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Michael Jackson: Missbrauchsklage abgewiesen - „King of Pop“ unschuldig?

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Von: Lisa Klugmayer

Michael Jackson am 16.01.2004 im Gericht von Santa Barbara
Michael Jackson: Wade Robsons Missbrauchsklage abgewiesen © Kevork Djansezian/dpa

War Michael Jackson ein Kinderschänder und haben seine Mitarbeiter ihn jahrelang gedeckt? Ein mutmaßliches Missbrauchsopfer scheiterte am Montag mit seiner Klage vor Gericht.

Los-Angeles - Mitarbeiter von Michael Jackson (✝50) sollen jahrelang weggeschaut haben, als der „King of Pop“ sich an Kindern verging. So die Anklage von Wade Robson (38). Er ist einer der Männer, die behaupten, als Kind von Michael Jackson missbraucht worden zu sein. Der Choreograf verklagte deswegen die Firmen des Musikers - ohne Erfolg. Doch ein Insider betont: Das heiße nicht, dass Michael Jackson unschuldig sei.

Michael Jackson: Popstar mit dunklen Neigungen?

Michael Jackson war ohne Frage eine der brillantesten Musiker unserer Zeit. Der „King of Pop“ (seine größten Konzerte aller Zeiten) hält noch immer zahlreiche Weltrekorde inne - darunter „Männlicher Solokünstler mit den meisten Nr.-1-Singles in den US-Charts“. Außerdem hat er als erster Musiker überhaupt die Grenze von 1 Million verkaufter Downloads pro Woche geknackt. Zusätzlich unterstützte er zahlreiche Wohltätigkeitsorganisationen finanziell und repräsentativ.

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Michael Jacksons Erfolgsgeschichte hat aber auch einige dunkle Kapitel. Schon zu Lebzeiten des „King of Pop“ wurden Vorwürfe laut, er hätte sich sexuell an Kindern vergangen (Alle Informationen zu den Missbrauchsvorwürfen gegen den King of Pop). Diese schweren Anschuldigungen waren auch Thema der viel diskutierten Dokumentation „Leaving Neverland“. 2019 berichteten zwei mutmaßliche Opfer von ihren Erfahrungen mit Michael Jackson - einer davon war Choreograf Wade Robson (38).

Michael Jackson: Wade Robsons Missbrauchsklage abgewiesen

Da der „King of Pop“ bereits 2009 verstarb, verklagte Robson nun die Firmen von Michael Jackson (26.377.488 monatliche Hörer:innen auf Spotify). Die Mitarbeiter der Millionen Euro schweren Firmen MJJ Productions und MJJ Ventures sollen sieben Jahre lang weggesehen haben, als der Musiker ihn als Kind missbraucht haben soll. Doch vor wenigen Tagen verlor er den Gerichtsprozess.

Dem Richter zufolge können die Mitarbeiter nicht dafür verantwortlich gemacht werden, da es ihnen nicht möglich war, Michaels Verhalten zu kontrollieren. Es wird erwartet, dass Robson gegen die Entscheidung Berufung einlegt.

Nun meldet sich der Regisseur von „Leaving Neverland“ zu Wort. Dan Reed stellt klar: Das heiße nicht, dass Michael Jackson unschuldig sei.

Michael Jackson wurde 50 Jahre alt.
„King of Pop“ Michael Jackson: Mitarbeiter verklagt - und vergesprochen © Mata/picture alliance

Ist Michael Jackson unschuldig? „Leaving Neverland“-Regisseur spricht Klartext

Für Dan Reed - Regisseur der Missbrauchsdoku „Leaving Neverland“ - ist Michael Jackson trotz abgewiesener Klage schuldig. „Bei der Entscheidung ging es nicht darum, ob Wade Robson missbraucht wurde oder nicht“, erklärte er gegenüber „The Sun“. Es wäre lediglich entschieden worden, ob man die Mitarbeiter dafür verantwortlich machen kann, „dass sie bei Missbrauch ein Auge zugedrückt haben“.

Es werde Berufung eingelegt, denn juristisch sei der Kampf für ihn und die Opfer noch lange nicht vorbei. „Die Leute erkennen jetzt, dass es Jahrzehnte dauern kann, bis diese Geschichten ans Licht kommen“, so Dan Reed. Der Regisseur arbeite außerdem an einer Fortsetzung von „Leaving Neverland“. Darin soll es unter anderem auch um die Gerichtsprozesse gehen.

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