Urlaubszeit:

Welches Verkehrsmittel ist das beste?

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Lange Staus können die Urlaubsfreude schnell vermiesen.

In den Sommerferien geht es rund um Reiseländer, Tourismuszentren und Ticketschalter hoch her. Schließlich haben Tausende von Schulkindern ganze sechs Wochen frei und auch ihre Eltern gönnen sich ihren wohlverdienten Urlaub.

Viele zieht es dann in die Ferne, was selbstverständlich mit einer längeren Anreise verbunden ist. Was aber bietet sich besonders an, wenn es um individuellen Komfort geht?

Flugzeug: Schnell und meist unkompliziert

Das Flugzeug ist und bleibt ein beliebtes Transportmittel, wenn es um Urlaubsreisen geht. Mit Hilfe des Fliegers sind Passagiere binnen weniger Stunden auf den Balearen, den Kanaren oder sogar in der Karibik angekommen. Für Familien mit Kindern ist das Fliegen eine angenehme Lösung, da gerade die Kleinen häufig ungeduldig werden und lange Fahrten nur mit Gequengel überstehen. Wer sich eine stressfreie Anreise wünscht, ist mit dem Ferienflieger also gut beraten.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei der Betrachtung des Gepäcks. So sind gerade bei Pauschalreisen meist nicht nur Handgepäckstücke im Flugpreis inkludiert, sondern auch größeres Reisegepäck. Dennoch lohnt es sich, noch einmal genau auf die individuellen Flüge zu schauen. Diese lassen sich bei der Suche nach Pauschalreisen im Web meist in einer Detailansicht betrachten. Bei Sonderwünschen rund um den Flug ist dann entweder die jeweilige Airline oder auch der Reiseveranstalter der passende Ansprechpartner.

Bus: Gut für Kontaktfreudige

Das Verreisen per Bus dürften die meisten Erwachsenen noch aus ihrer Schulzeit in Erinnerung haben. In der Tat sind Busreisen auch weiterhin ein Thema, das sich vornehmlich an bestimmte Altersgruppen wendet: Einerseits Kinder im schulpflichtigen Alter, andererseits Senioren. Das allerdings beginnt sich zunehmend zu ändern, denn im Zuge der Klimadebatte fällt auf, dass auch der Bus Vorteile bietet. Schließlich befördert er viele Menschen gleichzeitig, weswegen die CO2-Bilanz pro Kopf etwas günstiger ausfällt.

Besonders interessant für künftige Urlauber sind Fernbusunternehmen, die bestimmte Destinationen anfahren und auf ihrem Weg entlang der Route teilweise weitere Passagiere aufnehmen. So können Reisende per Bus durchaus von Hamburg bis nach Rom fahren müssen jedoch damit zurechtkommen, dass sie sich den begrenzten Raum für eine ganze Weile mit anderen Reisenden teilen müssen. Das dürfte für all jene spannend sein, die gerne neue Kontakte knüpfen und mit anderen ins Gespräch kommen wollen.

Geht es um das Gepäck im Fernbus, sollten erneut die individuellen Bestimmungen des Unternehmens studiert werden. Üblicherweise im Fahrpreis enthalten sind ein Handgepäckstück und ein Reisegepäckstück. Wer zusätzlich Fahrräder oder Gepäck mitnehmen möchte, das nicht den vorgegebenen Maßen entspricht, muss mit Zusatzkosten rechnen.

Zug: Manchmal mühsam

Auf Schienen kommen Reisende in Deutschland und auch innerhalb Europas sehr gut voran. Vor allem Schnellzüge ohne viele Zwischenstopps eignen sich gut für Reisen an entferntere Orte. Dass es Direktverbindungen jedoch vergleichsweise selten gibt, macht gelegentliches Umsteigen in den meisten Fällen notwendig.

Hier offenbart sich auch ein Haken der Bahnreise, denn für sein Gepäck ist der Fahrgast selbst verantwortlich. Beim Umsteigen an Bahnhöfen müssen Koffer und Co. also raus aus dem bisherigen und wieder rein in den neuen Zug. Auch das Verstauen des Gepäcks im Waggon bleibt eine Aufgabe, die niemand für die Passagiere übernimmt. Bahnreisen bieten sich daher vor allem für all jene an, die mit eher leichtem Gepäck reisen, das sich ohne mehrfaches Hin- und Herlaufen bewegen lässt.

Für Familien mit Kindern und entsprechend viel Gepäck können Zugreisen daher eine große Herausforderung sein. Dass die Fahrt auf Schienen im Vergleich zu anderen Optionen die wohl klimafreundlichste ist, bleibt dennoch nicht unwichtig. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Inanspruchnahme eines Gepäckservices, der Koffer und Co. bereits im Voraus an den Zielort schickt.

Auto: Kein Durchkommen in der Hauptsaison

Nicht wenige Deutsche fahren jedes Jahr mit dem PKW in den Urlaub. Kein Wunder, denn viele Reiseländer von Frankreich über Dänemark bis hin zu Kroatien, Spanien und Holland sind problemlos über Autobahnen zu erreichen. Auf den ersten Blick wirkt das Auto tatsächlich wie das ideale Verkehrsmittel: Es kann zuhause beladen werden, ermöglicht Mobilität am Zielort und der Urlauber behält während der gesamten Fahrt die Kontrolle.

Dennoch sind Reisen mit dem Auto nicht immer ein Spaß. Gerade während der Ferienzeit können sich auf den Autobahnen in Deutschland und allen angrenzenden Ländern lange Staus bilden. Zu sehen war das bereits am diesjährigen Pfingstwochenende. Dementsprechend kann sich eine eigentlich siebenstündige Autofahrt schnell zu einer elfstündigen Odyssee entwickeln, die genervte Erwachsene und quengelige Kinder am Zielort aus dem Wagen steigen lässt.

Es lohnt sich daher, die Sinnhaftigkeit des Autos als Transportmittel zu hinterfragen und Alternativen zu prüfen. Wer beispielsweise nach Spanien möchte, ist mit dem Auto mindestens 15 Stunden unterwegs – mit dem Flugzeug jedoch nur drei bis fünf.

Und soll es am Ende aller Überlegungen doch das Auto sein, empfiehlt sich das Einplanen von Erholungsstopps mit Übernachtung. Auf dem Weg nach Kroatien bietet sich dann Slowenien als Pausen-Destination an, auf dem Weg nach Spanien ist eine französische Pension die richtige Wahl. So kommen Familien zwar später an, dafür jedoch ohne Überlastung.

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