Popmusik im Überblick

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US-Sängerin Madonna tritt beim Super Bowl in Indianapolis auf.
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Madonna, die „Queen of Pop“

Ob ABBA, Michael Jackson oder Madonna: Popmusik ist auf jeder Party vertreten und dominiert mit zahlreichen Ohrwürmern seit Jahrzehnten das Radio.

  • Popmusik begeistert seit Jahrzehnten die Massen und prägt wie kein anderes Musikgenre die Radio- und Fernsehkultur. Seinen Höhepunkt feierte der Pop in den 1980ern.
  • Oftmals als leicht gemacht oder kitschig abgetan, ist Popmusik untrennbar mit Generationen übergreifender Popkultur verwoben, die zweifellos den Alltag von Menschen weltweit beeinflusst.
  • Über die Jahre konnten sich zahlreiche Sänger und Sängerinnen im Genre Pop behaupten. Besonderen Einfluss nahmen allerdings die zum King of Pop sowie zur Queen of Pop gekürten Künstler Michael Jackson und Madonna.

Popmusik in Worte zu fassen - das haben wohl schon viele Musikexperten und passionierte Fans versucht. Dieses Genre, das mal mit populärer Musik gleichgesetzt wird und mal einen ganz eigenen Musikstil beschreibt, hat die Geschichte der Musik insbesondere in den letzten Jahrzehnten nachhaltig verändert. Über die Jahre zum kommerziell erfolgreichsten Musikgenre geworden, bestimmt Popmusik die weltweiten Charts und hat neben vielen One-Hit-Wondern auch zahlreiche internationale Megastars hervorgebracht. Insbesondere der King of Pop Michael Jackson und die Queen of Pop Madonna prägten mit ihren musikalischen Innovationen und exzentrischen Auftritten die Popkultur weltweit.

Oftmals als „einfach“ oder „kitschig“ abgetan, hat das Phänomen Popmusik über die Jahre derart großen Einfluss auf unsere Kultur gewonnen, dass heute Musiktheoretiker Dissertationen über das Genre schreiben und sich sogar ganze Museen wie beispielsweise das Museum of Pop Culture in Seattle dem Thema Pop widmen. Noch immer der bestimmende Stil der internationalen Hitparaden, ist Popmusik ein Genre in stetigem Wandel, das durch seine Vielseitigkeit und Schnelllebigkeit ein perfekter Spiegel unserer Gesellschaft ist.

Popmusik versus populäre Musik: Entstehung der Popkultur

Das Genre Popmusik ist auch in der Musikwissenschaft nicht zwingend gleichzusetzen mit populärer Musik. Das Kurzwort „Pop“ nur als Abkürzung von „populär“ zu betrachten, reicht bei weitem nicht aus, um dieses musikalische Genre adäquat zu beschreiben. Zwar stammt der Name Popmusik daher, dass mit dem Begriff zunächst Musik gemeint war, die einen bestimmten Verbreitungsgrad und damit eine gewisse Popularität erreicht hatte, heute wird mit Popmusik jedoch zumeist ein bestimmter Musikstil beschrieben, den jeder Radiokonsument und jeder Fernsehzuschauer kennt: Eingängige Lieder - sowohl instrumental als auch digital produziert - die einem gewissen schematischen Aufbau folgen, der für den Zuhörer leicht verständlich ist und schnell für Ohrwürmer sorgt.

Von vielen vermeintlichen Musikexperten als kitschig oder leicht gemacht abgetan, gleicht Popmusik seine Einfachheit meist mit einer gehörigen Portion Sentimentalität aus, die seit Jahrzehnten für eine riesige Fanbase sorgt und damit auch für die Entstehung der sogenannten Popkultur verantwortlich ist. Popkultur, auch Massenkultur oder Mainstream genannt, ist ein Abbild gesamtgesellschaftlicher Phänomene, sozusagen ein Spiegel der Interessen der Gesellschaft. Auch Popmusik bildet demnach in ihrer Gesamtheit ab, wofür die Menschen einer bestimmten Generation sich interessieren und was sie bewegt.

Popmusik: Das weltweit erfolgreichste musikalische Genre

Die Geschichte der Popmusik lässt sich streng genommen wohl bis ins Mittelalter zurückverfolgen. Das, was wir heute als Genre Pop verstehen, hat seinen Ursprung jedoch mehr oder weniger in den 1960er Jahren und fand seinen Höhepunkt in den 1980ern. Bis zu diesem Zeitpunkt war Popmusik wohl mehr als eine Art Jugendkultur zu verstehen, während sie heute längst alle Generationen begeistert und in ihren Bann zieht.

Entscheidend für die Entwicklung der Popmusik war die Entstehung der Schallplatte. Mit diesem Medium konnten Musiker ihre Lieder erstmals über weite Teile der Erde verbreiten und damit an Popularität gewinnen. Mit der voranschreitenden Kommerzialisierung des Rock’n’Roll wurden von Plattenfirmen zunehmend Amateurmusiker eingesetzt, die weniger aufgrund ihres musikalischen Talents, sondern vielmehr aufgrund ihrer Vermarktungschancen ausgewählt wurden.

Seit den 1960ern entwickelten sich dann viele verschiedene Stile der Popmusik, deren Hauptmerkmal stets ihr Unterhaltungsfaktor war. Allen gemein ist außerdem, dass sie sich an anderen populären Genres wie beispielsweise Rock oder Hiphop orientieren, deren besondere Merkmale jedoch vereinfachen und damit leichter konsumierbar machen.

Popmusik zeichnet sich durch einfache Harmonien aus, die eingängig sind und damit schnell im Gedächtnis bleiben. Die durchgehenden Rhythmen und der klassische Liedaufbau aus Strophe und Refrain sind leicht einzuprägen und sorgen damit häufig für Ohrwurm-Garantie. Seit Jahrzehnten bestimmt Popmusik deshalb die weltweiten Charts und Hitparaden und hat sich als kommerziell erfolgreichstes Musikgenre der Geschichte etabliert.

Popmusik: Die Vertreter werden zu internationalen Megastars

Auch wenn Popmusik jedes Jahr zahlreiche One-Hit-Wonder hervorbringt: Nicht wenige Musiker und Musikerinnen dieses beliebten Genres sind über die Jahre zu internationalen Megastars geworden. Insbesondere Künstler, die ihre Karriere auf dem Höhepunkt der Popmusik in den 1980ern begannen, sind heute teilweise bekannter als Staatspräsidenten oder bedeutende Aktivisten.

Die größten Stars der Popmusik in ihrer Gesamtheit aufzuzählen, ist wohl kaum möglich. Trotzdem gibt es einige Sänger und Sängerinnen, die mit ihrer Musik hervorstachen und als Repräsentanten des Pop im Gedächtnis bleiben.

Eine der bekanntesten Bands der Pop-Geschichte begann ihre Karriere schon in den 1970ern: Die schwedische Gruppe ABBA, bestehend aus Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad, sang sich mit Liedern wie Waterloo, Dancing Queen und Mamma Mia in die Herzen von Millionen von Fans. Trotz faktischer Trennung im Jahr 1982 büßte ABBA nie an Popularität ein und die Lieder der Band waren auch Generationen später noch so beliebt, dass aus ihnen sogar ein Musical und nachfolgend ein Film entstanden.

Während Rockmusik lange Zeit ein männerdominiertes Genre war, brachte Pop von Anfang an auch Solo-Künstlerinnen und Girlgroups an die Spitze der Charts. Wegweisend war hier beispielsweise Tina Turner, die unter anderem mit ihrem Album Private Dancer (1984) Musikgeschichte schrieb. Der von Turner und anderen Legenden wie Cher oder Whitney Houston geebnete Weg ermöglichte Sängerinnen wie Britney Spears und Christina Aguilera oder Bands wie den Spice Girls später ihren Erfolg.

Popmusik: Michael Jackson macht das Genre als King of Pop salonfähig

Bei den vielen Pop-Musikern und Pop-Bands mit ihren unterschiedlichen Stilen fällt es leicht den Überblick zu verlieren. Doch auch wenn viele Fans Interpreten verwechseln oder die Namen von One-Hit-Wondern in Vergessenheit geraten - zwei Vertreter der Popmusik kennt man wohl auch in den entlegensten Ecken der Erde. Michael Jackson und Madonna, bereits vor Jahren zum King of Pop sowie zur Queen of Pop gekürt, prägten das Genre wie niemand vor oder nach ihnen.

Michael Jackson, geboren am 29. August 1958 in Gary, Indiana, ist noch immer der erfolgreichste Entertainer aller Zeiten. Berühmt geworden an der Seite seiner Geschwister als die Jackson Five, eroberte der multitalentierte Sänger und Tänzer im Erwachsenenalter mit seinen Liedern regelmäßig die Spitze der Charts. Sein 1982 erschienenes Album Thriller ist noch immer das meistverkaufte Album aller Zeiten, monatelang führten die Single-Auskopplungen der LP weltweit die Hitparaden an.

Jacksons exzentrischer Stil, seine kreativen Tanzeinlagen sowie seine enorme Wandelbarkeit bewiesen über die Jahre, dass Popmusik qualitativ hochwertige Songs hervorbringen kann, die auch nachhaltig Einfluss auf andere Genres nahmen. Obwohl Jackson im späteren Verlauf seiner Karriere aufgrund seines exzentrischen Verhaltens zunehmend in die Kritik geriet und sich sogar wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht verantworten musste, hat sich sein Legendenstatus insbesondere nach seinem Tod im Jahr 2009 nur noch verfestigt.

Popmusik: Madonna bestimmt als Queen of Pop die Popkultur

Während Michael Jackson die Welt des Pop mit seinen musikalischen Kreationen auf den Kopf stellte, nahm Madonna mit ihren genauestens inszenierten Skandalen wie keine andere Einfluss auf die Popkultur. Die am 16. August 1958 in Bay City, Michigan geborene Sängerin wurde in den 1980ern mit Hits wie Like a Virgin, Material Girl, Like a Prayer und Vogue zum internationalen Megastar. Ins Guiness-Buch der Rekorde ging Madonna im Laufe ihrer Karriere mehrfach als erfolgreichste Musikerin der Welt und Sängerin mit den meisten verkauften Tonträgern ein. In den amerikanischen Charts ist sie die erfolgreichste Solo-Künstlerin aller Zeiten.

Seit ihrem Karrierebeginn setzt Madonna immer wieder auf Schock-Effekte: Nachdem sie bereits 1984 bei den MTV Video Music Awards im sexy Hochzeitskleid Eltern auf die Barrikaden rief, gilt ihre 1992 veröffentlichte LP Erotica als das kontroverseste Pop-Album des Jahrzehnts. Doch Madonnas Skandale waren stets geplant: Die Queen of Pop kontrolliert ihre Karriere seit jeher selbst und beeinflusst ihr öffentliches Image bewusst. Dadurch hat Madonna über die Jahre wie keine andere Einfluss auf die Popkultur genommen und den Weg für zahlreiche weitere Künstler geebnet. Ohne Madonna wären die Karrieren von aktuellen Superstars wie Lady Gaga oder Miley Cyrus wohl kaum möglich gewesen.

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