Diese Gefahren lauern im Frühling

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Blutsauger: Eine Zecke unter dem Mikroskop mehrfach vergrößert

Region Rhein Main – Zuerst kann man ihn riechen. Immer gibt es diesen besonderen Tag, an dem wir vor die Haustür treten, tief Luft holen und wissen: Jetzt ist er da, der Frühling. Für viele ist es die schönste aller Jahreszeiten. Doch Vorsicht ist geboten! Das Frühjahr hat auch seine Schattenseiten. Von Mareike Palmy

Der Frühling ist da. War auch langsam Zeit. Nach einem gefühlt unendlichen Winter steigen die Temperaturen langsam in die Höhe. Bessere Laune ist da vorprogrammiert, denn je mehr Sonnenschein wir abkriegen, desto mehr stößt unsere Körper das Glückshormone Serotonin aus. Raus in die Natur, heißt es jetzt. Frische Luft ist schließlich gut für unsere Gesundheit. Aber Obacht: Der Wind kann im Frühling dort, wo keine Sonne hingelangt, noch frisch sein. Kühle Zugluft kann oft üble Kopfschmerzen und Erkältungssymptome nach sich ziehen. Wer allerdings im Freien zu dicke Kleidung trägt, gerät leicht ins Schwitzen. Zugluft führt dann zu Grippe sowie Kopf- und Gliederschmerzen.

Der Frühling ist da und mit ihm die Zecken

In der Natur lauern noch andere Gefahren: Die Zeckensaison naht und damit auch die Gefahr vonInfektionen und gefährlichen Krankheiten, die von den Blutsaugern übertragen werden. Auch das Rhein-Main-Gebiet ist eine Risikozone. Im letzten Frühling mussten zwei Offenbacher ins Krankenhaus wegen Zeckenbissen. Insgesamt wurden letztes Jahr 21 FSME-Fälle in Hessen gemeldet. 2008 waren es noch 13. Die hessischen Gesundheitsämter raten, jetzt wo durch die steigenden Temperturen auch Zecken wieder aktiv werden, die Einstichstelle nach einem Biss zu beobachten. Kommt es in den folgenden Tagen zu Rötungen, grippe- und rheumaähnlichen Beschwerden, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Auch sollten sich die Hessen gegen die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) impfen lassen. Die Impfung hilft allerdings nicht gegen die Borreliose.

Bärlauch sieht dem Maiglöckchen zum verwechseln ähnlich

Doch nicht nur Zugluft und Spinnentiere können uns die schöne Jahreszeit verderben. Auch Sträucher, Pflanzen und Beeren sind oft Gift für die Gesundheit:

Frühlingsblüher können für den Menschen tödlich sein

Mit dem Frühling erobert der Bärlauch wieder die feuchten Waldwiesen. Doch das beliebte Kraut ist leicht mit andern giftigen Pflanzen, wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen zu verwecheseln, was gefährliche Folgen haben kann. Erste Symptome bei Vergiftungen sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Nur wenige Blätter der Herbstzeitlosen können bereits zum Tod führen. Im Zweifelsfall also besser auf den Verzehr verzichten.

Allergiker-Albtraum: Die Ambrosia Pflanze.

Auch der Allergiker-Albtraum, die Ambrosia-Pflanze blüht jetzt wieder. Die Ambrosia löst von tränenden Augen über Kopfschmerzen bis hin zu Asthma so ziemlich alles aus, was Allergikern zu schaffen macht. Immer häufiger breitet sie sich in Privatgärten aus. Die Ambrosia keimt von April bis August. Als kleines Pflänzchen kann sie leicht verwechselt werden. Etwa 80 Prozent aller Menschen, die eine Pollenallergien habe, reagieren auch auf Ambrosia. Fast die Hälfte ist anschließend allergisch dagegen. So sollte man die Pflanze nicht mit bloßen Händen anfassen. Schon die Berührung der Blätter kann zu Hautreizungen und damit zu einer Sensibilisierung führen.

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