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Die Fantastischen Vier wollen mit Corona-Warn-App Luca die Pandemie bekämpfen

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Von: Jonas Erbas

Smudo, Rapper bei Die Fantastischen Vier, steht mit einem Handy in der Hand vor einem Schild zur Maskenpflicht (Fotomontage)
Smudo, Rapper bei Die Fantastischen Vier, setzt sich seit Wochen medienwirksam für die neue Corona-Warn-App Luca ein - die könnte den Umschwung in der Pandemie bringen (Fotomontage) © Axel Heimken/Nicolas Armer/dpa/picture alliance

Rapper Smudo (Die Fantastischen Vier) hat mit engagierten Programmierern die Corona-Warn-App Luca entwickelt. Die soll die Nachverfolgung von Infektionsketten erleichtern - und könnte damit im Kampf gegen die Pandemie helfen.

Berlin - Als die Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts (RKI) im Juni 2020 endlich zum Download zur Verfügung stand, ruhten große Hoffnungen auf dem ambitionierten, nicht gänzlich unumstrittenen Projekt. Nun, über ein halbes Jahr später, folgt die Ernüchterung: Mit bislang knapp 26 Millionen Downloads war die App kein vollkommener Fehlgriff, so wirklich durchgesetzt hat sich die Anwendung jedoch bisher auch nicht. Abhilfe kommt nun von ungewöhnlicher Seite: Gemeinsam mit dem Berliner* IT-Start-up neXenio hat Die Fantastischen Vier-Rapper Smudo (53) die Luca-App entwickelt. Diese soll nun aktiv die Gesundheitsämter entlasten und Infektionsketten verhindern. Extratipp.com* berichtet.

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Eigentlich stehen Die Fantastischen Vier ja vorwiegend wegen ihrer Musik im Rampenlicht, doch in Pandemiezeiten satteln die Rapper um und unterstützen nun medienwirksam die Corona-Warn-App Luca © Jörg Carstensen/dpa/picture alliance

Die Fantastischen Vier: Smudo stellt Corona-Warn-App Luca vor - was bietet die Anwendung?

Für Die Fantastischen Vier und zahlreiche andere Kulturschaffende könnte die Luca-App tatsächlich der rettende Strohhalm in Zeiten der Corona-Pandemie sein: Die Anwendung hilft bei der Kontakterfassung, indem beim Treffen unter Freunden, einem Restaurantbesuch oder während eines Events in Kulturstätten ein QR-Code gescannt und somit ausgetauscht wird. Dadurch sollen Gesundheitsämter Infektionsketten schneller und besser nachverfolgen können. Der Prozess läuft vollkommen anonym ab, lediglich die zuständigen Ämter haben die Möglichkeit, die Daten einzusehen und auszuwerten. „Luca ist eine massive Entlastung der Gesundheitsämter“, erklärte Smudo im Interview mit dem WDR.

Die Luca-App digitalisiert die Kontaktnachverfolgung und informiert ihre Nutzer und die Gesundheitsämter sobald ein Infektionsfall vorliegt. Mittelfristig soll die von Smudo mitentwickelte Anwendung auch die Kultur- und Gastronomiebranche wiederbeleben. „So eine Lösung gibt es in ganz Europa nicht“, merkte der ehemalige Coach von „The Voice of Germany“ (ProSieben*) gegenüber dem WDR an. Der Ansturm auf die ‚neue‘ Corona-Warn-App ist gewaltig: Nachdem der Die Fantastischen Vier-Star sein Projekt im Talk bei Anne Will (54) beworben hatte, schossen die Downloadzahlen in die Höhe. Seitdem ist die Luca-App in aller Munde, kommt etwa auf den friesischen Inseln Sylt, Amrum und Föhr bereits zum Einsatz und soll möglicherweise bald auch bundesweit bei der Pandemie-Eindämmung helfen - und so die Corona-Warn-App des RKI vielleicht sogar ablösen.

Die Fantastischen Vier: Smudo will Politik von Luca-App überzeugen - Nachfrage wächst stetig

Smudo und die Luca-App könnten die nächsten Wochen und Monate entscheidend mitgestalten: Das Gründungsmitglieder der Stuttgarter* Hip-Hop-Formation Die Fantastischen Vier versuchte bereits, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40) die App schmackhaft zu machen - mit durchwachsenem Erfolg: Einer Unterstützung des Start-up-Projekts steht der 40-jährige CDU-Politiker aktuell wohl noch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Auf regionaler Ebene hat sich die Idee allerdings bereits vielerorts - darunter in Mecklenburg-Vorpommern, wie Regierungschefin Manuela Schwesig (46) mitteilte - durchgesetzt. Aktuell machen sich die Entwickler auch für eine Nutzung innerhalb der Schulen stark. Jedes Klassenzimmer solle „einen eigenen QR-Code“ bekommen und Schüler ohne Handy „mit einem Schlüsselanhänger mit QR-Code ausgestattet werden“, heißt es auf Twitter.

Die Luca-App ist in jedem Fall auf dem Vormarsch - auch dank der medienwirksamen Unterstützung der Fantastischen Vier. Derartige Konzepte sind dringend notwendig, um das Überleben der Veranstaltungsbranche und des Einzelhandels trotz Corona zu sichern. Hinter den Kulissen wird dafür allerhand getan: Wie Bild berichtet, haben sich bereits 10.000 Geschäfte bundesweit registriert, darunter große Handelsketten wie Deichmann oder KiK. In einem Live-Interview mit Bild TV zeigte sich Smudo fest davon überzeugt, die App können einen großen Schritt in Richtung Normalität bewirken: „Wir sind fertig. Wir haben einen Feuerlöscher an der Wand, wir müssen ihn nur runterreißen und können loslegen. (...) Das wäre ein Schritt, auch möglichst bald wieder Konzerte zu machen und wieder kulturelles Leben zu ermöglichen.“ Die Hoffnung lebt also noch!

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