Zuckerbombe statt Durstlöscher

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Das neue Trendgetränk: Bubble Tea.

Region-Rhein-Main – Der Sommer ist da, da trinkt man doch gerne einmal ein kühles Getränk. Typische Sommergetränke sind Milchshakes, Smoothies und das neue Trendgetränk Bubble Tea. Doch der ursprünglich gesunde, aus Asien stammende Tee, ist nur eine absolute Kalorienbombe. Von Silke Gottaut

Bubble Teas lachen einen regelrecht an: Sie sind knallbunt und wenn man an dem überbreiten Strohhalm zieht, macht es plopp und bunte, kaugummiähnliche Kügelchen, sogenannte Bubbles, wandern in den Mund und glibbern. Ein super Erlebnis: Essen und Trinken in einem.

Ernährungsberater Andreas Wolf.

Doch der Kau-Spaß mit den bunten Kugeln ist alles andere als gesund. „Eine reine Katastrophe ist das neue Trendgetränk“, sagt Andreas Wolf, Ernährungsberater und Personal-Trainer aus Frankfurt. „Es besteht aus extrem viel Zucker und künstlichen Farbstoffen.“ Aber Kinder und Jugendliche reizt es, denn „es sieht hip aus und ist individuell zusammenstellbar.“ Auch Ernährungsberaterin Miriam Eisenhauer hält von Bubble Tea nichts: „Einfach nur eine Zuckerbombe. Wer Durst hat, soll keine Süßgetränke trinken, denn sie enthalten alle viel Glucose.“ Wer sich jedoch einen Nachtisch gönnen will, der darf sich natürlich auch mal solch ein Sommergetränk leisten.Ursprünglich stammt der Bubble Tea aus Taiwan und bestand aus grünem oder schwarzen Tee, Milch, Fruchtsirup und Tapioka-Perlen, so genannte Gelee-Perlen. Jedoch steckt in dem Tee nichts, was gesund ist. Denn ein Becher Bubble Tea enthält ungefähr so viel Zucker wie die gleiche Menge Cola. Und ein 500-Milliliter-Becher entspricht einer ganzen Mahlzeit.

Aber das ist noch nicht alles: Kleinkinder können sich an den bunten Kügelchen verschlucken. Noch leichter als an Erdnüssen, sagt Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Bei den Smoothies sieht es dagegen anders aus: Laut einer Studie, die das Personal-Fitness-Institut in Salzburg durchgeführt hat, sind diese gesund und sogar die ideale Sportlernahrung. Auch Wolf sagt: „Besser ein Smoothie, als gar kein Obst.“ Gegenüber Milchshakes sieht er das wieder etwas kritischer: „Ein unnötiges Getränk. Entweder esse ich ein Eis oder ich lösche meinen Durst mit Wasser.“

Damit der Sommer aber trotz allem lecker wird, haben die beiden Ernährungsexperten Sommergetränke-Tipps.

Miriam Eisenhauers Tipp:

Ein bis zwei Orangen, vier bis fünf Mandarinen und eine große Banane klein schneiden, Naturjoghurt und Milch dazu fügen, und dann alles zusammen in einen Mixer geben.

Andreas Wolfs Tipp:

Grüner Tee mit Grapefruitsaft und Eiswürfel. Und für alle Shake-Liebhaber: Buttermilch oder Milch, mit Erdbeeren und Minze vermischen und in einen Mixer geben.

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