Batterie testen ohne Messgerät – so geht`s

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Batterien ohne Messgeräte testen – wie geht das eigentlich?

Auch in Zeiten von USB-Anschlüssen und Akkus sind Batterien heute weiterhin wichtig. Wie sonst soll die Uhr laufen, die TV-Bedienung benötigt ebenfalls Batterien und von Computermäusen, Tastaturen oder auch tragbaren Radios muss vermutlich gar nicht gesprochen werden.

Aber wie gelingt es, zu wissen, ob die Batterien in der Schublade noch ausreichend Saft haben? Einmal kurz in die Uhr gesteckt ist natürlich eine einfache Lösung: Aber wer möchte darauf vertrauen, dass der Uhrentest auch die Taschenlampe für die nächtliche Gassirunde zuverlässig mit einer guten Batterie versieht? Dieser Artikel geht der Frage einmal auf den Grund und erklärt, wie sich Batterien auch ohne ein Messgerät testen lassen.

Batterieladung testen – Methoden im Haushalt 

In den wenigsten Haushalten wird es ein Messgerät für normale Batterien geben. Verbraucher, die statt der gewöhnlichen Batterien wiederaufladbare Akkus benutzten, haben es an dieser Stelle einfacher, da etliche Aufladegeräte den aktuellen Ladezustand anzeigen. Also wie lässt sich nun zuverlässig die Ladung einer Batterie testen, die zwischen Papieren und anderen Dingen in der Schublade gefunden wurde? Hier gibt es einen Tipp:

  • Falltest - dieser Test eignet sich ausschließlich für Batterien des AAA- oder AA-Typs und zwar nur, wenn diese Batterien nicht aufladbar sind. Es wird eine Arbeitsplatte, ein Tisch, notfalls auch der Laminatboden benötigt. Die Batterie wird senkrecht ungefähr zehn bis zwanzig Zentimeter über den Tisch gehalten und fallengelassen. Wahlweise hüpft die Batterie oder fällt direkt um, wobei das Umfallen so abläuft, dass die Batterie die Bodenhaftung nicht verliert. Hier gilt: Umkippen - Batterie ist geladen. Hüpfen - die Entladung ist weiter vorangeschritten. Umso höher die "Sprünge" sind, desto weniger Saft ist drin.

Es gibt freilich noch andere Testmethoden, allerdings sind diese nicht empfehlenswert und beziehen sich ausschließlich auf Batterien, deren Pole sich auf derselben Seite befinden. Für alle gängigen Batterien ist der Falltest jedoch die beste Variante.

Entladen sich Batterien auch ohne deren Nutzung? 

Ob bei der Wohnungsauflösung der Großeltern oder einfach beim Aufräumen der eigenen Wohnung. Irgendwo befindet sich stets das Corpus Delicti. Zwischen Papieren, den Bettlaken, in der Besteckschublade. Nein, von Geld ist nicht die Rede, eher von alten Batterieverpackungen. Nun stellt sich die Frage, ob diese Batterien eigentlich bis in alle Unendlichkeit geladen sind und immer wieder verwendet werden können? Zum Vergleich lässt sich ein Laptop- oder Smartphone-Akku heranziehen. Was geschieht, wenn der aufgeladene Akku über Monate hinweg nicht genutzt wird? Genau, mit Ausnahme der alten "Nokia-Endlos-Akkus" einstiger Handys verringert sich die Ladung der Akkus quasi wie von Zauberhand. Aber was gilt rund um alte Batterien?

  • Zustand – der erste Schritt ist immer die Begutachtung der Batterie. Sehr alte Batterien, die noch auf Zink basieren, laufen zum Ende der Lebensdauer aus. Es darf ruhig gesagt werden, dass diese Batterien schimmeln. Sollte sich eine weißlich-grüne Schicht um die Pole herum gelegt haben oder gar die ganze Batterie einnehmen, gilt: Wegwerfen. Diese Batterie ist nicht mehr brauchbar.
  • Alter – auch Batterien haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum, besser gesagt ein Datum, welches aussagt, bis zu welchem Zeitpunkt sie zu verbrauchen sind. Bis zum Tag X ist gewährleistet, dass die Batterie einwandfrei funktioniert und relativ vollgeladen ist. Aus diesem Grund haben häufig Verbraucher Beschwerden, wenn sie sonst teure Markenbatterien besonders günstig erwerben. Die Batterien sind abgelaufen und weisen, abhängig von ihrem Alter und der Lagerung, nur noch einen Teil der eigentlichen Ladung auf. Aus diesem Grund sollten Verbraucher sich die Modelle genauer anschauen.
  • Lagerung – auch eine sehr kühle Lagerung kann Batterien vorzeitig das Ende bescheren. Wer also seine Batterien über den Winter im Handschuhfach vergisst, der kann damit rechnen, dass sie entleert sind.

Mit Ausnahme der ausgelaufenen und somit defekten Batterien lassen sich die teilentladenen Modelle übrigens durchaus noch für unwichtigere Zwecke verwenden. Gerade in schlichten Wanduhren können die Batterien ihren Ruhestand erleben. Und auch sonst können sie verwendet werden, sofern es einen selbst nicht stört, die Batterien rascher zu wechseln: Computermaus, Tastatur, Fernbedienungen. Einzig im Wecker wäre der Gebrauch unsicher, denn hier wird wohl Murphy’s Gesetz zutreffen und die Nachtruhe arbeitgeberunfreundlich um einige Stunden verlängern.

Wohin mit entladenen Batterien?

Es gibt einige Vergehen, die wohl schon jeder einmal gemacht hat. Die Plastikflasche kam in den Hausmüll, die nicht ausgewaschene Hundefutterdose in die gelbe Tonne. Und Batterien werden auch gerne mal in den Hausmüll gegeben. Dies ist falsch. Alte Batterien dürfen keinesfalls in den Hausmüll, da das in ihnen enthaltene Quecksilber, Blei und Cadmium auf diesem Weg in das Grundwasser gelangen können. Zudem beinhalten Batterien wichtige und recht seltene Rohstoffe, die wiederverwendet werden können, sofern die Batterie korrekt entsorgt wurde. Daher gilt:

  • Sammeln - leere Batterien sollten zu Hause gesammelt werden, sodass sie nicht einzeln entsorgt werden müssen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Batterien unzugänglich für Kinder stehen, sodass etwaige auslaufende Flüssigkeiten nicht an Kinder gelangen können.
  • Abgabestellen – in allen Supermärkten, Drogerien und Discountern gibt es Abgabestellen für Batterien. Die gesammelten Stücke sollten also zwischendurch zum Einkauf mitgenommen werden.
  • Zwei Boxen - die Abgabestellen, zu denen übrigens auch Tankstellen und Elektromärkte gehören, nutzen zwei Boxen. Grün steht für die einfachen Haushaltsbatterien, Gelb für Hochenergiebatterie.

In einigen Gemeinden gibt es auch Schadstoffmobile oder fahrende Batteriesammelstellen. Hier können teils auch andere Batterietypen wie Lithium-Ionen-Akkus oder gar Fahrzeugbatterien abgegeben werden. Alternativ steht stets der Wertstoffhof zur Verfügung, auch hier ist eine kostenfreie Abgabe gewöhnlicher Batterien und Akkus möglich. Ob eine Fahrzeugbatterie abgegeben werden darf, sollte vorab gefragt werden. Sie unterliegt anderen Regelungen.

Fazit - selbst Batterien sind vergänglich

Ungenutzt und vergessen, so fristen viele Batterien ihr Dasein in den hintersten Ecken von Schubladen. Werden sie dann doch genutzt, sind sie im Handumdrehen leer. Ja, auch Batterien haben ein Ablaufdatum, zudem können gerade die älteren Modelle mit der Zeit auslaufen. Das Wegwerfen darf dennoch niemals über den Hausmüll geschehen, sondern nur über die kostenfrei zugänglichen Behälter in Geschäften oder auf dem Wertstoffhof.

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