Extreme Form von Mischhonig ist das Ergebnis / Imkern finanziert Kunst

    • aHR0cDovL3d3dy5leHRyYXRpcHAuY29tL25ld3MvdGllcmUvc3VtbXQtd2llZGVyLWNpdHliaWVuZW4tZmxpZWdlbi02OTIwMDIuaHRtbA==692002Es summt wieder: Citybienen fliegen aus0true
    • 28.03.10
    • Tiere
    • Drucken

Es summt wieder: Citybienen fliegen aus

    • recommendbutton_count100
    • 8

Frankfurt – Imkern und Innenstadt sind kein Widerspruch. Das beweisen die fleißigen Bienen und ihre nicht minder eifrigen Besitzer der Stadtimkerei-Finger schon seit längerer Zeit. Jetzt starten die Nektar- und Pollensammler wieder von ihren Bienenstöcken vom Dach des Museums für Moderne Kunst und vom Niederräder Ufer. Von Norman Körtge

Tilo Fratzel (rechts) und ein Kollege kontrollieren die Bienenstöcke am Niederräder Ufer.

© nkö

Tilo Fratzel (rechts) und ein Kollege kontrollieren die Bienenstöcke am Niederräder Ufer.

„Wir produzieren einen extremen Mischhonig“, erzählt Andreas Wolf, der seit 2007 zusammen mit Florian Haas ein soziales Kunstprojekt rund um Bienen und Honig leitet. Die Mischung des Stadthonigs ist extrem, da die Citybienen von einer großen Pflanzenvielfalt profitieren: In den Parkanlagen, am Mainufer, auf den Friedhöfen, in Privatgärten und auf den Balkonen. In der Landwirtschaft hingegen gebe es oft nur Monokulturen, sagt Wolf. „Je näher an der Stadt, desto besser ist es für die Bienen“, meint er.

Das Qualität und Geschmack stimmen, würden die Verkaufszahlen zeigen. „Wir haben jetzt schon wieder jede Menge Vorbestellungen“, so Wolf.

Vier Stöcke gibt es in der Stadt

Sie vereinen Honigbienen und Kunst: Florian Haas (links) und Andreas Wolf.© nköSie vereinen Honigbienen und Kunst: Florian Haas (links) und Andreas Wolf.

Die Citybienen starten sowohl vom Dach des Museum für Moderne Kunst als auch vom Niederräder Mainufer. Dort hat die Gemischte Bienengruppe Frankfurt ihre derzeit vier Stöcke auf dem ehemaligen Campingplatz. Gemischt ist sie aber nicht wegen unterschiedlicher Bienenarten, sondern wegen der Zusammensetzung der Imker: Mitglieder des Frankfurter Vereins für soziale Heimstätten, Anwohner aus Niederrad und andere Interessierte, zählt Wolf die Herkunft der aus etwa 15 Mitgliedern bestehenden Gruppe auf.

Unter ihnen Tilo Fratzel. Der gelernte Maschinenschlosser war arbeitslos geworden und kam über einen Ein-Euro-Job zu dem Imker-Projekt. „Es macht einfach großen Spaß. Ich bin an der frischen Luft, produziere was und es ist gut für die Natur“, fasst Fratzel zusammen. Deshalb macht er sich jetzt auch selbstständig. Demnächst wird er Bienenvölker zwischen Höchst und Nied ansiedeln. „Das wird auch die Besitzer der Kleingärten freuen“, spricht er die Bestäubungs-Leistung der Bienen für die Umwelt an.

Imkern sei wie Kunst

Das Imkern sei vergleichbar mit der Kunst, meint Wolf. Beides kann Hobby und Beruf sein. Es gibt jeweils ein konkretes Produkt: Honig und ein Kunstwerk. Und es gibt einen Mehrwert: Die Bienen bestäuben Pflanzen und das Ansehen einer Galerie steigt, wenn sie Werke eines bestimmten Künstlers ausstellt. Wolf und Haas kombinieren beides. Der Honigverkauf deckt die Grundkosten des Informations- und Schauraums in der Alten Mainzer Gasse 4-6. Am Samstag, 24. April, eröffnen sie dort um zehn Uhr ein ganz spezielles Angebot. Neben dem Honig der Frankfurter Citybienen gibt‘s dort dann auch den süßen Brotaufstrich von Bienen aus Hamburg, München oder New York.

Infos zur Stadtimkerei-Finger und ihren Angeboten gibt's unter www.fingerweb.org oder telefonisch unter   (069) 282963. Mehr Informationen zu Imkern in Frankfurt und Umgebung sind im Internet unter www.frankfurter-imker.de zu finden.

zurück zur Übersicht: Tiere

Lesen Sie auch:

Wissenschaftlerin Martina Klärle aus Frankfurt erklärt die Stadt der Zukunft

Wissenschaftlerin Martina Klärle erklärt die Stadt der Zukunft

Region Rhein-Main – Entscheidungen treffen in Zukunft intelligente Computer statt das menschliche Hirn – so sieht die Zukunft aus! Zumindest was städtebauliche Entwicklung und Infrastrukturen betrifft. Doch es geht nicht nur um Technik, sondern auch um soziale Aspekte. Von Dirk BeutelMehr...

Kommentare

Kommentar verfassen

Aktuelle Fotostrecken

zurück

  • Bayern auf Titelkurs - Leverkusen überholt Gladbach

    Münchens Sebastian Rode erzielte in Hoffenheim das 1:0. Foto: Uwe Anspach
  • Eröffnung Buga 2015: Die schönsten Bilder

  • IS bekennt sich erstmals zu Anschlag in Afghanistan

    Trauriger Routinejob: Ärzte kümmern sich in einem überfüllten Krankenhaus in Dschalalabad um die Ghulamullah HabibiOpfer der Attentäter. Foto:

vor

weitere Fotostrecken:

Werden Sie Fan!

Facebook 'Like Box' wird geladen... Inhalt wird geladen - Downloadanzeige

http://www.facebook.com/rheinmainextratipp300truefalsefalse

Lesen Sie mehr

Tierarzt Klaus Sperling aus Egelsbach schlägt Alarm: Tierhalter sparen, wenn es um die Gesundheit ihrer Tiere geht

Tierarzt schlägt Alarm: Spart …

Region Rhein-Main – Tierhalter, die nur aufs Geld schauen, sind Tierarzt Klaus Sperling ein Dorn im Auge. Denn nur um …Mehr...

Fahrradleine oder Gestänge machen Radeln mit Hund sicherer

Sicher radeln mit Hund

Hunde, die viel Auslauf brauchen, lieben es, neben dem Fahrrad herzulaufen. Mit einer Leine kann dies für den Radler gefährlich …Mehr...

Scharren und Unruhe können bei Pferden auf Kolik hinweisen

Kolik? Hinweise bei Pferden

Durch Kraftfutter können Pferde unter einer Kolik leiden. Dann muss die Ernährung umgestellt werden. Doch zuvor gilt es, …Mehr...

Kontakt

Logo Rhein-Main EXTRA-TIPP

Sie haben eine Frage zu einem Artikel, haben ein Problem mit der Zustellung unserer Zeitung oder möchten eine Anzeige aufgeben? Klicken Sie sich direkt zu Ihrem Kontakt durch...

Hitlisten der Woche

  • Meist gelesen
  • Meist kommentiert
  • Themen
Gesundheitstrainer Harry Kakas weiß: Wer zu oft aufs Handy schaut, kann krank werden. Die Ursache sind zwei Arterien, die eingequetscht werden.

30 Kilo Druck auf den Nacken: Blick aufs Handy macht krank

Region Rhein-Main - Steifer Nacken? Schuld ist oft der häufige Blick aufs Smartphone. Doch die Folgen können noch viel verheerender sein: Das Seh-, Sprach- und Hörzentrum kann massiv geschädigt werden. Der EXTRA TIPP gibt Tipps, wie vorgebeugt werden kann. Von Oliver Haas Mehr...

Michael P. aus Offenbach-Lauterborn verging sich an der 13-jährigen Marie (Name geändert).

Sex mit einer 13-Jährigen: Täter aus Lauterborn auf Bewährung

Kreis Offenbach – Für ihre Eltern ist die 13-jährige Marie aus dem Kreis Offenbach vom Bruder ihrer besten Freundin vergewaltigt worden. Doch weil sie sich nicht wehrte, kommt der Täter, Michael P. aus Lauterborn mit zwei Jahren Bewährung davon. Von Angelika PöppelMehr...

Heimleiterin Ursula Schuster.

Tierheim Münster: Heimleiterin Ursula Schuster entlassen

Münster – Jetzt also doch! Für Ursula Schuster sind die Tage als Leiterin des Kreistierheimes in Münster gezählt. Nach langen Querelen und Klagen von Ex-Mitarbeitern hat der Vorstand der Tierheim-Chefin die Papiere in die Hand gedrückt. Von Jens DörrMehr...

Redakteurin Angelika Pöppel.

Sex ist kein Missverständnis

Nein! Dieses Wort entscheidet vor Gericht über die Bewertung vieler Vergewaltigungsfälle. Denn wer nicht klar macht, keinen Sex haben zu wollen, hat wenig Chancen auf Gerechtigkeit. Und das ist ungerecht! Jeder Mensch reagiert anders. Kommentar von Angelika PöppelMehr...

Am Samstag: Ex-Pegida demonstriert erstmals in Frankfurt

Frankfurt - Die islamkritische Frankfurter Pegida-Nachfolgeorganisation "Freie Bürger für Deutschland" demonstriert am kommenden Samstag in der Innenstadt.Mehr...

Artikel lizenziert durch © extratipp
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.extratipp.com

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.