Mehr als nur „Tumtata“

Volksmusik ist mehr als alte Menschen und viel Bier

Volksmusik: Das sind ältere Leute auf dem Volksfest mit einem Krug Bier in der Hand. Das war mal so. Spätestens seit Andreas Gabalier ist Volksmusik im Mainstream angekommen.

Volksmusik hatte lange das Klischee-Image der „Großeltern“-Musik: Die alten Leutchen schunkeln zum lustigen „Tumtata" auf Bierbänken und trinken dabei reichlich Bier. Doch ähnlich wie Schlager hat sich auch das Image und die Hörer von Volksmusik geändert. Oma und Opa hören wahrscheinlich immer noch immer gerne Volksmusik, doch auch immer mehr junge Leute begeistern sich für das volkstümliche Genre.

Junge Stars wie Andreas Gabalier sind daran wohl nicht ganz unschuldig. Der Volks Rock ‚n‘ Roller, wie er sich selber nennt, legte seit 2009 eine sagenhafte Karriere hin: Sein Debütalbum „Da komm’ ich her" stieg bis auf Platz 4 der österreichischen Charts ein. Erhielt nach nur einem Monat Goldstatus. In Deutschland wurde er nach seinem Auftritt bei Carmen Nebel im April 2011 bekannt. Der Rest ist Geschichte: Musikpreise, ausverkaufte Konzerte und Gold- und Platinauszeichnungen für seine Alben.

Andreas Gabalier polarisiert nicht nur auf, sondern auch abseits der Bühne.

Ein nicht so bekanntes, aber trotzdem beeindruckendes Beispiel ist Luise Egermann. Sie ist selbstständige Musikerin aus dem Erzgebirge. Im Interview mit „Freie Presse“ verrät sie, wie sie den Spagat zwischen Volksmusik und Metal-Sounds schafft. „Meine Begeisterung gehört genauso dem zupackenden, von hämmernden Bässen und krassen Gitarrenklängen bestimmten Symphonic-Metal-Sound, den ich in der Band Natussummori spiele. Genauso leidenschaftlich bringe ich mich in das Projekt Shamrock Sheep ein, einer im Erzgebirge beheimateten Irish-Folk-Formation“, verrät sie.

Rubriklistenbild: © ZDF/ Sandra Ludewig

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