Auch Sido fiel darauf rein

„Was ist das für ein Idiot?“: Cro schickte Doppelgänger zur Echo-Verleihung - der musste schweigen

Cro steht vor den Teilnehmern der Echo-Party, daneben ein Bild mit einem Doppelgänger des Rappers und Sido (Fotomontage)
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Zum Echo schickte Cro (m.) 2012 einen Doppelgänger - der wurde prompt von Deutschrap-Kollege Sido (r.) angesprochen, antwortete allerdings nicht, um seine Tarnung zu wahren (Fotomontage)
  • Jonas Erbas
    vonJonas Erbas
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Witzige Aktion: Zu seiner ersten Echo-Verleihung erschien Cro nicht persönlich, sondern schickte einen Doppelgänger. Damit die Tarnung nicht aufflog, sollte dieser nicht sprechen. Doch das war gar nicht so einfach, schließlich wurde der Rapper mit der Pandamaske von Kollegen wie Sido auf dem Event angesprochen.

Berlin - Seine Identität hinter einer Maske zu verstecken, bringt grundsätzlich einige Vorteile: Als einer der gefragtesten Rapper des Landes wahrte Cro (31), der seine berühmte Pandamaske inzwischen gegen einen futuristischen Helm getauscht hat, nicht nur seine Anonymität, sondern schuf gleichzeitig ein einprägsames Markenzeichen. Auch praktisch: Falls man es persönlich einmal nicht zu einem Event schafft, kann man einfach einen maskierten Doppelgänger organisieren. Blöd nur, wenn dieser sich durch den Klang seiner Stimme verraten konnte. Beim Echo 2012 fand der Stuttgarter Rapper eine einfache, aber langfristig etwas unkluge Lösung. Sein Double sollte einfach schweigen - gar nicht so einfach, wenn plötzlich Stars wie Sido (40) auf einen zukommen.

2013 nahm Cro den Echo persönlich entgegen - im Vorjahr schickte der Rapper mit der Pandamaske „aus zeitlichen Gründen“ allerdings einen Doppelgänger

Cro organisierte Doppelgänger für Echo-Verleihung 2012 - witzige Situation mit Rap-Kollege Sido

Bis zur Einstellung der Echo-Verleihung 2018 tummelten sich auf dem roten Teppich des in Berlin stattfindenden Musikpreises jährlich die größten Musiker:innen aus Rock, Pop, Rap oder Klassik. Da durfte selbstverständlich auch Cro nach seinem kometenhaften Aufstieg nicht fehlen. Doch Carlo Waibel, wie der Rapper mit der Pandamaske bürgerlich heißt, war bei seinem ersten Echo blöderweise verhindert, schickte deshalb einen Doppelgänger. Im Interview mit MDR Jump erinnert sich der 31-Jährige: „Das war, glaube ich, 2012. Der erste Echo jemals und ich konnte irgendwie aus zeitlichen Gründen nicht hin und dann haben wir einen anderen Typen geschickt, der tatsächlich auch Carlo hieß.“

Rückblickend empfindet Cro die Aktion als „so witzig“, sein Double sorgte damals allerdings wohl für viel Verwirrung - der Grund: Um nicht aufzufliegen, habe man dem falschen Rapper „verboten, zu reden“. Die anderen Gäste ahnten nichts, reagierten freudig auf den „Easy“-Interpreten: „Ich war natürlich super hyped zu der Zeit, jeder wollte mal Hände schütteln.“ Auch Deutschrap-Star Sido habe ihn begrüßen wollen, bekam allerdings keine Antwort, wie der Songwriter verrät: „Der Dude, also Carlo - ‚ich‘ - konnte nicht antworten.“

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Das kam bei den Branchenkolleg:innen wohl nicht so gut an: „Ich hab‘s mir da bei vielen verkackt einfach.“ Kein Wunder, dass der Pop- und Rap-Künstler an diesem Abend bei vielen einen bleibenden Eindruck hinterließ - nur leider nicht unbedingt im positiven Sinne: „Was ist das für ein Idiot? Ich schüttel dem die Hand, fang mit dem ein Gespräch an, und der redet nicht.“ Seiner Karriere hat die Maskerade jedoch keinen Abbruch getan: Mit seinem neusten Album „Trip“ steht der Musiker aktuell weit oben in den Charts, musste sich lediglich zwei anderen Rappern geschlagen geben.

Cro schickte auch nach dem Echo weiter Doubles zu Events - „Dann war das schön durchdacht“

Auch wenn die Doppelgänger-Generalprobe bei der Echo-Verleihung schiefging, griff Cro noch danach ab und an in die Trickkiste, wenn er selbst nicht zu einem Event erscheinen konnte. „Ich habe auch hier und da mal jemand anderes geschickt, aber dann war das schön durchdacht und ohne, dass was in die Hose gehen kann“, gibt der Rapper zu. Dank der Maske bleibt die Tarnung zumindest optisch intakt. Wer den Musiker also zukünftig anspricht und keine Antwort bekommt, muss sich fragen, mit welchem Carlo er es überhaupt zu tun hat.

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