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Rammstein: Doom packt aus - Regierungs-Spione sollen Band um Till Lindemann infiltriert haben

Rammstein ist wohl einer der erfolgreichsten Kultur-Exporte Deutschlands. Christoph „Doom“ Schneider erinnert sich an eine Zeit, als seine Band von Spionen infiltriert war.

  • Rammstein ist eine deutsche Metalband, die 1994 gegründet wurde
  • International ist die Band vor allem durch ihren Einsatz von pyrotechnischen Elementen bei ihren Live-Shows bekannt
  • Christopher „Doom“ Schneiders Band wurde von Spionen ausgehorcht

Berlin - Mehr als zweieinhalb Jahrzehnte existiert die deutsche Metal-Band Rammstein (alle Infos zur Band)- und das mit konstant gleicher Besetzung. Seit der offiziellen Gründung am 01. Januar 1994 wird die Berliner Band aus sechs Mitgliedern gebildet: Richard Kruspe, Oliver Riedel, Christoph „Doom“ Schneider, Till Lindemann, Paul Landers und Christian „Flake“ Lorenz.

(v.l.n.r.) Sänger Till Lindemann, Gitarrist Paul H. Landers, Bassist Oliver Riedel, Gitarrist Richard Kruspe, und Schlagzeuger Christoph Schneider 

„Wir sind alle sehr gute Freunde, und es gab nie einen Grund für jemanden, die Band zu verlassen“, so Christoph „Doom“ Schneider zum britischen Magazin „Metal Hammer“. Und so machen die Rammstein-Mitglieder auch heute noch gemeinsam Musik. Die Band habe sogar einen therapeutischen Aspekt. „Wenn man über einen so langen Zeitraum immer mit denselben Jungs zusammen ist, ist das wie eine Therapie fürs Leben“, bestätigte der Schlagzeuger der Band.

NameChristoph „Doom“ Schneider
Geboren11. Mai 1966 (Alter 54 Jahre), Bezirk Pankow, Berlin
Größe1,87 m
ElternMartin Schneider
EhepartnerinnenUlrike Schmid-Schneider (verh. 2014), Regina Gizatulina (verh. 2005–2009)

Mit steigendem Alter sei es allerdings immer schwieriger mit fünf anderen Menschen auf einen Nenner zu kommen. „Jeder hat eine eigene Meinung. Je älter die Leute werden und je mehr Meinungen sie haben, desto schwieriger wird es!“, so Schneider zu „Metal Hammer“. Als die sechs Mitglieder noch jünger waren, sei es leichter gewesen, da alle dasselbe wollten: Einfach nur spielen, mir Rammstein aufmerksamkeit erregen und Platten aufnehmen.

Till Lindemann (M) und seine Bandkollegen Paul Landers (l) und Richard Kruspe (r) müssen ihre Konzerte in Europa absagen. Foto: Christoph Soeder/dpa

Zusatztour muss wegen Corona-Pandemie verschoben werden

Mit ihren bisherigen Touren konnte die Band riesige Erfolge verzeichnen. 16 europäische Länder besuchte letztes Jahr in drei Monaten und spielten auf insgesamt 31 restlos ausverkauften Konzerten. Die diesjährige Rammstein-Zusatztour versprach einen ebenso großen Erfolg - musste aber auf 2021 verschoben werden.

Stattdessen nutzen die Rammstein-Mitglieder die Zeit, um an neuer Musik zu arbeiten. „Also sagen wir mal: Wir haben uns getroffen und wir arbeiten an Songs. Also wir wollen an Songs arbeiten. Aber ob das ’ne Platte wird, das weiß keiner“, erzählt Schneider im Podcast „Rodeo Radio“ gegenüber The Boss Hoss. Bleibt abzuwarten - und zu hoffen.

Christoph „Doom“ Schneider bei einem Auftritt während der „Europe Stadion Tour 2019“

Spione inflitrierten die Band

In dem Interview wird Christoph „Doom“ Schneider ein wenig nostalgisch und erinnert sich an eine Zeit vor Rammstein. Zur Zeit der DDR war der Schlagzeuger Mitglied in der Band „Die Firma“. Sie machten „New-Wave-Punk“ und protestierten mit ihren Texten gegen das System. Das sei natürlich verboten gewesen, doch die Band trat im Untergrund auf und spielte in kleinen Clubs.

An der Regierung ging das jedoch nicht vorbei, sie hatte ihre Augen überall. Zwei der Mitglieder, der Sänger und der Keyboarder seien Spione der Regierung, also Stasi-Mitarbeiter gewesen. Sie erhielten eine kleine Bezahlung, um der Regierung über die Musikszene zu berichten. Das witzige dabei, so Rammstein-Schlagzeuger Christoph „Doom“ Schneider, sei die Tatsache gewesen, dass er sich zu dieser Zeit keine härtere Band als seine hätte vorstellen können.

Auch interessant: zu DDR-Zeiten sei es illegal gewesen, als Amateur-Musiker für Auftritte Geld zu verlangen. Im Osten habe man sich zunächst klassifizieren lassen müssen, um festzustellen, in welches professionelle Level man einzustufen sei. Insgesamt gab es drei Levels - Schneider erreichte das erste Level und durfte somit 4 Deutsche Mark pro Stunde verlangen, um bei einem Konzert zu spielen.

Frontsänger Till Lindemann war bisher zweimal verheiratet und hatte zahlreiche Affären. Besonders seine neue Freundin sorgt für viele Diskussionen. Hier gibt es alles über seine Frauen und seine Affären.

Rammstein-Schlagzeuger Christoph Schneider war zu Gast im Podcast von The BossHoss. Die Musiker plauderten über die Tour-Absage und wie die Band rund um Till Linde die Corona-Zwangspause für neue Musik nutzt. Dürfen sich die Fans etwa 2021 auf ein neues Rammstein-Album freuen?

Infos zur Autorin:

Claire Weiss, Redakteurin bei extratipp.com, schreibt über Themen aus den Bereichen TV, Stars, Schlager und die Welt der Musik. Egal ob GNTM, Let’s Dance, Promis unter Palmen, Dschungelcamp, die Lombardis oder Billie Eilish – Claire kennt und liebt die Welt der Unterhaltung. Mehr Infos zur Redaktion und dem Team von extratipp.com gibt es hier.

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