Kultrocker mit Live-Qualitäten

Böhse Onkelz: Das beste Konzert aller Zeiten? Fans rasten aus

Es war das wohl spektakulärste Comeback der deutschen Musikgeschichte: Nachdem die Böhsen Onkelz schweren Herzens 2004 ihren Rückzug aus der Szene verkündet hatten, feierten sie zehn Jahre später ihr fulminantes Comeback - und belohnten 200.000 Fans mit dem vielleicht besten Konzert ihrer Karriere.

Hockenheimring - Obwohl wahrscheinlich jeder Fan ein anderes, ganz persönliches Highlight mit den Böhsen Onkelz verbindet, steht wohl unumstößlich fest, dass das Comeback (Böhse Onkelz: So reich sind die Rocker um Frontmann Kevin Russell dank des Comebacks) der Frankfurter Rockstars zu den unvergesslichsten Momenten ihrer vierzigjährigen Bandkarriere zählt. Am 20. und 21. Juni 2014 herrschte am Hockenheimring der Ausnahmezustand - und das völlig zu Recht!

Böhse Onkelz: Das Comeback-Spektakel am Hockenheimring

Dass beim langersehnten Comeback der Böhsen Onkelz ganz klar Magie in der Luft lag, beweisen zahlreiche Berichte damals anwesender Fans, die noch heute in wohligen Erinnerungen an diese legendäre Show schwelgen. Insgesamt pilgerten etwa 200.000 Neffen und Nichten - wie sich die Fans der Onkelz in Anlehnung an den Bandnamen nennen - zum Hockenheimring. Um dem massiven Interesse gerecht zu werden, entschieden sich die Frankfurter dafür, ihre Rückkehr gleich doppelt - nämlich am 20. und 21. Juni 2014 - zu feiern.

Knapp zehn Jahre mussten die Fans darauf warten, die Kultrocker mit den authentischen Texten (Böhse Onkelz: Die besten Zitate der Rockband um Kevin Russell) wieder live erleben zu dürfen. Doch ihre Geduld wurde reich belohnt: Die Onkelz präsentierten sich in Bestform, spielten Hits wie „Auf gute Freunde“, „Nichts ist für die Ewigkeit“ oder „Wir ham‘ noch lange nicht genug“, als wären sie nie weg gewesen und beeindruckten mit einer perfekt inszenierten Show.

Böhse Onkelz-Frontmann Kevin Russell bei einem Auftritt in Leipzig (Archivbild)

Böhse Onkelz: Gänsehautmomente en masse

An beiden Tagen spielten die Böhsen Onkelz eine etwa dreistündige (!) Show, die sich ihre Fans in dieser Form wohl nicht einmal in ihren kühnsten Träumen hätten vorstellen können. Musikalische Unterstützung erhielt das Quartett dabei nicht nur von einem kleinen Live-Orchester der Neuen Philharmonie Frankfurt, sondern auch von ihrem langjährigen Freund Moses Pelham. Der Rapper absolvierte bei „Koma - Eine Nacht, die niemals endet“ einen Überraschungsauftritt, der auch bei den Zuschauern bestens ankam.

Die Onkelz überhäuften die jubelnde Menge regelrecht mit Emotion und sorgten so für einen unvergesslichen Tag - und das wohl beeindruckendste Comeback, das die deutschsprachige Rock- und Metalszene je erlebt hat. So wechselt die Band während des Sets auf die mit einem langen Steg verbundene Mittelbühne - und rockt dort inmitten der begeisterten Menschenmasse vier packende Songs fürs Herz (darunter „Ich bin in dir“ und „Nichts ist für immer da“). Für die textsicheren Fans eine Gelegenheit, ihre Helden aus direkter Nähe zu sehen. Eine Erinnerung, die mit Sicherheit auf ewig währt.

Böhse Onkelz: Diese Songs spielten sie beim Comeback

Setlist:
1. Hier sind die Onkelz
2. Mutier mit mir
3. Finde die Wahrheit
4. Kinder dieser Zeit
5. Nr. 1
7. Koma - Eine Nacht, die niemals endet
8. Immer auf der Suche
9. Wenn du wirklich willst
10. Wir ham‘ noch lange nicht genug

11. Hast du Sehnsucht nach der Nadel
12. Der Himmel kann warten
13. Terpentin
14. Nur die Besten sterben jung
15. Paradies
16. Dunkler Ort
17. Wieder mal nen Tag verschenkt
18. Ich bin in dir
19. Bin ich nur glücklich, wenn es schmerzt
20. Nichts ist für immer da

21. Die Firma
22. Macht für den der sie nicht will
23. Lüge
24. Erinnerungen
25. Feuer
26. Mexico
27. Kirche
28. Auf gute Freunde
29. Nichts ist für die Ewigkeit

Infos über den Autor

Jonas Erbas, Volontär bei extratipp.com, schreibt über Themen aus den Bereichen TV, Stars, Schlager und die Welt der Musik. Egal ob Metal, Rock, Pop oder Hip-Hop – Jonas kennt und liebt die Welt der Musik. Mehr Infos zur Redaktion und dem Team von extratipp.com gibt es hier.

Rubriklistenbild: © Daniel Naupold/dpa/picture alliance

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