Hersteller legt Veto ein

Rammstein: LEGO nimmt „Stadium Tour“-Bühne aus dem Rennen - Erbauer verstieß gegen Lizenzrechte

Rammstein-Sänger Till Lindemann steht vor der Bühne der „Europe Stadion Tour 2019“, daneben LEGO-Steine (Fotomontage)
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Der Traum von Rammsteins LEGO-Bühne ist geplatzt: Der dänische Spielzeughersteller nahm das Projekt aus seinem Ideas-Wettbewerb, da der Erbauer bei der Registrierung einen Fehler machte (Fotomontage)
  • Jonas Erbas
    vonJonas Erbas
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Nun herrscht Gewissheit: Rammstein werden wohl kein eigenes LEGO-Set bekommen. Die Bühne aus Plastiksteinchen verstoße gegen bestehende Lizenzbestimmungen, heißt es vom dänischen Spielzeughersteller. Damit fliegt das Projekt aus dem Ideas-Wettbewerb.

Berlin - Blöd gelaufen: Nachdem ein detailgetreuer Nachbau von Rammsteins „Europe Stadion Tour 2019“-Bühne aus LEGO in den letzten Wochen für Begeisterung sorgte (extratipp.com berichtete), folgt nun die Ernüchterung. Der dänische Spielzeughersteller nahm das Set von Erbauer Aurelien Franssens alias Airbricks nun offiziell aus seinem Ideas-Wettbewerb - und macht damit die Hoffnung darauf, dass Till Lindemann (58) und Co. bald als gelbe Plastikmännchen ihre Miniaturbühne rocken können, zunichte. Schuld daran ist ein Fehler bei der Registrierung sowie lizenzrechtliche Probleme.

Auf der Bühne - wie hier bei ihrer „Europe Stadion Tour 2019“ - werden Rammstein in diesem Jahr nicht stehen, weswegen viele Fans darauf hofften, sich Till Lindemann (m.) und Co. als LEGO-Set für die eigenen vier Wände holen zu können - doch das Projekt flog nun aus dem Ideas-Wettbewerb des dänischen Spielzeugherstellers

Rammstein: LEGO-Bühne nicht mehr im Wettbewerb - trotz Unterstützung von Till Lindemann und Co.

Der LEGO Ideas-Wettbewerb geht in die nächste Runde - doch leider ohne einen seiner heißesten Favoriten: Zwischen Januar und April knackten ganze 58 Entwürfe die magische Grenze von 10.000 Fan-Stimmen und qualifizierten sich damit für die nächste Runde. Weitergekommen sind allerdings nur 57, denn die Rammstein-Bühne ist trotz Unterstützung von offizieller Seite - die Metal-Band teilte ein Foto des Sets über ihre Social-Media-Kanäle - aus dem Rennen. Bei der Einreichung seines Projekts hatte der Erbauer nicht angegeben, dass dieses auf geistigem Eigentum basiere und damit einer Lizenz unterliege. Also schied er aus.

„Bei der Einreichung von Kreationen, die auf geistigem Eigentum basieren, ist es unabdingbar, dass die Mitglieder die Richtlinien für geistiges Eigentum befolgen, die wir haben, einschließlich einer Auflistung, ob eine Einreichung auf solchen basiert, wenn dies der Fall ist“, heißt es von den Initiator:innen des LEGO-Contests. Seine Nachlässigkeit kommt den Hobby-Designer nun teuer zu stehen: Sein Projekt hat den bürokratischen Hürden des Ideas-Wettbewerbs nicht standgehalten. Das Intellectual Property (IP) ‚Rammstein‘ stehe bei dem 1932 im dänischen Billund gegründeten Unternehmen ohnehin auf eine Art roter Liste nicht erlaubter Lizenzen, berichtet der LEGO-Blog StoneWars.de. Wer mit Till Lindemann und Co. die Klötzchenwelt rocken möchte, muss also weiterhin selbst in die Spielzeugkiste greifen.

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Rammstein: LEGO von Till Lindemann und Co. erhielt massiven Zuspruch - Traum geplatzt?

Bitter für den französischen LEGO-Fan Airbricks: Das Rammstein-Set war seine einzige Einreichung, welche sich mit mehr als 10.000 Stimmen für die nächste Runde, nämlich die erste Review-Phase, qualifiziert hätte. Seine anderen Ideen fanden dahingegen nur wenig Beachtung. Nichtsdestotrotz dürfte sich der Erbauer nun einen Namen in der Szene gemacht haben: Die Bühne besteht aus knapp 1500 Einzelteilen, verfügt über einen beweglichen Bühnenaufzug und zollt mit viel Liebe zum Detail den feurigen Pyroshows der Rockband Tribut. Auch Till Lindemann und seine Mitmusiker hat der Franzose im Miniaturformat nachgebaut. Dass sich bei so viel architektonischem Geschick binnen sieben Tagen genug Fürsprecher fanden, die das Projekt in die nächste Runde wählten, ist da wenig verwunderlich.

Ganz vorbei ist der Traum vom offiziellen Rammstein-LEGO allerdings wohl noch nicht: Airbricks könnte sich - diesmal mit richtigen Angaben - erneut registrieren. Auch eine Erlaubnis seitens Till Lindemann und seiner Kollegen dürfte nichts im Wege stehen, immerhin zeigten sich die Berliner bei Instagram und Co. begeistert von dem Entwurf. Ob der Nachbau der „Europe Stadion Tour 2019“-Bühne dann jedoch auch die strenge Ideas-Jury überzeugt, bleibt fraglich.

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