Von der Gründung bis zum Comeback

No Angels: Alle Informationen zur beliebten Girlgroup um Lucy, Sandy, Nadja und Jessica

No Angels treten im Finale der 14. Staffel der RTL Tanzshow „Let‘s Dance“ (RTL) auf (Fotomontage)
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2000 gingen die No Angels aus der ersten Staffel der RTL2-Sendung „Popstars“ hervor, feierten internationale Erfolge. 2021 gab die Girlgroup ihr großes Comeback, steht seitdem regelmäßig im TV auf der Bühne (Fotomontage)
  • Jonas Erbas
    vonJonas Erbas
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Keine Frage, die No Angels sind Kult: Die Band um Lucy Diakovska, Sandy Mölling, Nadja Benaissa und Jessica Wahls ist die erfolgreichste Girlgroup des Landes. 2021 feierten die vier Engel ihr großes Comeback! Extratipp.com hat ihre Karrierehighlights und alles Wissenswerte im Überblick.

Köln - Es war das Pop-Comeback des Jahres: Pünktlich zu ihrem 20. Geburtstag machte im Herbst 2020 das Gerücht die Runde, die No Angels würden auf die große Showbühne zurückkehren. 2021 machte die Girlgroup ihre Rückkehr dann offiziell, veröffentlichte im Juni ihr Jubiläumsalbum „20“ und sorgt mit unvergesslichen Hits wie „Daylight In Your Eyes“ wieder regelmäßig bei großen TV-Shows wie „Let‘s Dance“ (RTL) oder im ZDF-Fernsehgarten für tolles Entertainment. Extratipp.com blickt auf die Gruppe um Lucy Diakovska, Sandy Mölling, Nadja Benaissa und Jessica Wahls, die 2000 aus der ersten Staffel „Popstars“ (damals RTL2) hervorging.

Im Rahmen ihres Jubiläumsalbums „20“ traten die No Angels unter anderem bei „Let‘s Dance“ (RTL) oder bei Florian Silbereisens „Schlagercountdown - So wird’s bald wieder sein!“ (ARD) auf

No Angels: Deutschlands Girlgroup Nummer eins - Anfänge bei „Popstars“, großes Comeback 2021

2000 schrieben Lucy Diakovska, Sandy Mölling, Nadja Benaissa, Jessica Wahls und Vanessa Petruo bei „Popstars“ Geschichte: Als Siegerinnen der ersten Staffel begründeten die fünf Sängerinnen die Castingshow-Band No Angels - Deutschlands größte Girlgroup war geboren! Direkt im Folgejahr ging es los mit dem großen Erfolg: Ihr Debütalbum „Elle‘ments“ stürmte in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Platz eins der Charts. Dort standen die fünf Engel im selben Jahr auch mit den beiden Single-Hits wie „Daylight In Your Eyes“ und „There Must Be An Angel“. Zur Belohnung gab‘s direkt zu Karrierebeginn unter anderem den Echo - beeindruckend! Auch in den USA, Großbritannien und Frankreich erzielte die Gruppe einige Treffer.

2002 folgte mit „Now … Us!“ ein weiteres Nummer-eins-Album, auf dem die No Angels auch selbst aktiver am Songwriting mitwirkten. Allein im Erscheinungsjahr verkaufte sich die Platte in Deutschland stolze 800.000 Mal. Ausverkaufte Shows und weitere Singles in den Top 10 waren die Folge. 2002 verließ Jessica die Girlgroup, um sich ihrem Kind und einer Solokarriere widmen zu können. Die verbliebenen Sängerinnen nahmen schließlich das dritte Album „Pure“ auf - und erneut landete die Scheibe auf der eins. Es folgten Auftritte bei „Wetten, dass..?“ (ZDF) und ein Abschiedskonzert in der Münchner Olympiahalle, danach ging auch der Rest der Band getrennte Wege.

Albumtitel:Erscheinungsjahr:Höchste Chartplatzierung (D):Besetzung:
Elle’ments20011 (7x Gold)zu 5.
Now … Us!20021 (2x Platin)zu 5.
Pure20031 (Gold)zu 4. (ohne Jessica)
Destiny20074zu 4. (ohne Vanessa)
Welcome to the Dance200926zu 4. (ohne Vanessa)

2007 kam es mit dem Album „Destiny“ dann zum ersten Comeback der No Angels. Die Zeiten, in denen die Girlgroup fünf Sängerinnen zählte, waren damit allerdings endgültig vorbei: Während Jessica zurückkehrte, verließ Vanessa die Band endgültig. 2014 zog sie sich sogar ganz aus der Öffentlichkeit zurück, konzentriere sich voll und ganz auf ihre Wissenschaftskarriere - mit Erfolg: Sie schloss ein Psychologiestudium ab und arbeitet an einer US-amerikanischen Universität. Ihre ehemaligen Kolleginnen erlebten nach ihrem Ausstieg einige Rückschlage: Beim Eurovision Song Contest (ESC) 2008 traten sie mit „Disappear“ an und holten lediglich 14 Punkte. Deutschland landete weit abgeschlagen auf dem 23. Platz (von 25).

Mit „Welcome to the Dance“ legten die No Angels dann 2009 schließlich ihr bislang letztes reguläres Studioalbum vor. Darauf dominieren klare Dance-Einflüsse, doch die Fans überzeugte das nicht: Nach zwei Wochen und einem mittelmäßigen Platz 26 verschwand das Album wieder aus den Charts. 2010 stieg Nadja Benaissa aus, 2014 wurde die Girlgroup komplett auf Eis gelegt. Zum 20-jährigen Jubiläum der Band kam es dann zum großen Comeback: Zu viert sangen Lucy, Sandy, Nadja und Jessica alte Hits wie „Daylight In Your Eyes“ für ihre Kompilation „20“ ein und nahmen sogar vier neue Songs auf. Seit ihrer Rückkehr auf die große Showbühne sind die vier Engel regelmäßig Gast in renommierten TV-Sendungen, darunter „Let‘s Dance“ (RTL), bei Florian Silbereisens „Schlagercountdown - So wird’s bald wieder sein!“ (ARD) oder im ZDF-Fernsehgarten.

No Angels: Die vier Engel der Girlgroup im Überblick - Lucy Diakovska

Geboren wurde Lucy Diakovska in Plewen, der siebtgrößten Stadt Bulgariens. Mit Musik kam die No Angels-Sängerin bereits früh in Kontakt: Ihr Vater war als Opernsänger aktiv, ihre Mutter arbeitete als Konzertpianistin. Nachdem sie 1995 das Gymnasium abgeschlossen hatte, zog sie nach Hamburg, wo sie eine Schule für Tanz, Gesang und Schauspiel besuchte. Bei „Popstars“ wurde sie schließlich als eines von fünf Mitgliedern der No Angels ausgewählt. Sie betätigte sich allerdings auch als Solokünstlerin unter dem Pseudonym Lucylicious. Auch im Fernsehen war die gebürtige Bulgarin gern gesehener Gast, trat unter anderem in der ersten Staffel von „The Masked Singer“ (ProSieben) an. Darüber hinaus stand sie bereits für mehrere Musicals, darunter „Buddy“, „Jekyll & Hyde“ oder „The Rocky Horror Show“ auf der Bühne.

No Angels: Die vier Engel der Girlgroup im Überblick - Sandy Mölling

Sandy Mölling stammt aus Wuppertal und wuchs unter anderem in Remscheid und Koblenz auf. Bereits mit 16 Jahren zog sie bei ihren Eltern aus, bewarb sich 2000 bei „Popstars“ und wurde dort Teil der No Angels. Der Liebe wegen ging die Musicaldarstellerin und Schauspielerin nach Los Angeles, wo sie mit dem kanadischen Musikproduzenten Nasri Atweh und der gemeinsamen Familie lebt. In den USA schuf sich die Musikerin mehrere Standbeine, nahm Schauspielunterricht, ließ sich zur nichtmedizinischen Geburtshelferin ausbilden und baut mit der Schwester ihres Mannes und einer befreundeten Immobilienmaklerin beruflich Häuser um. Außerdem hat die Sängerin ein Kinderbuch selbst verfasst und veröffentlicht. Gemeinsam mit Lucy ist Sandy nur eines von zwei Mitgliedern, welche ununterbrochen der Girlgroup angehörten.

No Angels: Die vier Engel der Girlgroup im Überblick - Nadja Benaissa

In Frankfurt am Main kam Nadja Benaissa als Tochter eines Marokkaners und einer Deutsch-Serbin zur Welt und entdeckte bereits früh ihre Leidenschaft für Musik. Um an „Popstars“ teilzunehmen, brach sie im Alter von 18 Jahren die Abendrealschule ab - mit Erfolg: Trotz mehrerer Band-Ausstiege ist sie heute wieder Mitglied der No Angels. Dabei hatte es die Musikerin nicht immer leicht: Mit 16 Jahren wurde die Sängerin schwanger, der Kontakt zum Vater brach ab. Im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung wurde festgestellt, dass sie sich mit HIV infiziert hatte. Um ihre Erkrankung ging es auch in einem Gerichtsverfahren 2009. Dort wurde Nadja vorgeworfen, ungeschützten Sex mit mehreren Personen gehabt zu haben, ohne diese über die HIV-Infektion aufzuklären. Glücklicherweise sorgt die Musikerin inzwischen wieder ausschließlich für strahlende Gesichter.

No Angels: Die vier Engel der Girlgroup im Überblick - Jessica Wahls

Auch Jessica Wahls wurde in Frankfurt am Main geboren, wuchs allerdings im hessischen Rodheim an vor der Höhe auf. Nach der Schule absolvierte sie eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau, die sie allerdings kurz vor ihren Abschlussprüfungen abbrach, um bei „Popstars“ ein Teil der No Angels zu werden. Auch abseits der Girlgroup nahm die Künstlerin Musik auf: Als Jess veröffentlichte sie zwischen 2003 und 2005 mehrere Singles, darunter „Ten Steps Back“ (Platz 41 in Deutschland). Nachdem die No Angels vorerst getrennte Wege gegangen waren, ergatterte Jessica ein Engagement beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Dort ist sie unter anderem als Expertin der Musikredaktion für den Radiosender MDR Jump tätig.

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