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Promify: Julian F. M. Stoeckel über neue Musik, Helene Fischer und die Corona-Pandemie

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Von: Jonas Erbas

Entertainer Julian F. M. Stoeckel steht vor einem roten Feuerwerk, daneben ein Screenshot seines Promify-Interviews mit Extratipp.com (Fotomontage)
„Promify: Der Musik-Startalk bei extratipp.com“ feiert mit Entertainer, Schauspieler und Moderator Julian F. M. Stoeckel große Premiere (Fotomontage) © Screenshot/Promify - Der Musik-Startalk bei extratipp.com & Gregor Fischer/Liang Sen/XinHua/dpa/picture alliance

„Promify: Der Musik-Startalk bei extratipp.com“ feiert Premiere: Für die erste Ausgabe unseres neuen Formats haben wir uns niemand Geringeren als Entertainment-Ikone Julian F. M. Stoeckel eingeladen. Der arbeitet aktuell an neuen Songs und verspricht: „Helene Fischer muss sich warm anziehen!“

München - Wer quatscht eigentlich endlich mal mit Deutschlands Entertainment-Elite ausführlich über Musik? Wir tun das! „Promify: Der Musik-Startalk bei extratipp.com“ feiert Premiere und das direkt an der Seite von Kult-Diva und „Dschungelcamp“-Liebling Julian F. M. Stoeckel (33). Für uns hat sich der Designer - stilbewusst wie immer - herausgeputzt und meldet sich via Videocall aus seiner wunderschönen Berliner Altbauwohnung. Genug Redebedarf gibt es: Der Moderator und Schauspieler verrät, dass er an neuen Songs arbeitet und warnt - auf seine herrlich witzige Art - sogar vorsichtshalber Schlager-Queen Helene Fischer (36) vor neuer Konkurrenz. Außerdem spricht der 33-Jährige über seine Vorliebe zur Oper und die Folgen der Corona-Pandemie für die Kunst- und Kulturszene.

Star-Designer Harald Glööckler (r) und Julian F. M. Stoeckel bei der Präsentation der neuen Perückenkollektion „Pompöös hair by gfh“
Julian F. M. Stoeckel - hier neben Star-Designer Harald Glööckler (r.) - ist gern gesehener Gast auf exklusiven Events und großen Galaabenden © Jens Kalaene/dpa/picture alliance

Promify: Julian F. M. Stoeckel hat „den skurrilsten Musikgeschmack, den es auf Gottes Erdboden gibt“

2014 brachte Julian F. M. Stoeckel wie bisher kaum ein anderer Teilnehmer von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ (RTL) jede Menge Glanz und Glamour ins sonst so urtümliche Dschungelcamp - und gilt seitdem als absoluter Experte, was den australischen Busch und seine prominenten Bewohner angeht. Dank seiner ausufernden Expertisen und spitzzüngigen Kommentare bei „Ich bin ein Star - Die Stunde danach“ (RTL/RTLplus) gehört der 33-Jährige mittlerweile beinahe schon zum festen Inventar des Dschungel-Talks mit Angela Finger-Erben (41). Persönlich betrachtet sich der Designer allerdings „eher in einem schüchternen, zurückhaltenden Licht“, wie er uns anfangs verrät. Bitte, nur keine falsche Bescheidenheit!

Musikalisch mag es Julian F. M. Stoeckel verrückt: Personen, die mit dem It-Boy schon einmal dessen Lieblingssongs gehört haben, attestieren dem Berliner „den wohl skurrilsten Musikgeschmack (...), den es auf Gottes Erdboden gibt“. Ist das jetzt eigentlich ein Kompliment? Klingt so: „Das stimmt wahrscheinlich auch, denn ich bin auch skurril!“ Musik habe für ihn überhaupt einen „wichtigen Stellenwert“ und hilft dem 33-Jährigen dabei, den Alltag auch mal zu vergessen: „Musik bedeutet für mich auch, dass ich mich in gewissem Maß in eine Welt einfinden kann, in der ich gerne sein möchte.“ Wir halten fest: Die Dschungel-Diva kennt sich nicht nur in der Welt der Stars und Sternchen bestens aus, sondern weiß auch: „Musik hat immer etwas mit Emotion zu tun und ich glaube, das ist auch der Kern.“

Und wenn einem Julian F. M. Stoeckel einmal nach Party ist, wozu wird dann getanzt? Vorerst gar nicht, denn der Entertainer stellt zunächst klar: „Ich glaube, dass die Leute mehr in mich reininterpretieren, als es vielleicht der Realität entspricht. Natürlich, der geneigte Zuschauer empfindet, wenn er mich sieht oder hört: ‚Ja, mit Stoeckel muss es immer den ganzen Tag lustig sein und die ist eine Party-Ikone, dass sie lachend am Kronleuchter hängt.‘ Aber: Ich bin natürlich nicht 24 Stunden am Tag so - das würde ich ja nicht aushalten, ich würde es dann nicht einmal mehr mit mir selbst aushalten.“ Feiern geht der 33-Jährige dennoch gern, dann allerdings lieber auf glamouröse Events oder private Cocktailpartys - die Öffentlichkeit meidet er in dieser Hinsicht lieber. Getanzt wird am liebsten zu „Disco der 60er [und] 70er“. Die 80er und alles danach sind dem Reality-TV-Star fast schon zu modern: „Ich bin, was Musik angeht, sehr oldschool!“

Promify: Julian F. M. Stoeckel kündigt neue Songs an - „Helene Fischer kann sich warm anziehen“

Einen krassen Kontrast zu Julian F. M. Stoeckels persönlichem Musikgeschmack stellt sein Song „Wodka für die Königin“ (2019) dar: Die Musical-Nummer von Filmdiva Zarah Leander (†74) hat der „Promify“-Stargast im modern-eingängigen Schlager-Pop-Gewand neu interpretiert. Der Hintergrund: „Erstmal wollte ich mein Leben lang eigentlich Opernsänger werden.“ So wirklich dran geglaubt habe jedoch niemand, schließlich gibt der 33-Jährige offen zu, in dieser Hinsicht „talentbefreit“ zu sein. Das störte ihn jedoch wenig: Als er ZDF-Schlagerkönigin Carmen Nebel (64) und deren Partner, den Musikproduzenten Norbert Endlich (62), traf, nutzte der Trendsetter die Gunst der Stunde und offenbarte - trotz eigener Zweifel - seinen Herzenswunsch, endlich singen zu wollen.

Norbert Endlich lud ihn daraufhin in sein Studio ein. „Super, jetzt werde ich Sängerin. Achtung vor dem Raubtier, jetzt kommt sie!“, habe Julian F. M. Stoeckel damals gedacht, wie er mit einem Augenzwinkern erklärt. Silvester 2018 sang der einstige „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“-Kandidat die Nummer tatsächlich in Endlichs Studio ein: „Es klang natürlich in den ersten Malen - sagen wir mal - okay.“ Damit gab sich der Entertainer natürlich nicht zufrieden - und übte fleißig: „Irgendwann klang es so, dass auch ich im Ohr dachte: ‚Es klingt jetzt eigentlich cool!‘“ Der Song habe sich „verselbstständigt“, wurde „zu einem viralen Hit“, so der 33-Jährige. Finanziell ausgezahlt hat sich das allerdings nicht: „Die einzigen, die Geld verdienen, sind die Plattenfirmen und diese Portale. Aber ich kriege von Spotify kein Geld!“

Sensation: „Wodka für die Königin“-Komponist Peter Thomas (†94) gab zu Lebzeiten seinen Segen für Julian F. M. Stoeckels Coverversion des Musical-Hits. Nach Thomas‘ Tod im Mai 2020 gingen die Rechte an seinen Sohn über. Der kontaktierte den 33-Jährigen, bot ihm an, sich „jederzeit an ihn wenden“ zu dürfen, sollte er ein von Peter Thomas verfasstes Stück singen wollen. „Ich kann bis 2080 Songs singen!“, freut sich die TV-Ikone und frohlockt: „Dann singe ich bis sich die Nägel biegen.“ Musikalischer Nachschub ist indes bereits auf dem Weg: „Ich habe schon vier weitere Songs eingesungen, nur wegen Corona ist das so schwierig. Ich muss zu jedem Song ein Video machen.“ Sobald sich die Lage lockert, hat der Hobby-Musiker schon große Pläne, wie er mit ironischem Unterton erklärt: „Irgendwann kann ich ein Album machen. Helene Fischer muss sich warm anziehen!“

Promify: Julian F. M. Stoeckel spürt die Konsequenzen der Corona-Pandemie immens

Auch privat geht Julian F. M. Stoeckel gerne in die Oper, ins Musical oder ins Theater - eine Leidenschaft, auf die er wegen der COVID-19-Pandemie aktuell verzichten muss: „Für mich ist das entsetzlich: Erstmal fehlt mir die Kunst sehr, zum anderen habe ich ja seit vergangenem Jahr eine eigene Late-Night-Show im BKA-Theater und ich sende seit fast einem Jahr meine Show, die normalerweise vor 200, 300 Zuschauern stattfand, jetzt vor leerem Saal online per Facebook, per YouTube.“ Ohne sein Live-Publikum auskommen zu müssen, mache ihn „sehr traurig“, schließlich „lebe [er] (...) vom Showgeschäft.“ Dass die Kunst- und Kulturbranche aktuell still steht, beschäftigt den 33-Jährigen, der sich mit den Betroffen solidarisch stellt, sehr: „Es ist alles eigentlich eine Last!“ Seine Forderung: „Wir müssen uns langsam daran gewöhnen, dass wir mit diesem Virus leben müssen.“

„Promify“-Premiere: Das komplette Interview gibt‘s in voller Länge auch als Video auf Facebook (hier) oder bei YouTube (hier).

„Manchmal weiß ich gar nicht, was sich die Politiker da vorstellen“, gibt Julian F. M. Stoeckel im „Promify“-Interview offen zu. Dennoch sieht sich der 33-Jährige „in einer sehr priviligierten Lage“, da aufgrund von Corona „viel mehr Fernsehen produziert“ werde. Den Menschen vor und hinter den Kulissen, darunter Schauspieler, Sänger, Tänzer oder Drehbuchautoren, aber auch Personen aus anderen Branchen, beispielsweise Unternehmern, müsse endlich geholfen werden: „Die Leute haben Probleme“, berichtet der engagierte Künstler von Erfahrungen aus seinem eigenen Umfeld. Er selber versuche sein Bestes, die Betroffenen „zu unterstützen“, doch das ist nicht immer einfach: „Mal abgesehen von Geld - also von monetären Problemen - ist ja das Emotionale, das Psychische und Physische im Grund genommen genauso schlimm und teilweise für manch anderen noch viel schlimmer, als das, was es eigentlich ist.“

Sollten die Spielstätten wieder öffnen, würde Julian F. M. Stoeckel übrigens „als Erstes in die Deutsche Oper gehen und [sich] irgendeine Mozart-Oper ansehen.“ Allgemein schlägt das Herz des Musikfans für klassische Komponisten, darunter besonders Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Strauss und Richard Wagner. Bleibt zu hoffen, dass der 33-Jährige bald wieder im Opernsaal Platz nehmen darf. Wir bleiben bei Hoffnungen und Wünschen: Mit wem würde der Berliner eigentlich gerne mal Musik machen, wenn er die freie Wahl hätte? „Also wen ich ja sehr liebe - und da war ich vor vier Jahren auf dem Konzert - ist Grace Jones!“, zeigt sich der Mode- und Schmuckdesigner von der 72-jährigen Ausnahmemusikerin begeistert: „Also, wenn die Lust hätte, mit mir einen Song aufzunehmen, dann würde ich das machen!“ Auch ein Duett mit Nina Hagen (66) könne er sich vorstellen.

Kunst, Kultur und Musik sind für mich Allgemeinbildung! Wenn jeder irgendeinen Scheiß-Fußballverein kennt, dann wird man wohl auch Hannelore Elsner kennen, die quasi unsere deutsche Filmwelt so geprägt hat, wie vielleicht keine oder wenige andere.

Julian F. M. Stoeckel kritisiert im „Promify“-Interview immense Bildungslücken

Dass es überhaupt noch derartige Stars gibt, freut Julian F. M. Stoeckel, der die jüngste Entwicklung in der Medienlandschaft kritisch sieht: „Das Fernsehen und die Musik produzieren heute so viele Leute, die gar keiner hören oder sehen will.“ Er selber könne mit seiner Generation „nichts anfangen“. Dennoch sei er „niemand, der richtet“. Das gelte auch hinsichtlich des ein oder anderen misslungenen Ausflugs seiner Fernsehkollegen in die Musikwelt: „Das steht mir gar nicht zu.“ Abschließend gibt es von unserem hochkarätigen „Promify“-Premierengast noch wichtige Worte: „Ich singe, weil es mir Spaß macht und weil es meinem Publikum gut gefällt. (...) Ich glaube, der Spaß sollte dabei immer im Vordergrund stehen!“

Hier geht‘s zur zweiten „Promify“-Folge mit den „Goodbye Deutschland“-Stars Caro und Andreas Robens!

Übrigens: Julian F. M. Stoeckel moderiert derzeit bei Instagram jeden Mittwochabend sein „Diven-Quartett - Der Talk“, bei welchem der 33-Jährige die größten und bekanntesten Diven des Landes zu einer herrlich ausgelassenen Gesprächsrunde einlädt. Der Fernsehstar befindet sich dabei in bester Gesellschaft. Für die kommenden Shows haben sich Star-Gäste wie Dolly Buster (51), Micaela Schäfer (37), Kader Loth (48) und Claudia Obert (59) angekündigt. Das kann nur heiter werden!

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