Das ist Fan-Liebe!

Rammstein: Till Lindemann drohte mit Konzertabbruch, um Fans näher an die Bühne zu holen

Rammstein-Frontmann Till Lindemann steht vor einer Schar an Fans (Fotomontage)
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Keine Fans vor der Bühne? Ein No-Go für Rammstein! Die Band um Till Lindemann setzte bei einem Konzert ihren Willen mit einer tollen Aktion in die Tat um (Fotomontage)

Rammstein greifen durch: Weil die Tickets für den Raum vor der Bühne zu teuer waren, sahen viele Fans Till Lindemann & Co. nur aus der Ferne - die Metal-Band reagierte mit einer radikalen Aktion!

Sankt Petersburg - Für ihre Fans würden Rammstein vermutlich (fast) alles tun: Die Metal-Band um Frontmann Till Lindemann (58) weiß genau, dass sie ihren immensen Welterfolg den Heerscharen an treuen Anhängern zu verdanken hat, die jedes Album im Plattenregal stehen haben und unablässig zu den spektakulären Konzerten der Berliner pilgern. Dort wird den Zuschauern stets einiges geboten - doch bei einem Konzert im russischen Sankt Petersburg blieb 2004, aufgrund überteuerter Tickets, der Raum vor der Bühne fast komplett frei. Kein Problem für Rammstein, schließlich sind die Jungs nicht nur musikalisch äußerst kreativ.

Seit Jahren unterhalten Rammstein auf und abseits der Bühne auf ganz hohem Niveau - dementsprechend groß ist die Fan-Gemeinde von Till Lindemann & Co.

Rammstein: Tickets zu teuer, keine Fans vor der Bühne - Till Lindemann greift durch

Wer Rammstein live sehen will, muss dafür meist tief in die Tasche greifen. Till Lindemann & Co. füllen seit Jahren die größten Hallen und Stadien des Landes, sind auch international äußerst erfolgreich. Im November 2004 gastierte die Metal-Band anlässlich der Tour zu ihrem vierten Studioalbum „Reise, Reise“ unter anderem in Sankt Petersburg. Wie bei Konzerten in dieser Größenordnung üblich, waren Steh- und Sitzplätze in unterschiedliche Kategorien zu unterschiedlichen Preisen aufgeteilt. Wer die Band aus nächster Nähe sehen wollte, durfte nicht geizig sein.

Das Problem: Viele Rammstein-Fans konnten sich diesen teuren Spaß einfach nicht leisten, dementsprechend blieb der Bereich direkt vor der Bühne - in der Fachsprache ‚Golden Circle‘ genannt - fast gänzlich frei. Für die Berliner, deren aufwendige Show auch zu einem großen Teil von der Interaktion mit dem Publikum lebt, war das nicht hinnehmbar. Auf Russisch forderte Till Lindemann die Fans auf, nach vorne zu kommen - und widersetzte sich damit dem Willen der Sicherheitsleute. „Wir werden nicht mehr spielen. Die Leute müssen in den Frontbereich“, soll der 58-jährige Frontmann damals gedroht haben, erinnern sich zahlreiche Fans, die ein Video des Vorfalls bei YouTube kommentierten.

Rammstein: Till Lindemann droht mit Konzertabbruch - Metal-Band setzt sich geschickt für Fans ein

Tatsächlich unterbrachen Rammstein das Konzert bis die Fans - anfangs recht zögerlich, dann immer beherzter - nach vorne traten. „Kein Problem. Wir können warten“, soll Till Lindemann währenddessen gescherzt haben. Als die Band ihr Vorhaben schließlich in die Tat umgesetzt hatte, bedankte sie sich und spielte das restliche Konzert zu Ende - diesmal Auge in Auge mit tausenden Fans! Mit ihrer Aktion setzten die Rocker ein wichtiges Zeichen, immerhin berichten viele Zuschauer, die Polizei und Sicherheitskräfte hätten den Anwesenden damals kaum Freiräume gelassen und das Geschehen im Saint Petersburg Sports and Concert Complex (Kapazität: 25.000 Zuschauer) streng überwacht.

Für so viel Engagement ernteten Till Lindemann und seine Mitmusiker auch Jahre später noch viel Lob. „Rammstein ist es egal, ob du arm oder reich bist, sie freuen sich einfach, wenn du zum Zuschauen kommst“, fasst ein Fan das Gesehene treffend zusammen, während ein anderer glaubt: „Keine andere Band hätte das getan!“ Ob das so wirklich zutrifft, bleibt fraglich, Fakt ist dennoch: Rammstein lieben ihre Fans - und das schon seit Jahrzehnten, wie die Aufnahmen aus Sankt Petersburg eindeutig belegen.

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