So wird die Inline-Tour nicht zur Tortur: Skating-Experte gibt Tipps für Anfänger

Region Rheinmain - Acht Rollen, glatter Asphalt, Sonnenschein: Die Inline-Skating-Saison hat begonnen. Der frühere Trendsport hat sich zum Breitensport entwickelt. Ob Jung oder Alt, Dick oder Dünn: Jeder kann es lernen.

Wer regelmäßig auf Rollen unterwegs ist, schont seine Gelenke, bleibt fit und kann viele Kilos abnehmen. Inline-Skating-Experte Martin Beike gibt Tipps, worauf Einsteiger achten sollen.

Der Seligenstädter ist seit 15 Jahren Anhänger der Inliner-Bewegung. In seinen Kursen zeigt Beike Ungeübten, worauf es beim Inline-Skaten ankommt (www.intersport-beike.de). "Es gibt keine Altersbeschränkung", sagt er: "Der jüngste Anfänger war zwei Jahre alt und ist besser mit den Inlinern klargekommen als manch Elf-Jähriger."

Wer sich regelmäßig auf acht Rollen bewegt, trainiert das Herz-Kreislauf-System, kräftigt seinen Bewegungsapparat und steigert das Gleichgewichtsvermögen. Auch der Figur tut es gut. "Ein Mann hat mit Inlineskaten 25 Kilo abgenommen", sagt Beike. Besonders für Frauen sei der Sport geeignet, weil Fettpölsterchen an Beinen, Po und Hüften wegtrainiert werden können. Für diejenigen, die wenig Sport machen, sei das gesünder als mit dem Joggen anzufangen. "Beim Inlineskaten kommen Untrainierte nicht in den für sie ungesunden Pulsbereich von 180 Herzschlägen pro Minute. Joggen verlangt mehr Training, damit es effektiv ist.

Wer mit Inline-Skating anfängt, sollte nicht auf den Helm und Schützer verzichten. Zwar gelten Inline-Skates nur als Spielgerät, aber trotzdem können Sportler hohe Geschwindigkeiten erreichen. Moderne Helme sind leicht und luftig. Sie stören nicht beim Fahren und die Sportler schwitzen auch nicht unter dem Helm.

Eine komplette Grundausstattung gibt es für unter 100 Euro. Je nach Nutzung halten die Inline-Skates bis zu zehn Jahre. Rollen und Gummistopper lassen sich bei starker Abnutzung auswechseln. Inliner sind in den vergangenen Jahren komfortabler geworden. Anstatt der unbequemen Hartschalen-Skates gibt es heute die weiche Variante "Soft Boots" mit Schnürung.

Auch die Rollen sind heute mit 90 bis 100 Millimeter Durchmesser größer als früher. "Je größer die Rollen sind, desto besser können Inline-Skater über unebene Wege fahren und sie sind generell schneller." Es empfiehlt sich, beim Kauf auf das Siegel "Geprüfte Sicherheit" (GS) zu achten.

Von Discounterware hält der Inhaber von Intersport Beike nicht viel. "In diesen Schuhen sind oft schädliche Weichmacher", warnt er: "Das Material und die Passform sind schlechter, sodass die Füße mehr schwitzen und weh tun." Dadurch würden viele schon nach der ersten Fahrt den Spaß am Inline-Skaten verlieren. "Anprobieren ist Pflicht", sagt Beike: "Sonst wird aus der Inline-Tour eine Tortur."

Auch der sichere Umgang mit den Inline-Skates ist wichtig, um Spaß beim Fahren zu haben. "Viele Inline-Skater rollen einfach aus, bis sie zum Stehen kommen", sagt Beike. In Situationen, in denen ein Inline-Skater schnell reagieren muss, dauert das zu lange, um einen Sturz oder Zusammenstoß zu verhindern. "Am effektivsten ist die Fersenbremse", rät der 34-Jährige. "Wer das Bremsen und Fahren beherrscht, hat viel Freude am Inline-Skaten", sagt Beike: "Es ist ein Freizeitsport für die ganze Familie, der auch noch günstig und gesund ist."dre

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare