Zeit einplanen und nicht drängeln: Erste Strecken ohne Buggy

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Kleinkinder müssen erst lernen, längere Strecken ohne Buggy zurückzulegen. Bleibt der Wagen zu Hause, sollten Eltern das Kind auf den Arm nehmen, wenn es müde wird. Foto: Andreas Gebert

Kleinkinder laufen noch keine weiten Wege zu Fuß. Für Eltern ist es daher praktisch, einen Buggy dabeizuhaben. Wachsen die Kleinen jedoch aus der Sportkarre heraus, benötigen Eltern viel Zeit und Geduld.

München (dpa/tmn) - Mit drei Jahren können die meisten Kinder zwar schon kurze Strecken zurücklegen, auf dem Rückweg wollen sie aber gerne wieder im Buggy gefahren werden. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt, die Kinder vom Buggy zu entwöhnen?

Am Anfang muss er gar nicht zu Hause stehenbleiben. Er kann das Selbstlaufen sogar unterstützen, indem das Kind selbst schieben darf. Darauf weist Heinz Krombholz vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München hin. Für den neuen Weg sollten Eltern viel Zeit einplanen: Termindruck und Ungeduld sind nicht sehr motivierend für Kinder.

Am besten ist es außerdem, ein attraktives Ziel auszuwählen. Der Spielplatz zieht eher als der Gang zum Kinderarzt. Gut sind auch kleine Spiele für zwischendurch, zum Beispiel, wer zuerst die nächste Bushaltestelle, einen Baumstumpf oder die Bäckerei entdeckt, rät Krombholz in der Zeitschrift "Baby und Familie" (Ausgabe April 2015). Wenn Kraft und Ausdauer doch nachlassen, sollten Eltern nicht aufs Weitergehen beharren. Kindern muss dann erlaubt sein, auf dem Arm nach Hause getragen zu werden.

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