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Lena Meyer-Landrut: Britische Moderatorin überforderte Popstar mit komplizierter Wortwahl

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Von: Jonas Erbas

Lena Meyer-Landrut vor der Uhr des Londoner Big Ben und dem Union Jack, der Flagge Großbritanniens (Fotomontage)
Nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest (ESC) war Lena Meyer-Landrut zu Gast in der britischen Frühstückssendung „This Morning“ - und stieß dort auf eine sprachliche Barriere (Fotomontage) © Jörg Carstensen/Alastair Grant/AP/dpa/picture alliance

Mit „Satellite“ eroberte Lena Meyer-Landrut 2010 ganz Europa. Auch im britischen TV war die Popsängerin damals zu Gast. Doch das eigentlich eingespielte Moderatoren-Duo von „This Morning“ erntete Kritik für den Umgang mit der damals frisch gebackenen Eurovision-Gewinnerin.

London - Als Lena Meyer-Landrut (29) beim Eurovision Song Contest (ESC) 2010 mit „Satellite“ richtig abräumte, stand die Popsängerin wohl nur knapp vor ihrem internationalen Durchbruch. Ihr Eurovision-Hit erreichte Platz 30 in den britischen Single-Charts - keine schlechte Platzierung für die damalige Abiturientin. Lena werkte auch in Funk und Fernsehen bald Begehrlichkeiten und durfte ihr Debütalbum „My Cassette Player“ und ihren Chartstürmer „Satellite“ in der beliebten Morgensendung „This Morning“ mit dem Moderatoren-Duo Phillip Schofield (58) und Holly Willoughby (40) vorstellen. Letztere geriet im Nachhinein in die Kritik: Sie hätte mit ihrer Wortwahl die deutsche Musikerin überfordert, heißt es.

Lena Meyer-Landrut posiert am Freitag (18.02.2011) nach dem Finale von „Unser Song für Deutschland“ in Köln
2010 holte Lena Meyer-Landrut beim Eurovision Song Contest (ESC) den zweiten Sieg für Deutschland und erfreute sich anschließend auch außerhalb der Bundesrepublik großer Beliebtheit © Rolf Vennenbernd/dpa/picture alliance

Lena Meyer-Landrut: Popsängerin in britischer Morningshow zu Gast - Moderatoren in der Kritik

Die englische Sprache ist nicht gerade arm an umgangssprachlichen Begriffen und missverständlichen Wendungen, die selbst so manch Gymnasiallehrer in Erklärungsnot bringen dürften. Lena Meyer-Landrut hatte 2010 gerade erst das Abitur abgeschlossen, da begann schon ihre große Karriere als Popstar. Mit dem gewöhnlichen Schulenglisch hatte die Moderation von Phillip Schofield und Holly Willoughby bei „This Morning“ allerdings recht wenig zu tun. Die beiden britischen TV-Berühmtheiten quasselten nur so drauf los und löcherten die frisch gebackene ESC-Gewinnerin bei ihrer Stippvisite in Englands Hauptstadt mit unzähligen Fragen.

Allen Widrigkeiten zum Trotz blieb Lena Meyer-Landrut vergleichsweise cool, auch wenn sie in einigen Momenten den Anschein erweckte, den Ausführungen des Moderatoren-Gespanns nicht immer ganz folgen zu können. In einem gut dreieinhalbminütigen YouTube-Video gibt es auch heute noch - mehr als ein Jahrzehnt nach Lenas Auftritt im britischen Fernsehen - das Interview in voller Länge zu sehen. In den Kommentaren ärgern sich noch immer viele Fans über den Umgang von Phillip Schofield und Holly Willoughby mit ihrem prominenten Gast. Dementsprechend hagelt es Kritik.

Lena Meyer-Landrut: Moderatorin handelt „brutal“ - Popstar wirkte „schüchtern und überfordert“

Etwa zur Hälfte des Interviews setzt Moderatorin Holly Willoughby zu einem längeren Monolog an, in dem sie wortgewaltig ausführt, warum es sich bei „Satellite“ ihrer Ansicht nach um einen „einzigartigen“ und „herausragenden“ Song handele. Die Musik in den britischen Charts sei im Vergleich zu Lena Meyer-Landruts Hit „fuddy-duddy“ (zu Deutsch: altbacken, muffelig). An dieser Formulierung stören sich viele Fans. „Es ist brutal, Worte wie ‚fuddy-duddy‘ bei Nichtmuttersprachlern zu verwenden“, beschwert sich ein YouTube-Nutzer und erntet viel Zuspruch für seinen Kommentar. „Holly war die falsche Person für das Interview. Phillip versteht wenigstens, dass er einfacher sprechen muss, aber Holly tut das nicht“, urteilt ein anderer Fan. Lena sei deswegen „schüchtern und überfordert“ gewesen, so die Fans.

Tatsächlich schlägt sich Lena Meyer-Landrut allerdings gar nicht so schlecht: Die ellenlange Ausführung der Moderatorin, die zwischenzeitlich eine These bezüglich des Erfolgs von „Satellite“ aufstellt, schmettert die Popsängerin mit deutscher Nüchternheit ab: „Nein, eigentlich nicht“, antwortet die gebürtige Hannoveranerin entschlossen auf Holly Willoughbys Frage, ob sie die von ihr ausführlich aufgezählten Faktoren beim Songwriting berücksichtigt habe. Von Lenas sprachlichem Geschick und ihrem sympathischen Wesen zeigen sich viele Fans indes begeistert: „Sie spricht ein tolles Englisch für eine Deutsche“, lobt ein Nutzer die Musikerin, ein anderer findet: „Sie hat eine wunderbare Persönlichkeit.“ Lediglich Lenas Akzent - angeblich eine Mischung aus „britischem und australischem Englisch und ein bisschen Deutsch“ - sorgte wohl bei manchen Zuschauern für Lacher.

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