Musiker aus Bremen festgehalten

Horror-Urlaub! Mann reist in Türkei - dann folgt der absolute Albtraum

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Ein 43-jähriger aus Bremen wurde drei Wochen lang während seines Türkei-Urlaubs festgehalten.

Ein Mann aus Bremen reiste in die Türkei. Im Urlaub kam es zum plötzlich zum Drama. Der deutsche Musiker durfte nicht mehr zurück nach Deutschland.

  • Ein 43-jähriger Mann aus Bremen machte im Küstenort Alanya in der Türkei Urlaub
  • Noch während des Urlaubs hinderten ihn die Sicherheitsbehörden an der Ausreise
  • Die türkischen Behörden halten den Mann aus Deutschland seit drei Wochen fest

Bremen/Alanya - Ein Urlaub in der Türkei endete für einen Mann aus Bremen in einem Albtraum. Dem 43-Jährigen wurde von den türkischen Sicherheitsbehörden die Ausreise nach Deutschland verwehrt. Seit drei Wochen wird der Mann festgehalten, eine Nacht verbrachte der Familienvater sogar in einem Gefängnis. Die deutsche Botschaft in Ankara steht jedoch mit dem Rechtsanwalt des Bremers in Kontakt. Über die Urlaubs-Hölle in der Türkei berichtet nordbuzz.de*.

Bremen: Türkei hindert 43-jährigen Mann an der Ausreise nach Deutschland

Ein 43-jähriger Bremer wird seit drei Wochen in der Türkei festgehalten. Dem Mann aus Deutschland wird von den türkischen Sicherheitsbehörden vorgeworfen, als Musiker bei einem Verein aufgetreten zu sein, dem die Türkei Terrorunterstützung nachsagt. Beweise wollen die Behörden dafür auf seinem Facebook-Profil gefunden haben.

Dem 43-Jährigen, der kurdische Wurzeln hat und in Bremen als Sozialarbeiter tätig ist, wurde deshalb die Ausreise verweigert. Die deutsche Botschaft in Ankara steht jedoch mit dem Rechtsanwalt des Mannes in Kontakt. Ein Ende der Urlaubs-Hölle ist zumindest in Sicht.

Ein Ehepaar aus Bremen erlebte auch die Hölle, als die Wohnung der beiden 81-Jährigen in der Nacht von Unbekannten beschossen wurden.

Bremen: Facebook-Account wird für 43-jährigen Mann zum Verhängnis

Der Mann, der eine Jugendeinrichtung der AWO Bremen leitet, darf in der kommenden Woche nach Deutschland zurückkehren, berichtet Buten un Binnen und bezieht sich auf das private Umfeld des 43-Jährigen aus Bremen. Demnach seien die türkischen Sicherheitsbehörden von ihren Vorwürfen der Terrorunterstützung abgerückt. Der Musiker, der auf kurdischen Festen häufig Volksmusik spielt, hatte regelmäßig seine Auftritte auf sein Facebook-Profil geladen. Dafür wurde er für drei Wochen während seiner Urlaubsreise in die Türkei festgehalten, eine Nacht musste er sogar im Gefängnis verbringen.

Nachdem die Kunden den Preis für ein paar Bananen erfahren hatten, kam es in einem Kiosk in Bremen zu brutalen Szenen.

Türkische Sicherheitsbehörden äußerten beim Bremer den Verdacht der Terrorunterstützung

Der 43-jährige Mann aus Bremen ist allerdings nicht der einzige Deutsche, dem das eigene Facebook-Profil in der Türkei zum Verhängnis wurde. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass die Türkei einem Mann aus Hessen Terrorpropaganda auf Facebook vorwirft. Aktuell sind sieben deutsche Staatsbürger aus politischen Gründen in der Türkei inhaftiert. Auch deshalb warnt das Auswärtige Amt davor, kritische Beiträge über das Land am Bosporus in den sozialen Medien zu veröffentlichen. 

Derweil kam es in Bremerhaven zum Spielabbruch in der Fußball-Bezirksliga Bremen, nachdem ein Spieler den Schiedsrichter brutal attackiert hatte.

Innenminister der Türkei kündigte härtere Gangart gegen Terrorunterstützer bereits im März an

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hatte bereits im März diesen Jahres angekündigt, dass die Türkei künftig verstärkt gegen vermeintliche Terrorunterstützer vorgehen werde. Es gäbe in Europa und Deutschland viele Menschen, die an Kundgebungen von Terrororganisationen teilnehmen und dann in die Türkei kämen, um Urlaub zu machen. Diese würde man dann bei der Einreise festnehmen, "und ab gehts", sagte Soylu bei einer Wahlkampfveranstaltung. Auch deshalb gibt das deutsche Auswärtige Amt eine Reisewarnung für die Türkei aus. 

Eine Familie aus Stormarn bei Hamburg buchte eine Traumreise für 6000 Euro, doch der Urlaub im Oman wurde zum Albtraum.

Nag

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