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Rammstein: Till Lindemann will Krebskranken helfen - doch Frontmann spendet an Rechtsextremisten

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Von: Philipp Mosthaf

Rammstein-Frontmann Till Lindemann setzte sich im vergangenen Jahr für Krebskranke ein. Was er allerdings nicht wusste: Mit seiner Spende unterstützte er einen Rechtsextremisten.

Berlin - Im schwierigen Corona-Jahr 2020 half Rammstein-Frontmann Till Lindemann (58) den ganz Schwachen: Der Sänger unterstützte Krebskranke und spendete im vergangenen Jahr signierte T-Shirts und Bücher an den Verein „Tätowierte gegen Krebs“. Was jedoch kaum einer weiß: Der Verein wird von einem Rechtsextremisten geführt. Er trägt den Namen Sebastian K.

Sebastian K. hatten den Verein „Tätowierte gegen Krebs“ 2014 gegründet, nachdem seine Mutter an der schlimmen Krankheit gestorben war. Seitdem sammelt er Spenden und reicht diese an Betroffene weiter. Mit Rammstein-Frontmann Till Lindemann hat der Rechtsextreme nun einen sehr bekannten Befürworter des Vereins. Doch dabei dürfte es sich um ein Irrtum beim Sänger gehandelt haben, der von dem rechtsextremen Hintergrund des Sebastian K. keine Kenntnis hatte. (Lesen Sie hier: Rammstein: Till Lindemann - Seine Frauen und Affären)

Rammstein-Frontmann Till Lindemann spendet irrtümlich an Rechtsextremen

Schon in der Vergangenheit freute sich der Rechtsextremist Sebastian K. über großzügige Spenden des Rammstein-Frontmanns. Doch Till Lindemann wusste nichts von dem faschistischen Hintergrund des Vereinsoberhauptes von „Tätowierte gegen Krebs“. Lindemann selbst musste 2020 einen schweren Verlust hinnehmen, als sein bester Freund an Krebs starb.

Mit der rechtsextremen Szene wollen Rammstein und Till Lindemann dennoch nicht in Verbindung gebracht werden. Die Berliner Metal-Band steht für Vielfalt und Toleranz. Dies bestätigt auch ein guter Freund des Sängers gegenüber Bild.de: „Till Lindemann hat Sebastian K. nie getroffen und verachtet jegliche Form von Rechtsextremismus. Es geht ihm ausschließlich um den Kampf gegen Krebs und die Hilfe für Betroffene.“

Rammstein: Till Lindemann spendet an Rechtsextremen - wer ist Sebastian K.?

„Tätowierte gegen Krebs“ ist eine Organisation, die sich für den Kampf gegen die schwere Krankheit einsetzt. Der Verein unterstützt Personen mit Krebsleiden, Hospize und Krebsstationen in Krankenhäusern finanziell. Vorsitzender Sebastian K. wird seit Jahren mit der rechtsextremen Szene in Verbindung gebracht. Er war Teil der Nazi-Kameradschaft „Werwölfe Wismar“, des Rocker-Clubs „Schwarze Schar“ sowie der Hells Angels in Rostock.

Der in Wismar gegründete Verein spendet jährlich über Tausende von Euro an Betroffene in ganz Deutschland. Laut eigener Angaben kamen von 2015 bis einschließlich 2018 Geldspenden in Höhe von über 41.000 Euro dem Verein zugute. Mit diesen Geldern konnte Betroffenen ein langersehnter Traum ermöglicht werden, um den Alltag besser zu bewältigen. Ob Rammstein-Frontmann Till Lindemann auch in Zukunft zu den Gönnern des Vereins zählt, darf nun bezweifelt werden.

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