„In einer Erpressung geendet“

Sido über „The Voice of Germany“-Aus: Erpressungsvorwürfe gegen ProSieben und Streit mit Rea Garvey

Der Rapper Sido steht vor der Bühne von „The Voice of Germany“, daneben Logo und Schriftzug der ProSiebenSat.1 Media SE (Fotomontage)
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Nach nur einer Staffel musste Sido die Castingshow „The Voice of Germany“ verlassen - nun spricht der Rapper offen über sein Aus, macht ProSieben schwere Vorwürfe und spricht auch über einen Streit mit Rea Garvey (Fotomontage)
  • Jonas Erbas
    vonJonas Erbas
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Sido und „The Voice of Germany“ - das war einmal! Nun erklärt der Rapper sein Aus noch einmal ausführlich, macht dabei ProSieben schwere Vorwürfe und spricht über einen Streit mit Ex-Kollege Rea Garvey.

Berlin - Sidos (40) Teilnahme als Coach bei „The Voice of Germany“ war für viele Zuschauer:innen die Überraschung der neunten Staffel (2019) - ebenso überraschend war dann auch das schnelle Aus des Rappers nach nur einem Jahr. In den Medien war damals von einem Rauswurf zu lesen, den der 40-jährige Berliner* als solchen auch mehr oder weniger bestätigte. Nun arbeitet der „Bilder im Kopf“-Interpret seine kurze Karriere in der Castingshow noch einmal auf und erhebt dabei schwere Vorwürfe gegen ProSieben*. Der Sender habe ihn erpresst, so der ehemalige Maskenträger. Im Nachgang habe es zudem auch noch Streit mit Ex-Kollege Rea Garvey (48) gegeben. Extratipp.com* berichtet.

In der neunten Staffel von „The Voice of Germany“ saß Sido (r.) mit Stars wie Mark Forster, Rea Garvey und Alice Merton (l.-r.) in der Jury - doch eine kritische Aussage über die Medienwelt sorgte für das Aus des Rappers bei ProSieben

Sido spricht über „The Voice of Germany“-Rauswurf - hat ProSieben den Rapper erpresst?

Sido spricht Klartext: Im „100% Realtalk“-Podcast mit Deutschrap-Urgestein MC Bogy (42) und Hip-Hop-Produzent B-Lash (39) machte der Berliner reinen Tisch und erklärte seine Sichtweise auf den „The Voice of Germany“-Rausschmiss vor zwei Jahren. „Ich will nicht mehr ins Fernsehen“, legte sich der Rapper zu Beginn des Gesprächs fest und gab dann an, zukünftige Projekte ausschließlich im Internet, darunter vor allem über das Streaming-Portal Twitch, realisieren zu wollen. „Ich habe auch seit meinem ‚The Voice‘-Rausschmiss, der sehr unglücklich verlief, und auch in einer Erpressung geendet ist (...), keinen Bock mehr gehabt“, untermauerte er schließlich seine Entscheidung.

Doch was genau war passiert? Sido berichtete, Reporter:innen einer bekannten Boulevardzeitung hätten ihm vor seinem Haus aufgelauert - doch der Rapper ließ sie abblitzen: „Der Grundtenor war, dass ich der Presse nicht vertraue.“ Diese Aussage passte seinem damaligen Arbeitgeber überhaupt nicht, wie er weiter erklärte: „Dann sagt ProSieben: Aber wir sind auch Presse und Medien (...). Du vertraust uns also auch nicht.“ Anschließend habe man von ihm verlangt, „ein Interview [zu] geben, in dem er alles revidiert“. „Dann kannst du weiter mitmachen“, soll der in Unterföhring bei München* sesshafte Privatsender dem Deutschrap-Star versichert haben - ein No-Go für den 40-Jährigen. Was er von diesem Angebot gehalten habe, machte er in dem Podcast noch einmal klar deutlich: „Wenn man auf den Boden spuckt, dann soll man das nicht wieder auflecken.“

Nach „The Voice of Germany“-Aus - Sido wegen „Mein Block“-Cover sauer auf Ex-Kollegen Rea Garvey

Doch damit war der Ärger rund um „The Voice of Germany“ noch lange nicht ausgestanden: Für die ‚Battles‘ der zehnten Staffel (2020) habe Rea Garvey bei Sido angerufen und für „zwei Jungs, die rappen,“ angefragt, ob diese in der Show dessen Hit „Mein Block“ (2004) performen dürften. Der Clou: Die Teilnehmer sollten einen neuen Text für die Nummer schreiben - eine Idee, die dem Rapper eigentlich zusagte: „Mit den Worten können die Gefühle machen, wenn‘s ihre eigenen Worte sind.“ In der Sendung kam dann der wahre Grund dafür ans Licht. Dort habe es auf einmal geheißen, der Originaltext sei „zu rough“ und „gar nicht unsere Musik“ - ein übler Vertrauensbruch, der den 40-Jährigen bis heute ärgert: „Mir wurde das nicht so angekündigt.“

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Ganz boykottieren möchte Sido ProSieben nach der „The Voice Kids“-Affäre allerdings wohl nicht: Erst im März 2021 war der Rapper in Klaas Heufer-Umlaufs (37) Sendung „Late Night Berlin*“ zu sehen, stellte sich dort den witzigen Fragen zweier pfiffiger Kids, die dem 40-Jährigen in einem unterhaltsamen Interview sogar mit der Polizei drohten*. Doch die Tage des Fernsehens scheinen gezählt, wenn man dem zweifachen Echo-Gewinner glaubt: „Wir werden kein Fernsehen mehr gucken“, prognostizierte der Musiker - und feilt aktuell mit Entertainer Jens ‚Knossi‘ Knossalla (34) an neuen Ideen. Der dürfte nun auch genug Zeit dafür haben: Seine RTL*-Sendung „Täglich frisch geröstet“ wurde kürzlich nämlich wegen schlechter Quoten abgesetzt*. Im Internet begeistern die beiden allerdings weiterhin die Massen.

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