Seltener Parasit

Amöbe frisst Gehirn: 10-Jährige geht schwimmen - kurz darauf ist sie tot

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Lily Avant infizierte sich mit einem seltenen Parasit. 

Die zehnjährige Lily hat nur ein Bad im Fluss genommen - zwei Wochen später ist sie tot. Sie hat sich mit einer höchst seltenen Amöbe infiziert, die durch die Nase ins Gehirn wandert. 

Fort Worth  - „Komplett geheilt und in den armen von Jesus“ sei Lily Mae Avant nun, wie ihre Familie mitteilt. Lily wurde nur zehn Jahre alt, sie starb in einem Krankenhaus in Fort Worth in den Vereinigten Staaten. Das berichtet der texanische TV-Sender KWTX auf seinem Online-Auftritt. 

Lily Avant: Zehnjährige infiziert sich beim Schwimmen mit Parasit

Lilys Geschichte hatte in den vergangenen Tagen für viel Aufregung in den sozialen Netzwerken gesorgt. Die Fünftklässlerin sei am Wochenende des „Labour Day“, einem US-amerikanischen Feiertag im „Brazos River“ und dem „Lake Whitney“ schwimmen gewesen. Danach habe sie Kopfschmerzen und Fieber bekommen, nachdem sie am nächsten Wochenende in einem Pool gewesen sei. 

Ihre Gesundheit habe sich schnell verschlechtert. Zuerst sei Lily in ein lokales Krankenhaus gebracht worden, dann ins Cook Childrens‘ Hospital in Fort Worth umgelegt worden. Dort sei sie verstorben. Das staatliche texanische Gesundheitsamt bestätigte, dass das Mädchen sich mit dem Einzeller Naegleria fowleri infiziert habe. 

Lily Avant: gehirnfressende Amöbe dringt durch Nase ein

Diese sogenannte „gehirnfressende“ Amöbe findet sich typischerweise in frischen Gewässern wie Teichen, Seen oder Flüssen. Werde kontaminiertes Wasser durch die Nase eingeatmet, könne die Amöbe bis zum Gehirn vordringen und dort eine Infektion auslösen, wie Stern.de schreibt. Die ersten Symptome machten sich für gewöhnlich rund eine Woche nachdem die Amöbe durch die Nase eindringt bemerkbar. 

Lilys Schicksal fand schnell Beachtung in den Medien und auch jetzt wollen viele Menschen dem Mädchen und ihrer Familie Mut zu sprechenn. Unter dem Hashtag #Lilystrong nehmen Menschen auf Facebook und Twitter am Schicksal von Lily Avant teil. Es gibt sogar eine Facebook-Gruppe, auf der Mitglieder der Familie über Lilys Schicksal informieren und andere Nutzer Anteil nehmen. Sie zählt mittlerweile über 23.000 Mitglieder. 

Immer wieder kommt es zu gefährlichen Infektionen mit Parasiten: Jahrelang klagte ein Chinese über Kopfschmerzen. Als die Ärzte DAS aus seinem Kopf holten, erstarrten sie. In einem deutschlandweit verkauften Käse wurden außerdem vor kurzem gefährliche Bakterien gefunden. Und Hundebesitzer sollten vorsichtig sein: In Norwegen ist eine tödliche Hundekrankheit ausgebrochen - nun ist der erste Fall in Deutschland bekannt. 

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