Vererben will gelernt sein

Bei Immobilien empfiehlt sich zeitige Vorsorge – auch in jungen Jahren. Eine Schenkung zu Lebzeiten kann bei wertvollen Immobilien die Steuerlast der Erben mindern.

Deutschland wird immer mehr zu einem Land der Erben. Aktuell werden jährlich Werte in Höhe von rund 233 Milliarden Euro vererbt. Bis 2020 soll dieses Gesamterbe auf 330 Milliarden Euro anwachsen, so eine Studie des Allensbach-Instituts im Auftrag der Postbank. Besonders Immobilien werden künftig noch häufiger vererbt (derzeit in 38 Prozent der Erbfälle).

Dennoch hat jeder Dritte keine Ahnung von Dingen wie Testament, Erbfolge oder Erbschaftsteuer. Und: Es wird immer häufiger um das Erbe gestritten – in rund 20 Prozent aller aktuellen Erbfälle. Künftig rechnen jedoch 26 Prozent der potenziellen Erben, dass es zum Streit kommt. In drei Viertel aller Fälle übrigens deshalb, weil sich ein Erbe benachteiligt fühlt.

Verantwortungsvolle Erblasser tun daher gut daran, rechtzeitig Vorsorge zu treffen, was aus ihrem Immobilienbesitz einmal werden soll. Besonders wenn es sich um Werte handelt, die über den Freibeträgen liegen. Die sind bei uns schnell erreicht, und dann hält der Fiskus die Hand auf.

Hier kann eine Schenkung helfen, die die Erbmasse mindert. Doch eine solche sollte nicht ohne vorherigen Expertenrat erfolgen.

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