Unsere Experten geben Tipps, wie Sie nicht unter der Last zerbrachen

So überstehen Sie den Weihnachtsstress

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Zum Schreien: Wenn die Adventszeit zum Horror wird.

Region Rheinmain – In der Firma steht der Jahresabschluss bevor, Geschenke müssen besorgt und die Wohnung auf Vordermann gebracht werden, weil die Eltern über die Feiertage zu Besuch kommen – und irgendwie soll dabei noch Weihnachtsstimmung aufkommen. Darunter leiden viele Menschen im Advent. Die Experten des EXTRA TIPPs verraten, was Sie tun können, damit der Stress erst gar nicht aufkommt.

MartinaRiese-Steul

Fitnessexpertin Martina Riese-Steul, Inhaberin des Fitness-Studios Lady Lounge in Offenbach und Hanau sowie Autorin von Fitness-Büchern rät: „Wichtig ist es einfach mal rauszugehen und ein bisschen zu spazieren, zu walken oder zu joggen. Manchmal reichen schon 15 Minuten. Damit es am Ende der Weihnachtszeit nicht zum bösen Erwachen kommt, rate ich jedem, schon vorher ein paar Kilo abzunehmen. Das geht ganz einfach: Abends nur Eiweiß und keine Kohlenhydrate, viel trinken und ein bisschen Sport.“

Bettina Wagner

Bettina Wagner, Trennungsexpertin für das Rhein-Main-Gebiet inDreieich: „Stress zu Weihnachten entsteht oftmals dadurch, dass Paare unterschiedliche Erwartungen an den Heiligabend haben. Daher gilt, die Vorstellungen unbedingt vorher abklären. Hilfreich ist ein Fahrplan: Wer kauft welche Geschenke, wer kocht oder wird gemeinsam gekocht, wer besorgt bis wann was? Dass die Männer an Heiligabend vor- oder nachmittags etwas trinken gehen und die Frauen daheim in Arbeit untergehen ist ein typisches, aber negatives Beispiel. Paare, die bereits Probleme haben, sollten keinen Druck von außen zulassen. Das heißt, lieber im engsten Familienkreis feiern und nicht noch die Schwiegereltern einladen.“

Esther Gebhardt

Frühzeitiges Planen ist auch für Pfarrerin Esther Gebhardt, Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt, die Grundvoraussetzung für eine schöne Adventszeit. Sie hält schon seit Jahren ein Wochenende frei, das sie ganz ihrer Familie widmet. „Da nehme ich grundsätzlich keine Einladungen an und lehne Grußworte ab“, erzählt Gebhardt. An einem weiteren Wochenende schenkt die Pfarrerin etwa von ihrer Zeit fürs Ehrenamt. In diesem Jahr wird sie Weihnachtsbäume für einen guten Zweck verkaufen. Diese Tätigkeit gibt ihr „ein schönes Adventsgefühl.“

Ursula Hartmann

Auch für Ursula Hartmann, pädagogische Leiterin des Kindercampus in Frankfurt-Sachsenhausen,sind rechtzeitige Planung und gute Organisation das A und O für ein eintspanntes Weihnachten – gerade im Hinblick auf Kinder: „Ich empfehle Eltern, dass sie mit ihren Kindern vor der Adventszeit sprechen und sie behutsam darauf vorbereiten. Am besten planen sie die Vorweihnachtszeit und die Feiertage gemeinsam. Wichtig ist, die Kinder zu fragen, was sie sich zu Weihnachten – abgesehen von den Geschenken – sonst noch wünschen und dies nach Möglichkeit ebenso gemeinsam realisieren.“ Dabei sei es sinnvoll, die Kinder nicht mit zu vielen Überraschungen zu überfordern, was zusätzlichen Stress für Klein und Groß bedeute.

Mathias Schuch

Als weiteres Weihnachtsstressproblem erkennt Diplom-Psychologe Mathias Schuch aus Offenbach projezierte Erwartungen: „Wenn ich mir einbilde, zu wissen, was mein Gegenüber geschenkt bekommen will, ohne ihn zu fragen. Dabei konzentriert man sich zwangsläufig auf vermeintliche Erwartungen des anderen, anstatt auf tatsächliche Wünsche einzugehen. Teilweise stellt man aber auch an sich selbst zu hohe Erwartungen, immer das beste Geschenk besorgen zu müssen, was im Zweifel nur zu Stress und nicht unbedingt zur erwarteten Freudensreaktion führt.“

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