Wie funktioniert der App?

TikTok: Alle Infos zur App, Influencern und Challenges

TikTok ist mittlerweile einer der beliebtesten Apps weltweit. Doch wie funktioniert die Video-App und was hat es mit den Hashtag-Challenges auf sich? Alle wichtigen Informationen hier.

  • TikTok ist eine Kurzvideo-App für Android und Apple
  • Hashtag-Challenges und Tanzvideos sind bei TikTok-Nutzern sehr beliebt
  • TikTok wird immer wieder mit Missbrauchsvorwürfen und Zensur in Verbindung begracht

Was ist eigentlich die App TikTok?

China - TikTok ist ein Mix aus Videoplattform und Sozialem Netzwerk. Die App ist sowohl für Android- als auch für Apple-User kostenlos nutzbar. Dreh- und Angelpunkt sind hierbei 15-sekündige Videos. „Make every second count“, lautet daher passenderweise auch der Slogan der App. Der Sinn von TikTok ist recht simple: Unterhaltung und Zeitvertreib. 

Anfangs konnte man auf TikTok vorallem Lip-Sync-Videos finden. Inzwischen gibt es eine breite Mischung an Inhalten: Von Sport-Clips bis hin zu DIY- und Lifehack-Videos. Aber auch Themen wie Comedy oder Beauty erfreuen sich großer Beliebtheit.

TikTok: Die Geschichte der App

TikTok wurde in China entwickelt. Eigentlich heißt die App Douyin – nur in der westlichen Welt heißt sie TikTok. Im August 2018 wurde die App zum Nachfolger von „musical.ly“ und gehört seitdem zu den beliebtesten Apps der Welt. 2019 soll Tiktok 656 Millionen Mal herunter geladen worden sein - häufiger als Facebook (587 Millionen) oder Instagram (376 Millionen). Im März 2020 war Tiktok nach Schätzungen die am häufigsten heruntergeladene App weltweit. Inzwischen sollen über 800 Millionen Menschen weltweit die App nutzen. Diese Zahlen stammen aus einem geleakten Dokument, dass von „AdAge“ veröffentlicht wurde, wie „futurebiz“ berichtet. TikTok selbst hält sich mit ihren offiziellen User-Zahlen eher bedeckt.

Besonders bei jungen Menschen - der Generation Z - wird TikTok immer mehr zu der Must-Have-App. Aber auch immer mehr Stars und Sternchen finden Gefallen an der App. DSDS-Boss Dieter Bohlen (66) und seine Freundin Carina Walz (36) sind seit kurzem auf TikTok unterwegs.

Wie funktioniert die App TikTok?

Herunterladen, öffnen, fertig: Um die Inhalte auf TikTok zu konsumieren, muss man sich nicht anmelden. Hat man die App heruntergeladen, kann man gleich damit anfangen sich durch die lustigen Videos zu scrollen. 

TikTok begeistert um die 800 Millionen Nutzer

Möchte man allerdings mit anderen Nutzern interagieren oder aktiv Videos posten, ist ein eigenes Konto notwendig. Angemeldet ist man in wenigen Schritten: E-Mail oder Telefonnummer eingeben - mann kann sich auch mit zum Beispiel mit seinem Facebook- oder Instagram-Profil verknüpfen. Außerdem wird nach dem Geburtsdatum gefragt, da die Nutzung der App offiziell erst ab 13 Jahren erlaubt ist. Im letzten Schritt wird man noch seinen Interessen gefragt, also beispielsweise Beauty, Reisen oder Haustiere.  

Hat man ein Konto kann man - wie in anderen sozialen Netzwerken auch - liken, kommentieren und folgen. Um ein eigenes Video hochzuladen, klickt man auf das kleine Plus am unteren Bildschirmrand. Nun kann man ein Video aufnehmen oder eines hochladen. Der Clip kann dann mit zahlreichen Effekten, verschiedenen Filtern und Emojis bearbeitet werden. Zusätzlich kann der Clip noch mit Musik oder einem Voiceover unterlegt werden. 

Warum ist die App TikTok so beliebt?

TikTok ist benutzerfreundlich. Man muss sich nicht anmelden und die Handhabung ist recht einfach und schnell zu verstehen. Ähnlich wie bei dem Musik-Streamingdienst Spotify spielt Musik hier eine sehr große Rolle. Es ist sehr simple, ein Video nach dem nächsten anzuschauen oder mehr zu den jeweiligen Hashtags zu finden. Gefällt einem zum Beispiel ein Lied, findet man recht schnell noch mehr Content in unterschiedlichen Video-Versionen.

Außerdem gibt es bei TikTok bislang wenig Werbung. Zwar tauchen immer mal wieder Werbeanzeigen auf, aber im Vergleich zu den anderen sozialen Netzwerken sieht man mehr authentische Inhalte als gesponserte.

Internetphänomen TikTok-Tänze und Challenges

Eine weitere Besonderheit auf TikTok sind die Hashtag-Challenges. Unter einem bestimmten Hashtag wird zu einer Art Wettbewerb aufgerufen, an dem sich die TikTok-Nutzer dann beteiligen können. Das Challenge-Format kann dabei helfen Reichweite aufzubauen und Likes zu sammeln. Eine dieser beliebten Challenges ist die „Wipe it down“-Challenge, bei der sogar Mega-Stars wie Jason Derulo (30) mitmachen. 

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With great power comes great responsibility

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TikTok-Stars in Deutschland: Wer sind die beliebtesten TikToker?

Die rasche Beliebtheit von TikTok macht die App auch für Influencer immer interessanter. Viele von ihnen waren schon auf anderen Plattformen bekannt. Andere Content-Creators haben es innerhalb kürzester Zeit geschafft sich eine große Fanbase zu schaffen. Hier die größten TikToker aus Deutschland:

InfluencerFollower
1Falco Punch8,6 Millionen
2Lisa und Lena7,2 Millionen
3Younes Zarou6,5 Millionen
4Anna Catify5,2 Millionen
5Dalia4,2 Millionen
6Enyadres4,4 Millionen
7Noemi Nikita4,3 Millionen
8Feel.Super3,9 Millionen
9Patroxofficial3,8 Millionen
10Lukas Rieger3,5 Millionen

Kein Witz: Auf Platz 11 liegt übrigens ein Hund. MayaPolarbear hat stolze 3,3 Millionen Follower.
*(Stand: Juni 2020)

TikTok-Kritik: Missbrauchsvorwürfe und Zensur

Auch wenn viele Nutzer vorallem Unterhaltung mit TikTok verbinden, steht die App immer wieder in Kritik - vor allem was das Thema Jugendschutz betrifft. Offiziell ist die Nutzung erst ab 13 Jahren erlaubt. Trotzdem findet man viele Videos von deutlich jüngeren Kindern. Kritiker sehen darin die Gefahr für Missbrauch.

TikTok ergreift immer wieder Maßnahmen gegen den Missbrauch der Videos und die Belästigung der Nutzer. So wurden zum Beispiel bestimmte Hashtags gesperrt und seit April 2020 ist die Direktnachricht-Funktion für Jugendliche unter 16 Jahren gesperrt.

Abgesehen vom mangelnden Jugendschutz wird TikTok aber auch immer wieder mit Zensurvorwürfen konfrontiert. Es gibt immer wieder Medienberichte über politische beziehungsweise religiöse Zensur und Reichweiteneinschränkungen. Laut denen soll TikTok die Reichweite von Menschen mit Behinderung, Übergewicht oder queeren Nutzern drosseln. TikTok zufolge wolle man so die Nutzer vor Cybermobbing schützen. 

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