an ihr Baby im Bauch weitergeben könnte. Die Infektion könnte bei dem Baby zu Blindheit und Hirnschäden führen

„Ich saß da ​​und dachte, ich hätte ein Kind in einer wirklich ernsten Situation und jetzt wird mir gesagt, dass mein anderes Baby sterben könnte. Ich war noch nie in meinem Leben so verängstigt,“ schreibt die Mutter aus Manchester auf Facebook.

Herpes bleibt für immer - So geht es dem Jungen von Hayley heute 

Zum Glück wurde ihr zweiter Sohn Vito gesund geboren. Hayleys Söhne sind heute quirlige  Jungen. Der Virus bricht manchmal in ihrem ältesten Sohn, dem mittlerweile fünfjährigen Baylie aus. Meistens aber, wenn er ein schwaches Immunsystem aufweist. Sie ist für die Medikamente, mit denen die Ärzte „am Ball“ bleiben dankbar. Nun möchte die junge Mutter auf die Gefahr von Herpes bei Kleinkindern aufmerksam machen. Indem Hayley ihre Erfahrung mit dem damals Dreijährigen in den sozialen Medien teilt, möchte sie davor warnen, seine Kinder von anderen Menschen küssen zu lassen. Denn Kinder können Viren oft nicht so leicht bekämpfen wie Erwachsene.

Herpes: Damit infizierte sich der dreijährige Junge nach Kuss

Herpes-Viren können über verschiedene Wege verbreitet werden. Der „orale Herpes“ oder auch HSV-1-Herpes-Simplex-Virus genannt, bricht wie der Name erahnen lässt, meistens am rund um den Mund oder auf den Lippen aus. Oft bleibt eine Infektion mit Herpes ohne Symptome, weswegen die Mehrheit der Menschen nicht wissen, dass sie infiziert sind, wie die Weltgesundheitsorganisation mitteilt. 

Zu den Symptomen von Herpes oralis gehören schmerzhafte Blasen oder offene Wunden, die als Geschwüre im oder um den Mund bezeichnet werden können. Bei infizierten Personen tritt häufig ein Kribbeln, Jucken oder Brennen um den Mund herum auf, bevor Wunden und Blasen auftreten. Die Geschwüre können nach einer Erstinfektion immer wieder auftreten. Hauptsächlich wird HSV 1 durch Kontakt von Mund zu Mund übertragen. Durch Kontakt mit dem HSV-1-Virus in Wunden, Speichel und Oberflächen im oder um den Mund herum findet die Ansteckung statt. Laut der Weltgesundheitsorganisation sind zwei Drittel aller Menschen Träger des Herpesvirus. 

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