Skandal Auftritt

Die Ärzte mit peinlichem Auftritt bei einer Liveübertragung

Seit mehr als 30 Jahren gehören die Punkrocker „Die Ärzte“ zu den erfolgreichsten Bands Deutschlands. Doch bei einem Konzert das Live übertragen wurde, schockte die Band mit einem peinlichen Auftritt.

München - Die Ärzte sind Deutschlands erfolgreichste Punkrock-Band, die sich schon 1982 gründete. In der heutigen Besetzung mit Farin Urlaub (56), Bella B (57) und Rodrigo González (52) haben die Musiker die deutsche Musiklandschaft entscheidend geprägt.

Die Ärzte schockten mit ihrem Auftritt in München

Unvergessen wird wohl das Statement gegen Rassismus mit ihrem Lied „Schrei nach Liebe“ bleiben, das die Ärzte 1993 veröffentlichten. Nach 22 Jahren schaffte es der Song erneut auf Platz eins der Single Charts. Doch mit einem Auftritt in München schossen die Punkrocker den Vogel ab. 1987 traten die Berliner im Alabama in München auf. Das Konzert wurde zur besten Sendezeit Live vom Br und von der ARD übertragen. Die Ärzte spielten ihren indizierten Song „Geschwisterliebe“. Das Lied handelt von Inzest und wurde von Farin Urlaub, der mit bürgerlichem Namen Jan Vetter heißt, geschrieben. Darin beschreibt er, was er mit seiner 14-jährigen Schwester macht. Offiziell darf dieses Lied nicht verkauft, gesungen oder sonst in die Öffentlichkeit gebracht werden. Das war den Punkrockern bei ihrem Münchner Konzert aber egal und so flimmerte der Skandal-Song ungefiltert über die Bildschirme. Doch damit nicht genug.

Die Ärzte machten noch Witze über den Politiker Uwe Barschel, der einen Tage zuvor unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommen ist wie indiepedia.de informierte. „Das war doch nur eine ganz kurze Phase, in der zwei Alben indiziert wurden. Die allerdings gründlich. An Liedern wie „Geschwisterliebe“ sollte ein Exempel statuiert werden, aber das ist schiefgegangen, denn plötzlich hatten wir das Image von Robin Hood und „echten Rock-Märtyrern“. In gewisser Weise haben wir der Bundesprüfstelle einiges zu verdanken“, sagte Farin Urlaub in einem Interview mit zeit.de über den vergangenen Skandal.

Rubriklistenbild: © Kirsten Neumann/dpa

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