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WM-Service: Tipps, um fürs Finale gerüstet zu sein

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Deutschland-Blumenkette, Schwarz-Rot-Gold-Schminke und Fahne gehören zur Grundausstattung fürs Finale.

Region Rhein-Main – Wie sind Fans in einem Autokorso versichert? Welche Deutschland- Accessoires gibt es und was sage ich während der Übertragung lieber nicht? Der EXTRA TIPP bietet den kompletten Final-Service. Von Axel Grysczyk 

Auf dieser Seite bietet der EXTRA TIPP regelmäßig ein Service-Thema an. Diesmal dreht sich natürlich alles ums Endspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Wir haben zusammen gestellt, was unsere Leser für das große Spiel wissen müssen: Informativ, hintergründig und hier und da auch mit einem kleinen Augenzwinkern.

Wer diese Tipps beherzigt, der hat beste Voraussetzungen ein rundum gelungenes Finale zu erleben. Natürlich unter der Bedingung, dass die deutsche Mannschaft schönen und mehr noch erfolgreichen Fußball bietet. Für die eigene Zeitrechnung: Beginn ist um 21 Uhr, dann zwei mal 45 Minuten mit Nachspielzeit, eventuell zwei mal 15 Minuten Verlängerung mit nur ein kurzer Pause, aber eine Unterbrechung vor dem Anpfiff der Verlängerung von mindestens fünf Minuten. Steht’s immer noch unentschieden Elfmeterschießen mit jeweils fünf Schützen. Würde es danach immer noch remis stehen, wird abwechselnd weiter geschossen, bis eine Mannschaft verschießt und die andere trifft. Weitere Anregungen für den Endspieltag: Eventuell vorschlafen, nach 19 Uhr nicht mehr die Schwiegermutter in die Wohnung lassen und für ausreichend Getränkeauswahl sorgen.

Fünf Dinge, die für Deutschland-Fans ein Muss sind

1. Schwarz-Rot-Gold-Perücke auf und auf jeder Wange die Deutschland-Schminke.

2. Bei dieser WM ein absolutes Muss: Deutschland-Fahne quer über die Motorhaube, um für das anschließende Auto-Korso gerüstet zu sein.

3. Pfeife oder Tröte immer griffbereit neben einem oder direkt am Mann (Frau) führen.

4. Arme weit ausbreiten, Kopf leicht in den Nacken legen, Stimme mit Bier ölen und dann so laut und lange „Deutschland, Deutschland“ schreien, bis dieser „Ich-bin-total-heiser-Effekt“ entsteht.

5. Aufmerksamkeit erhascht man mit: Deutschland-Hülle fürs Smartphone, Schwarz-Rot-Goldenen Klapper-Händen, Deutschland-Blumenketten, herzförmige Deutschland-Ohrringe, Deutschland-Tattoo-Ärmel, Deutschland-Kontaktlinsen, Irokese-Deutschland-Perücke oder Deutschland-Megaphon (bei Amazon für 19,99 Euro).

Fünf Dinge, auf die Sie bei der Vorbereitung achten müssen

1. Mit wem schaue ich? Beachten Sie, dass Sie mit der Gruppe möglicherweise die ganze Nacht verbringen.

2. Ist die Leinwand oder der Bildschirm groß genug? Fällt keine Sonne rein? Ist der Winkel für diejenigen, die von der Seite schauen nicht zu steil. Wie laut lässt sich Fernseher/Anlage drehen? Einige Beamer reagieren empfindlich auf eingeschaltete Handys. Daher: Wenn das Bild stehen bleibt und verpixelt einen Brüll „Handys aus“ loslassen.

3. Wie reise ich an? Wer mit dem Auto irgendwo hinfährt, sollte auf strikte Alkoholvermeidung achten und einkalkulieren, dass Autokorsos wichtige Straßen stundenlang blockieren werden.

4. Wer Public Viewings aufsucht oder in der Kneipe schaut: Rechtzeitig da sein! Wer erst nach 20 Uhr kommt, hat keine Chance mehr. Das Auto so parken, dass es wieder ausparkbar ist und nicht von Feiernden zugemüllt wird.

5. Wer das irgendwie noch erledigen kann: Den Chef darauf vorbereiten, dass es am Montag später werden kann. Oder dass man richtig schlechte Laune hat... Generell gilt: Eine einmalige Verspätung rechtfertigt im Normalfall noch keine verhaltensbedingte Kündigung. Der Arbeitgeber mahnt zuvor den Arbeitnehmer ab.

 

Fünf Sätze, die Sie Sonntag ab 21 Uhr nicht sagen sollten

1. Schalt doch mal aufs ZDF, da läuft „Das Traumschiff“.

2. Hup Holland, Hup!

3. Na ja, Vize-Weltmeister ist doch auch nach den Halbfinal-K.o’s 2006 und 2010 ein Riesen-Erfolg.

4. Komm ich erzähl euch mal ‘ne Geschichte aus meinem Urlaub.

5. Guck mal, jetzt sehe ich erst, dass das ganze Bier schon zwei Jahre über dem Verfallsdatum ist.

Fünf Situationen, bei denen Sie am Sonntag besser versichert sind

1. Für die meisten ist das Public Viewing fester Bestandteil der Fußball-WM. Nicht selten passiert dabei auch mal ein Missgeschick: Im euphorischen Jubel trifft der Ellbogen unabsichtlich die Nase des Nachbarn oder die Zigarette brennt versehentlich ein Loch in die Kleidung des Mitfeiernden. Hier gilt: Wer jemanden schädigt, haftet mit seinem ganzen Vermögen. Eine Privat-Haftpflichtversicherung deckt vorsatzlose Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab.

2. Gemeinsames Rudelgucken liegt voll im Trend. Größere Versammlungen müssen in Deutschland bei der Stadt angemeldet und genehmigt werden. Veranstalter haften für die Sicherheit ihrer Gäste.

3. Wer nach dem Spiel den Ball rausholt und das entscheidende Tor nochmal nachspielen möchte, dabei aber mit seinem Schuss die Fensterscheibe des Nachbarn zerballert, trifft auf eine eindeutige Rechtslage: Landet ein Erwachsener den Volltreffer in Nachbars Fensterscheibe, kommt dessen Privathaftpflichtversicherung für den finanziellen Schaden auf. Wer aus Versehen die eigene Fensterscheibe zu einem Scherbenhaufen zerschießt, hat neben der Hausratversicherung hoffentlich eine Glasbruchversicherung abgeschlossen.

4. Was gilt in einem Autokorso? Der Versicherungsschutz ändert sich gar nicht: Ein Autokorso ist allein ein ordnungsrechtliches Problem im Straßenverkehr, das die Polizei entweder löst oder aber gelegentlich erst einmal duldet. Passiert während eines Korsos ein Unfall, erfolgt die Regulierung der Versicherung ebenso wie bei jedem anderen Unfall.

5. Wer ein Bier intus hat, sollte sich keinesfalls hinters Steuer setzen, auch wenn er sich selbst noch für fahrtauglich hält. Selbst bei einem unverschuldeten Unfall trägt er eine Mitschuld.

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