Sex, Drugs & hohe Kosten?

Metallica, AC/DC, Guns N‘ Roses & Co. - Diese Rock- und Metal-Alben kosteten Unsummen an Geld

Die Rockstars von Metallica, AC/DC oder Guns N‘ Roses verdienen nicht nur Unsummen an Geld, sie verprassen für ambitionierte Studioprojekte und kostspielige Alben im Gegenzug auch wieder Millionen - doch welche Platte war die teuerste?

München - Um Geld müssen sich diese Rock- und Metal-Bands wohl erstmal keine Sorgen mehr machen: Metallica, AC/DC und auch Guns N‘ Roses haben im Laufe ihrer Karrieren über hundert Millionen Platten verkauft - und mindestens genauso viele Dollars verdient. Doch die Rockstars sind nicht nur erstklassig, wenn es darum geht, Profit zu machen - so manch ambitioniertes Album kostete in der Produktion mehr, als kleinere Kollegen im Laufe ihres gesamten Lebens überhaupt verdienen. Da kommt die berechtigte Frage auf, wie ein einzelnes Studioprojekt plötzlich derartige Unsummen verschlingen kann.

Metallica verdienen allein auf Tour jeden Abend Millionen - ihr fünftes Studioalbum kostete die Band aber einiges an Zeit und Geld

Metallica und AC/DC investieren jeweils eine Million Dollar - und kämpften mit privaten Sorgen

Die britische Musikzeitschrift Kerrang beleuchtete kürzlich, wie viel Geld die größten Rockstars unserer Zeit für ihre Alben in die Hand nahmen - und kam zu einem erschreckenden Ergebnis: So gab die US-Metal-Band Metallica für ihr selbstbetiteltes, fünftes Studioalbum (1991) rund eine Million Dollar aus. Ganz nebenbei ging in den acht anstrengenden Monaten, in denen sie die Platte immer wieder neu einspielten, bei drei Mitgliedern die Ehe in die Brüche. Ein hoher Preis, der sich jedoch ausgezahlt hat: Das Album verkaufte über 30 Millionen Einheiten weltweit und gilt dank Hits wie „Enter Sandman“ und „Nothing Else Matters“ als Genre-Klassiker.

Eine ähnlich hohe Summe investierte auch AC/DC 1981 in „For Those About to Rock (We Salute You)“: Produzent Mutt Lange verbrachte zu Beginn zehn Tage damit, den perfekten Schlagzeugsound zu finden - und gab schließlich auf. Rhythmusgitarrist Malcolm Young († 64) sagte damals über die Hard Rock-Scheibe: „Ich glaube niemand - weder Band noch Produzent - konnten sagen, ob es richtig oder falsch klang. Jeder hatte das ganze Album einfach satt.“ Das mobile Studio, welches die Band eigens für das Album einrichtete, dürfte ebenfalls kein Schnäppchen gewesen sein.

US-Rocker Foo Fighters und Korn werfen mit Geld um sich - doch Guns N‘ Roses knackte alle Rekorde

Auch Foo Fighters, die Rockband um Ex-Nirvana-Schlagzeuger Dave Grohl (51), verpulverte für „One By One“ (2002) indirekt mehr als eine Million Dollar. Warum nur indirekt? Nun, die Band nahm 29 Songs auf, verwarf diese jedoch und begann erneut von vorn. Frontmann Dave Grohl kommentierte: „Wir hatten drei Monate und eine Million Dollar für etwas verschwendet, das wir schließlich wegwarfen.“ Die eigentliche Platte nahmen sie kostengünstig und recht zügig in seinem Keller auf - und staubten damit später unter anderem zwei Grammy Awards ab.

In einer ganz anderen Dimension bewegten sich die Nu-Metal-Ikonen Korn, als sie 2001 an ihrem fünften Studioalbum „Untouchables“ (2002) arbeiteten. Ganze vier Millionen Dollar gingen für überteuertes Equipment, die Mieten von jeweils fünf Luxusvillen in Phoenix und Los Angeles und eine fünfzehnköpfige Crew drauf. Immerhin verkaufte sich das Album recht gut, wurde in den USA mit Platin ausgezeichnet und landete in Deutschland auf Platz eins der Charts.

Den Platz als unrühmlicher Rekordhalter hat sich jedoch Guns N‘ Roses gesichert (und wird diesen sicherlich so schnell auch nicht verlieren): Nachdem Gitarren-Legende Slash die Band um Frontmann Axl Rose 1996 verlassen hatte, arbeitete dieser mehr als anderthalb Jahrzehnte an dem Mammutprojekt, das später den Namen „Chinese Democracy“ tragen sollte. Dabei wurden am laufenden Band neue Musiker eingestellt und schließlich wieder gefeuert. 2008 war das Album - nachdem der Veröffentlichungstermin über Jahre mehrfach verschoben wurde - schließlich fertig. Mit Gesamtkosten von 13 Millionen Dollar ist die Platte, die vernichtende Kritiken erhielt, das teuerste Rockalbum aller Zeiten.

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Rubriklistenbild: © Ennio Leanza/Axel Heimken/Georg Hochmuth/Arno Burgi/dpa/picture alliance

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