Transshopping

Wie aus dem kleinen Schwarzen ein echtes Trend-Kleid wird

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Diane Terodde steckt den schwarzen Tüllstoff an das schwarze Kleid.

Frankfurt – Die Suche nach einem Kleid für die Familienfeier am Heiligabend muss nicht auf den Einkaufsmeilen der Stadt enden. Die Frankfurter Designerin Diane Terodde erklärt, wie jede Frau mit Nadel und Faden und ein bisschen Zeit aus dem kleinen Schwarzen ein trendiges Teil macht. Von Jennifer Dreher

Noch bunter wird es mit einer knallgrünen Bordüre.

Originalität steht bei Terodde im Vordergrund. Ihr persönliches Credo lautet „bunt, bunt, bunt“, wie sie sagt. Die Philosophie, die dahinter steckt, alten Klamotten neues Leben einzuhauchen, nennt sich Transshopping. Und das geht so: Aus dem alten Kleidungsstück entsteht ein neues, das durch die Designerin, auch Transformerin genannt, kreiert wird. Sie entwickelt im Gespräch mit dem Kunden eine Idee für die Wandlung der Klamotte. „Kürzen oder eine Jeans enger machen ist kein Transshopping, das können die Schneidereien auch viel besser. Bei mir geht es um Kreativität“, berichtet Terodde.
In der Sachsenhäuser Wallstraße macht sie das seit drei Jahren. Sie ist eine Transformerin und macht aus jedem Stück, ob Standard-T-Shirt oder Designer-Jacke aus den 80ern ein Unikat, das zum Kunden passt. Die Preise sind unterschiedlich – je nach Aufwand. „Nur gewaschen sollte es sein“, sagt Terodde und lacht. Die Kunden kommen in ihre Mode-Boutique Frauenkluft und wollen lieb gewonnene oder edle Stücke, die sie nicht wegwerfen wollen, transformieren.
Im kleinen Stil kann das aber auch jede Frau selbst machen. „Es braucht nur Nadel und Faden“, sagt die Frankfurterin.

„Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, ob man schöne Stoffe und Bordüren im Fachhandel kauft oder andere Kleidungsstücke verwertet“, sagt die Designerin. Durch das Annähen von Bordüren lassen Kleider aufpeppen oder einfach verlängern, wenn sie zu kurz geworden sind.

Zunächst werden die einzelnen Stoffbahnen in Falten gelegt und dabei festgesteckt (siehe Fotos). Mit den Nadeln wird der Stoff dann an den Saum des Kleides gesteckt. Die Technik lässt sich auch an Kragen und Ärmeln anwenden.

Wenn man mit der Eigenkreation zufrieden ist, geht es ans Nähen. „Das können auch Frauen, die nicht viel Übung haben. Ohnehin geht es nicht um Perfektion, sondern um Originalität“, rät Terodde. Eine Nähmaschine ist nicht erforderlich. „Es ist ja schließlich keine tragende Naht“, so dir Frankfurterin.

Mehr Infos zu Diane Terodde und Transshopping unter www.frauenkluft.de

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