Pop, Rock, Flop?

Rockstar statt Popidol? Mariah Carey nahm in den 90ern offenbar ein Grunge-Album auf

Mit mehr als 200 Millionen verkauften Tonträgern zählt US-Sängerin Mariah Carey zu den größten Popstars - doch wie die 50-Jährige nun bekannt gab, nahm sie einst ein fetziges Rock-Album auf.

Beverly Hills - Mit zeitlosen Hits wie „Always Be My Baby“, „All I Want For Christmas Is You“ oder „We Belong Together“ eroberte US-Sängerin Mariah Carey (50) die Musikwelt einst im Sturm. Inzwischen zählt sie neben Superstars wie Madonna (62) und Barbra Streisand (78) zu den erfolgreichsten Künstlerinnen im zeitgenössischen Pop. Doch wer hätte gedacht, dass die 50-Jährige einst ein düster-fetziges Rock-Album aufgenommen hat - und damit ausgerechnet in die Fußstapfen von Grunge-Größen wie Nirvana, Soundgarden oder Alice in Chains trat.

US-Sängerin Mariah Carey zählt mit mehr als 200 Millionen verkauften Tonträgern zu den größten Popstars weltweit

Popstar Mariah Carey rockte in den 90ern - „Es hat mich durch ein paar dunkle Tage gebracht“

Kaum eine Subkultur blühte zu Beginn der 1990er-Jahre so schnell auf, wie die Grunge-Bewegung. Diese stammt ursprünglich aus der US-amerikanischen Metropole Seattle, vereint in ihrem charakteristischen Sound rauen Punk und dröhnenden Metal zu einem fiesen, ungeschliffenen Gemisch und erlebte bereits nach wenigen Jahren ihren kurzen, wenngleich äußerst intensiven Höhepunkt. Die Helden von damals hießen Nirvana, Alice in Chains, Pearl Jam oder Soundgarden. Auch Popstar Mariah Carey rockte zu rohen Gitarren-Riffs - und fand Gefallen daran.

Auf Twitter verriet Mariah Carey, dass sie 1995 am Album „Someone‘s Ugly Daughter“ der recht unbekannten Alternative-/Grunge-Band Chick mitgewirkt hatte: „Fun fact: Ich habe ein Alternative-Album gemacht, während ich an ‚Daydream‘ [Careys fünftes Studioalbum; Anm.d.Red.] arbeitete. Nur so aus Spaß, aber es hat mich durch ein paar dunkle Tage gebracht.“ In ihren kürzlich erschienenen Memoiren, die den Titel „The Meaning of Mariah Carey“ tragen, erklärt die Popsängerin, dass sie aktiv am Songwriting und der Produktion beteiligt gewesen sei und zudem auf jedem Song den Hintergrundgesang beigesteuert habe.

„Ich brachte der Band meinen kleinen Alternative Rock-Song und summte ein albernes Gitarren-Riff. Sie schnappten es auf und wir nahmen es sofort auf. Es war ehrfurchtslos, roh und eindringlich - und der Band gefiel es. Tatsächlich fing ich an, einige dieser Songs zu lieben“, erklärt die erfolgreiche Entertainerin in ihrem Buch. „Someone‘s Ugly Daughter“ floppte dennoch gewaltig, doch für Mariah Carey stand wohl primär der Spaß im Vordergrund - wahrscheinlich auch, weil sich ihr Album „Daydream“, das ebenfalls 1995 erschien, weltweit über 20 Millionen Mal verkaufte.

Aktuelle Neuigkeiten zu Billie Eilish, Metallica, Rammstein und vielen weiteren Musikern gibt es hier.

Rubriklistenbild: © Justin Lane/Thomas Frey/Axel Heimken/Frank Ockenfeld/Universal Music/dpa/picture alliance

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare