Anti-Corona-Demo

Nena: Solidarität mit Querdenkern bei Instagram - „Danke Kassel“

Popstar Nene steht vor den Teilnehmern der Corona-Demo in Kassel, daneben Bilder des Querdenker-Protests (Fotomontage)
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„Danke Kassel“, schrieb Nena bei Instagram - und löste damit einen Sturm der Entrüstung aus (Fotomontage)

Wirbel um Nena: Weil der Popstar sich bei den Teilnehmern der Anti-Corona-Demo in Kassel bei Instagram bedankte, steht die 61-Jährige nun massiv in der Kritik: Sie habe sich mit der umstrittenen Querdenker-Szene solidarisiert, heißt es - es ist nicht der erste Skandal um die „99 Luftballons“-Sängerin.

Hamburg - Aktuell sollten Worte besonders vorsichtig gewählt werden - insbesondere, wenn man ein bundesweit bekannter Popstar* ist: Weil sich Nena (61) bei Instagram klar hinter die Corona-Proteste vom 20. März 2021 in Kassel stellte, hagelte es nun Kritik: Die 61-jährige Neue Deutsche Welle-Interpretin habe sich mit ihrem Dank mit der umstrittenen Querdenken-Bewegung solidarisiert. Diese stammt ursprünglich aus dem Raum Stuttgart* und verbreitet auf ihren Kundgebungen regelmäßig Fehlinformationen zur COVID-19-Pandemie. In Kassel gingen vergangenen Samstag laut Polizei mehr als 20.000 auf die Straße, die sich in einigen Fällen nicht an die Masken- oder Abstandspflicht hielten. Bereits 2020 war Nena wegen verschwörungstheoretischer Aussagen negativ aufgefallen, extratipp.com* berichtet.

Schock für viele Fans: Popstar Nena solidarisierte sich via Instagram mit den Teilnehmern der Anti-Corona-Demo in Kassel

Nena: Popsängerin bedankt sich für Anti-Corona-Demo in Kassel - Nähe zur Querdenken-Bewegung?

„Danke Kassel“, hatte Nena sich in ihrer Instagram*-Story bei den über 20.000 Teilnehmern der Anti-Corona-Demo in Kassel bedankt - und damit eine heftige Kontroverse ausgelöst. Der Hintergrund: Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hatte für die Demonstration lediglich einen Bruchteil der tatsächlichen Teilnehmer - nämlich 6000 - zugelassen. Die Stimmung kippte, es kam zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen der Polizei und den Protestierenden, bei denen unter anderem auch Gegendemonstranten und Journalisten zu Schaden kamen. Ganz Deutschland sah Szenen, wie sie die Bundesrepublik insbesondere in Pandemie-Zeiten nicht braucht.

Umso erschreckender ist es, dass Nena mit ihrem Post offen mit der Querdenken-Bewegung sympathisiert. Auch bei Soul-Sänger Xavier Naidoo (49) bedankte sich die 61-Jährige, schrieb in ihre Story, die eine Videoaufnahme des Protestzugs zeigt: „Danke Jan und Xavier Naidoo für die Musik“. Der ehemalige „DSDS*“-Juror steht aufgrund rechtspopulistischer und unwissenschaftlicher Aussagen bereits seit einer Weile in der Kritik. Auch er unterstützt die teils haarsträubenden, verschwörungstheoretischen Thesen der rechten Szene bezüglich der COVID-19-Pandemie. Dass diese in besonderem Ausmaß der Kunst- und Kulturszene zu schaffen macht, steht außer Frage - dennoch gibt es sicher gemäßigtere Wege, um auf die Krise aufmerksam zu machen.

Nena: Danksagung an Querdenker-Demo - Popstar sorgte schon zuvor für Kontroversen

Alternativen gäbe es: So engagieren sich bei dem Aktionsbündnis #AlarmstufeRot unter anderem prominente Musiker wie Die Ärzte*, Roland Kaiser* (68) oder Campino (58) von Die Toten Hosen* für die Interessen der Veranstaltungsbranche während der Corona-Pandemie. Auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) reagierte Nenas Management laut Medienberichten bisher noch nicht (Stand: 24. März 2021). Der 61-jährigen „99 Luftballons“-Sängerin wurde bereits im Vorfeld mehrfach vorgeworfen, mit der Querdenken-Bewegung zumindest zu sympathisieren. Im Oktober 2020 sprach sie in einem Post von einem „positiven Wandel“ und tauschte anschließend unter dem Beitrag mit Xavier Naidoo Herz-Emojis aus.

Nenas aktuellster Instagram-Post (Stand: 24. März 2021) stammt vom 4. Februar 2021. Darin spricht die Musikerin von einer „Zweiklassengesellschaft“ und bezieht zum Thema Impfen klar Stellung: „Ob du dich impfen lässt oder nicht, ist ganz allein DEINE Entscheidung und muss von jedem respektiert werden.“ Gegenwind für dieses Statement gab es auch von einigen engagierten Fans. Einer kritisierte: „Ich finde es unfassbar, dass du mit dieser Aussage suggerierst, impfen wäre nicht nötig. Jeder, der nur einen Hauch Verantwortung hat, lässt sich impfen, um nicht nur sich, sondern auch andere zu schützen. Die Zweiklassengesellschaft entsteht doch eher durch die, die nicht bereit sind, etwas für die Allgemeinheit zu tun.“ So oder so - die Diskussionen um die COVID-19-Pandemie bergen viel Zündstoff. Umso wichtiger bleibt es, nicht weiter Öl ins Feuer zu gießen.

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