Das Wetter macht, was es will...

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Unvorhersehbare Gewitter.

Region Rhein-Main – Der vergangene Sonntag ist in der Region teilweise ins Wasser gefallen. Dabei hatten die Wettervorhersagen einen Sommertag vorausgesagt. „Wie kann das sein?“, haben sich viele EXTRA-TIPP-Leser gefragt. Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach antwortet. 

„Die Schauer und Gewitter am Vormittag waren auch für manche Fachleute überraschend,“ sagt sie. Generell sei die Vorhersage von sommerlichen Gewittern besonders schwierig, sagt Paetzold. Die kraftvolle Sonne und die Luftfeuchte spielen eine wichtige Rolle und manchmal entstehen Gewitter wie aus dem Nichts.

Für Vorhersagen über die Folgetage sind Computermodelle unverzichtbar. „Wir haben hier für den mitteleuropäischen Raum unterschiedliche Modelle zur Verfügung, die alle miteinander verglichen werden“, erklärt Paetzold. Diese Modelle versuchen, die Natur so exakt wie möglich zu erfassen. Was einfach klingt, ist äußerst kompliziert: Die Atmosphäre wird in Stockwerke eingeteilt und für jedes Stockwerk werden die Wetterverhältnisse berechnet. Die Stockwerke stehen miteinander in Verbindung und beeinflussen sich gegenseitig. All diese Prozesse erfordern Millionen von Rechenschritten. Nun unterscheiden sich auch noch die Computerberechnungen, denn hinter jedem Modell stecken unterschiedliche Ansätze. Das, was alle eint, sind die aktuellen Wetterdaten, mit denen sämtliche Berechnungen starten. „Und da liegt manchmal schon ein Problem. Beispielsweise kann ein falsch übermittelter Luftdruckwert Wetterentwicklungen berechnen, die sich als völlig ‚daneben‘ herausstellen“, so Paetzold.

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