Brand aus Weltall zu sehen

Amazonas-Brand: Diese krasse Karte aus dem Weltall zeigt ganzes Ausmaß der Zerstörung

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Der Regenwald brennt - die Nasa zeigt eine Karte vom Ausmaß der Feuer.

Seit Wochen brennt der Amazonas in Südamerika. Jetzt hat die Nasa erschreckende Satelliten-Bilder veröffentlicht, die das Ausmaß der Zerstörung zeigen.

Sao Paulo/Brasilien - Im Amazonas wüten die schlimmsten Waldbrände seit 2013. Mittlerweile wurden mehr als 73.000 Brände registriert, sogar der Himmel über Sao Paulo ist von Rauch bedeckt. Das ganze verdeutlicht eine Karte aus dem Weltall, die die Nasa veröffentlicht hat. extratipp.com* berichtet über das Ausmaß der Zerstörung.

Das Satellitensystem Modis zeigt die Brände im Regenwald an, dabei steht jeder Punkt auf der Karte für einen Brand in den letzten 24 Stunden. Insgesamt gab es in diesem Jahr bereits 83 Prozent mehr Brände als noch im Vorjahr.

Experte spricht über Amazonas-Feuer

Es ist völlig normal, dass es in einem Wald bei Trockenheit zu Feuern kommt. „Kleinere Brände sind für das Ökosystem meist kein Problem, sie nützen ihm sogar“, erklärte Umweltforscher Rico Fischer gegenüber dem spiegel.de. Kleine Brände seien für die Natur sogar nützlich, weil sie dafür sorgten, dass größere Bäume verbrennen würden. Langsam wachsende Pflanzen kriegten deutlich mehr Licht und könnten so besser wachsen. „Kleinere Brände sorgen für Freiflächen und tragen so zur Verjüngung des Waldes bei“, so Fischer.

Amazonas-Waldbrände vom Menschen verursacht 

So sieht der gesunde Regenwald aus.

Die jetzigen Waldbrände sind zum Großteil vom Menschen verursacht und dadurch sehr viel größer als natürliche Waldbrände. Ein gesunder Regenwald würde nach Bränden in etwa 100 Jahre brauchen, um sich zu regenerieren. Der Amazonas sei durch die vielen Rodungen bereits stark geschwächt, wodurch eine Erholung weit über 100 Jahre dauern werde, wenn sie überhaupt noch stattfinden könne, so der Experte.

Auswirkungen der Amazonas-Brände verheerender als gedacht

Wenn im Regenwald weiterhin Flächen gerodet werden und der Wald weiter beschädigt wird, hat dies für die Umwelt katastrophale Folgen. Der Amazonas ist für rund 20 Prozent der Sauerstoffversorgung zuständig, wenn diese Sauerstoffquelle wegfällt, dann geht der Welt in einigen Jahrzehnten die Luft aus. 

Amazonas-Waldbrände: Bild von verbranntem Ameisenbär sorgt für Entsetzen

Der brasilianische Naturfotograf Araquém Alcântara hat auf seinem Instagram-Account ein Bild von einem Ameisenbären im Regenwald gepostet, der erblindet ist und dessen Fell verbrannt ist.

Unter dem Bild bezeichnet sich der Fotograf als „Augenzeuge dieses Verbrechens gegen die Menschlichkeit“. Der Ameisenbär habe sich trotz seiner Verletzungen aufgerichtet und sich selbst verteidigt, als er den Naturfotografen in der Nähe gespürt habe.

Waldbrände im Amazonas: Brasiliens Präsident beschuldigt Umweltschützer

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro (64) hat Umweltschützer für die Waldbrände verantwortlich gemacht. Er ist der Meinung, Umweltorganisationen hätten die Waldbrände aus Rache für die Streichung öffentlicher Mittel absichtlich gelegt.

Jeder Punkt steht für ein Feuer aus den letzten 24 Stunden.

Hilfe von anderen Ländern in Sachen Regenwald lehnt Bolsonaro vehement ab. Besonders als Frankreichs Präsident Emmanuel Macron twitterte „Unser Haus brennt. Wortwörtlich.“ und die Amazonas-Brände als internationale Angelegenheit bezeichnete, fühlte sich der brasilianische Präsident persönlich angegriffen. Auf Twitter warf er dem französischen Präsidenten vor, er würde nationale Angelegenheiten Brasiliens zum eigenen politischen Vorteil instrumentalisieren.

*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsetzwerkes.

ash

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