Band bringt Whisky auf den Markt

Metallica: Metal-Band in der Kritik - trotz interner Alkoholprobleme verkauft die Band nun Whiskey

Metallica in der Kritik: Obwohl Frontmann James Hetfield seit Jahren gegen seine Alkoholsucht ankämpft, bringt die Band einen Whiskey auf den Markt - nun äußerte sich Gitarrist Kirk Hammett zu den Vorwürfen.

San Francisco - Im September 2019 ereilte die Metalszene eine Hiobsbotschaft, die zahlreiche Befürchtungen zur traurigen Gewissheit werden ließ: James Hetfield (57), legendärer Frontmann von Metallica, hatte den langjährigen Kampf gegen seine Alkoholsucht erneut verloren. Es folgte eine Tourabsage, da sich der 57-jährige Rockstar in eine Entzugseinrichtung begeben musste. Seine Kollegen präsentierten dennoch den offiziellen Whiskey der Band - ein Skandal, der viele Fans erzürnte.

Metallica-Frontmann James Hetfield (l.) hat schon länger mit Alkoholproblemen zu kämpfen

Metallica: Metal-Band verkauft Whiskey, während Bandmitglied auf Entzug ist

Der edle Tropfen, der auch in limitierter Auflage erschien, trägt den Namen „Blackened“ - benannt nach dem gleichnamigen Metallica-Klassiker. Doch während sich viele Fans mit der jüngst veröffentlichten Charge des Whiskeys eindeckten, kritisierten andere die Entscheidung der Band, trotz James Hetfields schwerwiegendem Alkoholproblem den Verkauf voranzutreiben. Dass der Whiskey ausgerechnet während Hetfields Entziehungskur vertrieben und beworben wurde, hinterlässt einen bitteren Beigeschmack.

Einige Fans konnten sich aus diesem Grund nicht mehr zurückhalten. Metallica, die auf ihren Whiskey vor allem via Instagram regelmäßig aufmerksam machten, sahen sich deshalb teils heftiger Kritik ausgesetzt. So erkundigte sich ein Nutzer unter einem Post, ob die hochprozentige Spirituose den Klinikaufenthalt des Bandleaders verursacht habe. Dennoch: Viele Käufer attestierten dem Whiskey einen exzellenten Geschmack und zeigten sich begeistert.

Metallica: Gitarrist Kirk Hammett reagiert auf Kritik - „Ich kann verkaufen, was ich will“

Die britische Boulevardzeitung Daily Star konfrontierte Gitarrist Kirk Hammett in einem Interview mit den Vorwürfen. Der zeigte sich kämpferisch: „Man kann diese beiden Sachen nicht miteinander vergleiche. James‘ Bemühung, trocken zu werden, ist eine komplett persönliche Angelegenheit - mental und emotional.“

Weiter sagte er: „Der Umstand, dass wir Alkohol produzieren, abfüllen und verkaufen, hat damit nichts zu tun. Es ist deine Entscheidung, ob du trinkst oder nicht. Und ich kann verkaufen, was ich will. Wäre ich Diabetiker, würde das auch nicht bedeuten, dass wir keine Süßigkeiten verkaufen können.“ Eine schwierige Aussage, bei der es wohl kein Richtig oder Falsch gibt.

James Hetfield hat sich übrigens inzwischen vollkommen erholt - und startete mit Metallica direkt wieder durch: Die Metal-Band steht mit ihrem Live-Album „S&M2“ aktuell unangefochten auf Platz eins der deutschen Charts (Stand: 17. September 2020).

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Info über den Autor

Jonas Erbas, Volontär bei extratipp.com, schreibt über Themen aus den Bereichen TV, Stars, Schlager und die Welt der Musik. Egal ob Metal, Rock, Pop oder Hip-Hop – Jonas kennt und liebt die Welt der Musik. Mehr Infos zur Redaktion und dem Team von extratipp.com gibt es hier.

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